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Ainoa

Ainoa

SCIENCE-FICTION: A, 2005
Regie: Marco Kalantari
Darsteller: Gabriela Benesch, Maria Bill, Verena Buratti, Simon Licht

STORY:

Der Wissenschaftler Dr. Kerensky erschafft 2014 einen weiblichen Androiden, Ainoa, welcher die einzigartige Fähigkeit hat, die Vergangenheit zu beeinflussen. Ainoa löst so einen Atomkrieg aus. Drei Generationen später will eine Widerstandsgruppe, zu welcher Kerenskys Enkel Yuri gehört, Ainoa umprogrammieren und so den Krieg rückgängig machen. Ainoa wird aber von der Regierung, welche vom Krieg profitiert hat, gefangen gehalten. Die Befreiungsaktion gelingt, aber nur Yuri und Ainoa überleben. Können sie nun die Welt retten?

KRITIK:

Die Vergangenheit beeinflussen? Da denkt man doch sofort an Zurück in die Zukunft. In der Tat finden sich im Film viele Elemente aus anderen Filmen, die aber nicht bewusst referenziert oder parodiert werden, daher einerseits unstimmig wirken, andererseits eher unerwünschte Assoziationen wecken. Außerdem muss ein mit diesem Thema spielender Film den Zuschauer von den sich daraus ergebenden logischen Unmöglichkeiten ablenken - Ainoa hat dies leider nicht geschafft. Der Handlungsverlauf wirkt etwas zu zerfranst, zu schleppend und kann keinen richtigen Spannungsbogen aufbauen.

Auch bewahrt der Film ständig eine Distanz - im Androiden Ainoa werden mehr Gefühle wach als beim Zuschauer. Schade, denn die inhaltliche Vorgabe ist durchaus kreativ und gelungen.

Also ein totaler Flop? Nein, denn man kann Ainoa durchaus als gelungenes Kunstwerk betrachten, mit dem man sich nicht unbedingt identifizieren muss, sich aber doch daran erfreuen kann. Alleine die bildliche, oft spartanisch und kühl wirkende Inszenierung ist sehenswert. Eine Schwäche bei der Handlung, nämlich eine gewisse Zähigkeit, wird dann zur Stärke, wenn sich der Film Zeit nimmt und nicht wie viele krampfhaft aufs Tempo drückt.

Zuletzt sollte uns klar sein, dass es sich hier um eine heimische Produktion handelt, welche einerseits vom Genre her atypisch für den österreichischen Film ist, andererseits aber schon vom Aufwand her nicht mit dem US-Mainstream verglichen werden kann.

Ainoa Bild 1Cool: Schwarzer Regenmantel unter Ventilator
Ainoa Bild 2Cooler: Ninja-Kostüm im Hochgebirge
Ainoa Bild 3Am Coolsten: T-Shirt in der Eishöhle
FAZIT:

Wem schöne Bilder wichtiger sind als die Handlung, dem sei dieser heimische Film empfohlen. Wer einen anspruchsvollen Inhalt oder einen anspruchslosen Actionfilm erwartet, soll die Schönheiten der österreichischen Natur lieber per pedes erkunden.

WERTUNG: 6 von 10 Eiszapfen
Dein Kommentar >>
HomeMovieCorner | 13.12.2010 16:23
Ob der Film jemals auf DVD erscheinen wird?
>> antworten
Ralph | 04.02.2008 03:29
Das Problem an diesem Film war einfach dass er mit null Budget gefertigt wurde. Die erste Szene war gut, die letzte Szene war gut. Dazwischen gab es Landschaftsaufnahmen, weil die kosten nämlich nichts.

Trotzdem fand ich ihn auch relativ gut gelungen, sehr ambitioniert und voller interessanter Ideen, daher Hut ab....
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namecaps1 | 09.05.2007 16:03
Ich finde, dass diese Kritik den Film sehr fair behandelt. Ich bin mit einem Mitglied des Teams der ersten Stunde zusammen. Mehr Hintergrundinfos zum Film gibts von mir auf ofdb und IMDB.
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