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| Greta | 16.01.2006, 11:51 |
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Tragikomödie: BRD, 2005 Regie: Andreas Dresen Darsteller: Inka Friedrich, Nadja Uhl, Andreas Schmidt
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STORY:
 Katrin und Nike sind Freundinnen. Sucht die eine recht erfolglos nach Arbeit, sieht man der anderen bei ihrer Tätigkeit als Altenpflegerin über die Schulter. Katrin wohnt mit ihrem Sohn im Erdgeschoss, Nike zwei Stockwerke drüber und hat einen Balkon. Von dort aus beobachten die Frauen den Apotheker, wenn er Nachtdienst hat, reden über Gott und die Welt und trinken auch das eine oder andere Glas Hochprozentiges zu viel. Doch dann taucht Ronald auf, ein LKW-Fahrer, der Teppiche durch die Gegend karrt und Katrin fast überfährt. Und Nike fühlt sich recht hingezogen zu ihm.
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KRITIK:
 Berlin heute: Sommer vorm Balkon ist eine gelungene Milieustudie über die – nennen wir sie mal – „einfachen“ Leute, ihre Schwierigkeiten, Beziehungen einzugehen, Freundschaften zu halten, Arbeit zu finden. Alles mit sehr plastischen Charakteren, Witz, aber auch beklemmenden Momenten. Mich hat der Film ja ein wenig an die Filme von Todd Solondz ( Palindromes, Happiness, Storytelling) erinnert. Die Handlung vollstreckt sich ganz nahe an den Personen, sehr dialogorientiert. Zwar steuert nicht alles unausweichlich auf einen emotionalen Abgrund zu, Freud und Leid liegen aber doch sehr nahe beieinander. Der Film hat auch Preise gewonnen: Die Darstellerinnen von Nike und Katrin wurden Beste Schauspielerinnen beim Chicago International Film Festival und Wolfgang Kohlhaase wurde beim San Sebastián International Film Festival für sein Drehbuch ausgezeichnet. Und womit? Mit Recht.
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FAZIT:
Gute Story, glaubwürdige Charaktere, wunderbare Dialoge. Was will man mehr?
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WERTUNG:
9 von 10 Krankheiten, die man dem Ex-Mann zum Geburtstag wünscht.
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| Greta | 04.01.2006, 12:41 |
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Komödie / Musical: USA, 1996 Regie: Woody Allen Darsteller: W. Allen, Goldie Hawn, J. Roberts, Ed Norton, Drew Barrymore, Natalie Portman, Tim Roth
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STORY:
 Die Liebes- und Leidensgeschichten rund um eine Familie in New York City. Djuna, die Tochter, die ständig, aber dafür sehr kurzzeitig, den Kopf für einen Typen verliert, erzählt uns alles. Von ihrem Vater (Woody Allen), der die etwas neurotische Julia Roberts ganz geschickt verführt, den verzwickten Hochzeitsplänen ihrer Schwester (Drew Barrymore) mit dem lieben Edward Norton, dem Ärger einer demokratischen Familie mit dem erzkonservativen Sohnemann. All das und viel mehr, unterstützt von Liebesliedern aus den 30er und 40er Jahren.
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KRITIK:
I’m through with love, I’ll never love again..., vernehmen wir aus dem Mund von Edward Norton. Dieser Mann ist ein Phänomen. Ein Schauspieler, dem man den gestörten Selbstverprügler genauso abnimmt, wie den unglücklich verliebten Weichling. Und hier ist er eben gerade letzteres. Ein Mann, der sich in Drew Barrymore verliebt, hier aus gutem Hause, der Verlobungsring wurde gern angenommen, wenn er auch erst aus ihrem Mageninhalt herausgeholt werden musste. (Merken: Keine 8000 Dollar Gegenstände in Desserts verstecken!) Doch schnappt Tim Roth sie ihm weg, überwältigt die etwas weltfremde Drew mit seiner rauen Art.
Und Woody Allen lässt – so scheint’s – seine ganz privaten Träume wahr werden. Er schafft es doch glatt, dass sich Julia Roberts in ihn verliebt! Unglaublich, aber (filmisch) wahr.
Ja, und Musical! Es soll Leute geben, die das nicht mögen. Als Moulin Rouge alle möglichen Popsongs in den eigenen Plot und somit in einen neuen Kontext brachte, sprachen manche von Innovation. Doch Woody Allen hat das hier bereits mit Oldies vorgemacht. Und er lässt die Schauspieler auf ihre Weise singen: Was nicht immer perfekt ist und genau dadurch besticht. Weil es authentisch wirkt: Herkömmliche Menschen fangen durch den Zauber der Liebe zu singen und zu tanzen an... Klingt kitschig, ist es auch, aber genau das find ich gut.
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FAZIT:
Eine romantische Musicalkomödie mit absoluter Starbesetzung, guten und etwas hysterisch-tragischen Dialogen, wie man sie von Allen kennt und schätzt. Dabei durchaus kitschig, aber genau deshalb super-fantastisch!
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WERTUNG:
8 von 10 in Umlauf gebrachten Bekenntnissen beim Psychiater.
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HORROR: USA, 2005 Regie: Jeff Wadlow Darsteller: Julian Morris, Lindy Booth, Jon Bon Jovi
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STORY:
in einer kleinstadt geschieht ein mord, ein junges mädchen wird opfer eines unbekannten killers. um die sache ein wenig interessanter zu machen bauen 8 schüler eines high-school-internats die geschichte ein bisschen aus und einen serienkiller ein. blöd nur, dass der auf einmal wirklich auftaucht.
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KRITIK:
 die geschichte vom jungen der "wolf" schrie ist ja wohl jedermann bekannt und cry_wolf ist eine screamifizierte version des ganzen. 8 klischee-highschool-schüler (was mit netter selbstironie auch im film so dargestellt wird) erfinden die figur eines serienkillers namens "wolf", der für den mord an einem jungen mädchen aus der gegend verantwortlich sein soll. als sich der killer dann tatsächlich meldet (total hip und trendy über aol-instant messaging) und beginnt einen nach dem anderen aus der clique herauszupicken und ins jenseits zu befördern glaubt den schülern natürlich niemand, dass es diesmal kein scherz ist. cry_wolf bemüht sich sehr nicht vorhersehbar zu sein (was, im nachhinein gesehen, enorme probleme mit der schlüssigkeit einzelner szenen verursacht) und ist bis zu einem gewissen punkt auch recht geschickt dabei, hat am ende aber das problem, dass die scheinbar am weitesten hergeholte auflösung die einzig plausible und damit am wenigsten spannende ist. ein weiteres problem ist, dass der film für einen slasher-movie einfach viel zu unblutig ist. wenn schon horror, dann richtig und blutig... zum postiven: die schauspieler sind in ihre stereotypen rollen schön hineingecastet, das setting in der privat-highschool ist sehr glaubwürdig und (achtung spoiler!!!!) jon bon jovi stirbt. allein das ist es eigentlich schon fast wert den film anzusehen. ausserdem gibts doch einige sehr spannende momente und es ist auch schön anzusehen, wie die einzelnen puzzleteile dann am ende zusammenfallen. und den ganzen film rund um halloween anzusetzen ist schon so schlecht, dass es fast schon wieder gut ist.
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FAZIT:
im prinzip ganz ok, aber doch ein bisschen zu bemüht. und irgendwie aufgrund des versuches möglichst unvorhersehbar zu sein doch sehr vorhersehbar...
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WERTUNG:
6 von 10 toten im beichtstuhl
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ABENTEUER/ACTION/SPLATTER: I/USA, 1984 Regie: Ruggero Deodato Darsteller: Richard Lynch, Michael Berryman, Lisa Blount.
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STORY:
 Tief im Regenwald des Amazonas geht die Drogenmafia ihrem todbringenden Geschäften nach: Indios sind ihre Killer, die mit Konkurrenten und Polizisten kurzen Prozess machen. Ein amerikanisches Sensationsreporter-Team wittert profitable Bilder und macht sich auf in den Urwald. Spaß wird das aber keiner …
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KRITIK:
 Der wenig feinsinnige italienische Regisseur Ruggero Deodato ( Cannibal Holocaust) hat für diese unausgegorene Mischung aus Abenteuer-, Italo-Action und Horrorfilm immerhin eine ganze Menge C-Film-Prominenz vor der Kamera versammelt. Die wenigen „Highlights“ sind die Auftritte von Michael The Hills have Eyes Berryman, dem Mann mit der – naja – einprägsamen Pysiognomie, der hier ziemlich versiert mit Macheten und Messern um sich schlagen darf.
Doch abseits der einigermaßen heftigen Massaker (der Film ist uncut) passiert wenig Erwähnenswertes,
die „Schauspieler“ nerven gehörig, die „Story“ ist ein Fall für die Fast Forward-Taste.
Dennoch: Nicht allzu anspruchsvolle Splatter-Fans dürften auf ihre Kosten kommen,
Freunde von vorsätzlich schlechten Filmen auch (zumindest solange genug Bier zuhause ist).
Die DVD des österreichischen Labels MSN-Records kommt übrigens in einer edlen schwarzen Steelbox,
die einen hübschen Kontrast zum schmuddeligen Billig-Look des Films bildet.
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FAZIT:
Recht blutrünstiger Action-Splatter-Abenteuer-Mischmasch von Cannibal Holocaust-Macher Ruggero Deodato, uncut auf DVD.
For fans only.
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WERTUNG:
4 von 10 Blasrohren
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