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Geständnisse / Confessions of a Dangerous Mind

Geständnisse / Confessions of a Dangerous Mind

OT: confessions of a dangerous mind
Thriller: USA 2002, 2002
Regie: George Clooney
Darsteller: Sam Rockwell, Drew Barrymore, George Clooney, Julia Roberts, Rutger Hauer, Brad Pitt, Matt Damon

STORY:

Eine (angeblich) wahre Geschichte: Chuck Barris ist tagsüber erfolgreicher Fernsehproduzent und nachts CIA-Agent, der 31 Menschenleben am Gewissen hat. Ein derartig aufregendes Doppelleben kann auf Dauer nicht gut gehen...

KRITIK:


Geständnisse / Confessions of a Dangerous Mind Wer kennt nicht "Herzblatt", diese grauenhafte Dating-Show, in der jenseitige Typen, die aussehen wie Schilehrer, versuchen, mit peinlichen Anzüglichkeiten eine viel zu stark geschminkte Frau zu beeindrucken? Oder "Starmania", eine Art Musikantenstadel für Ö3-Hörer?

Weniger bekannt ist die Tatsache, dass diese ach so modernen Showformate bereits in den Sechziger Jahren erfunden wurden:
Von einem gewissen Chuck Barris, dem George Clooney hier mit seinem Regie-Debut ein filmisches Denkmal setzt. Ob dieser Fernsehproduzent tatsächlich nebenberuflich für den CIA getötet hat, wird im Film nicht beantwortet. Das ist aber auch schon egal:
Derartig hirntote Fernsehshows zu erfinden halte ich auch nicht unbedingt für ein Kavaliersdelikt.

"Confessions of a dangerous mind" beginnt als amüsante Mediensatire, die sich allmählich in einen Agententhriller, und schlussendlich in eine düstere Paranoia-Fallstudie Marke Fight Club verwandelt. Auch wenn dessen beklemmende Intensität nicht erreicht wird: Der Film ist elegant und enorm stilsicher inszeniert, die Darsteller-Riege (Sam Rockwell, Drew Barrymore, George Clooney, Julia Roberts, Rutger Hauer) kann sich sehen lassen, und allein dieser köstliche Schmäh mit der Herzblatt-Show ist die Anschaffung der DVD wert:

Da entscheidet sich die Kandidatin doch tatsächlich für einen hässlichen Dicken, und lässt die Herrn Brad Pitt und Matt Damon mit enttäuschten Gesichtern zurück. Wen wundert's? Das Drehbuch stammt nämlich vom großartigen Charlie Kaufman ("Being John Malkovich").

FAZIT:

Spannende, enorm unterhaltsame Genre-Mixtur. Medien-Satire, Paranoia-Thriller und Action-Reißer in einem.

WERTUNG: 8 von 10 Schüssen auf die Volksverblödungs-Glotze
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Ralph | 10.05.2010 18:30
Also ich weiß nicht, ich fand den eher schwach. Stilsicher inszeniert ja, aber ansonsten zäh und nicht besonders tiefgreifend. Unterhaltsam schon gar nicht. Ich glaube der Rockwell war eine Fehlbesetzung, der konnte mich so gar nicht fesseln in diesem Film. Meine Meinung.
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