Im Umfeld einer italienischen Universität fallen einige Kunstgeschichtsstudentinnen einem maskierten Serienmörder zum Opfer.
Die Studentin Danielle und drei ihrer Kommilitoninnen entschließen sich aus Sicherheitsgründen aufs Land hinaus zu fahren und beziehen für ein Wochenende das Landhaus von Danielles Onkel. Doch der unheimliche Mörder folgt den jungen Frauen und das Landhaus wird zur Todesfalle…
Im Stammbaum des Horrorfilmgenres gilt der italienische Giallo als großer Bruder des amerikanischen Slasherfilms und TORSO aus dem Jahr 5 vor HALLOWEEN
unterstreicht die verwandtschaftliche Bande recht deutlich.
So bedient sich der Plot mit seinen Morden in Studentenkreisen eben jener Zutaten,
die auch so manch Fastfood–Slasher aus den US of A schmackhaft machen.
Allerdings ist der große Bruder aus Europa etwas eleganter.
Das bezieht sich jetzt weniger auf das Sterben, das genauso dreckig von statten geht
und mitunter von einer kurzen (tricktechnisch allerdings eher bescheidenen) Splattereinlage begleitet wird,
sondern mehr auf den formalen Rahmen.
Der hält Dinge wie eine spannende Kameraführung, Atmosphäre, einen starken Score,
viel ansehnliche nackte Haut und einen (O–Ton US–Trailer) "psycho-sexual killer" bereit.
Denn TORSO ist trotz der Slasherelemente ein waschechter Giallo.
Und da gehören Eigenschaften wie die oben erwähnten eben zum guten Ton.
Der Killer besitzt unheimliche Präsenz und seine Identität bleibt bis zum Schluss im Dunkeln.
Die Mordtaten sind gelungen arrangiert.
Und im letzten Akt im Landhaus mündet der Streifen in ein hochspannendes "Killer-in-the-House"–Szenario,
welches das Sahnehäubchen auf diesen 90 Minuten feiner Schlitzerfilmunterhaltung darstellt.






