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A Lonely Place to Die

A Lonely Place to Die

MANHUNT: GB, 2011
Regie: Julian Gilbey
Darsteller: Melissa George, Ed Speleers, Sean Harris, Kate Macgowan

STORY:

Eine Gruppe Bergsteiger findet irgendwo in den gottverlassensten Gebieten der schottischen Highlands ein kleines Mädchen, das man in eine Kiste gesperrt und im Erdboden vergraben hat. Sie befreien das verstörte Kind und wollen es so schnell wie möglich zur Polizei bringen. Doch das nächste Dorf liegt viele Meilen entfernt und die erbarmungslosen Entführer des Mädchens haben sich längst an die Fersen der Bergsteiger geheftet ...

KRITIK:

Der Berg ruft und das europäische Terrorkino folgt immer öfter. Es ist noch gar nicht so lange her, als uns die Franzosen mit HIGH LANE ins kroatische Hochgebirge schickte, wo uns schließlich alpiner Backwood Horror erwartet hat. Nun führt uns der britische Regisseur Julian Gilbey in die schottischen Highlands.

Die entpuppen sich für Melissa (30 DAYS OF NIGHT, TRIANGLE) George und ihre Bergsteigerkameraden schnell als der Titel gebende LONELY PLACE TO DIE, nachdem sie ein in einer Kiste gefangenes Kind befreit und sogleich deren mit Präzisionsgewehren bewaffneten Entführer an den Hacken haben.

Was folgt ist eine erbarmungslose Menschenjagd. BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE - nicht (nur) im reißenden Wildbach, sondern auch an steil abfallenden Felsenwänden und in den tiefen Wäldern der schottischen Highlands. Selbst der eher verharmlosende Trailer gibt kaum Aufschluss darüber, wie atemberaubend diese Treibjagd tatsächlich wird. Regisseur und Drehbuchautor Gilbey springt nämlich relativ gnadenlos mit seinen (im Übrigen angenehm erwachsenen) Figuren um.

Freilich: Ganz die Klasse des zuvor erwähnten Manhunt-Klassiker mit Burt Reynolds erreicht A LONELY PLACE TO DIE dann doch nicht. Und auch artverwandte Brecher wie OPEN SEASON oder SOUTHERN COMFORT dürften bleibendere Eindrücke beim Zuschauer hinterlassen als der hier vorliegende brandneue Manhunt-/Action-/Terrorflick aus Großbritannien.

Und trotzdem: Auch A LONELY PLACE TO DIE macht keine Gefangenen, ist spannend, kompromißlos und vor allem gut genug, dass ihr ihn tunlichst nicht verpassen solltet; sofern ihr auch nur ein kleines bißchen Sympathie für Filme hegt, in denen eine isolierte Gruppe von erbarmungslosen Häschern durch die Wildnis gehetzt wird.

Egal ob die Kamera in der Adlerperspektive die an den Steilhängen hängenden Personen umkreist, ganz nah und eindringlich einen Todessturz begleitet oder sie einen anderen gehetzten Bergsteiger durchs Visier eines Scharfschützen aufs Korn nimmt; A LONELY PLACE TO DIE ist ein kleiner Film mit groß inszenierten Spannungs- und Actionmomenten. Der darüber hinaus nicht mit Twists, Leichen und Brutalitäten spart und auf den Punkt inszeniert wurde.

A Lonely Place to Die Bild 1
A Lonely Place to Die Bild 2
A Lonely Place to Die Bild 3
A Lonely Place to Die Bild 4
A Lonely Place to Die Bild 5
FAZIT:

Keine Frage. Im Manhunt-Metier war der vom großen Walter Hill kredenzte SOUTHERN COMFORT noch intensiver und dreckiger, BEIM STERBEN IST JEDER DER ERSTE sicherlich essentieller - doch Freunde der Wildnis und Menschenjagden: Lasst euch bloß nicht diese unscheinbare DVD mit dem aussagekräftigen Titel A LONELY PLACE TO DIE entgehen! Auch wenn man es nach dem Trailer nicht unbedingt erwarten würde; hier gibt es verdammt viel Blut, Blei und Adrenalin fürs Geld. Und da habe ich noch nicht einmal die waghalsigen Stunts an den felsigen Steilwänden erwähnt. Erbarmungslose Häscher. Lebensgefährliches Terrain. Terrorgeladene 95 Minuten. Das sind eigentlich fast schon 8 anstatt "nur"

 

WERTUNG: 7 von 10 Zielvorrichtungen
TEXT © Christian Ade
Dein Kommentar >>
DavinFelth | 11.03.2012 19:50
ich kenne zwar weder Southern Comfort noch Open Season (werde ich schleunigst nachholen) jedoch fand ich diesen Film extrem kurzweilig, zwar kein Horror wie ich erwartet hatte, jedoch absolut empfehlenswert. kann mich den 7/10 Abstürzen nur anschließen :)
Harald | 11.03.2012 21:42
Southern Comfort ist wirklich verflucht gut, und die deutsche DVD mit
dem Verleihtitel "Die letzen Amerikaner" auch qualitativ sehr ok.
Die deutsche DVD von Open Season hingegen ist
bildqualitätstechnisch eine Katastrophe.
DavinFelth | 12.03.2012 23:37
ah ok dann muss ich mich doch korrigieren, unter dem deutschen Titel hab ich ihn doch gesehen allerdings wahrscheinlich in einer geschnittenen Fassung im TV vor über 10 Jahren. Der hatte was! :)
(würde ich jetzt aber nicht zwangsläufig mit "A Lonely PLace to die" vergleichen)
Chris | 13.03.2012 05:35
Der Ansatz und der Gehalt von SOUTHERN COMFORT ist sicherlich
ein anderer wie bei A LONELY PLACE TO DIE und doch sind sie für
mich persönlich insofern vergleichbar als dass sie alle in der "Graf
Zaroff"-Ecke meiner Sammlung zu finden sind. Isolierte Gruppe
oder einzelne Personen werden in der Pampas von Bewaffneten
gejagt. : )
>> antworten
toxic | 07.03.2012 19:15
Echt solide und unterhaltsam. Nichts was man im Regal Haben muss aber zum ausleihen geeignet.
7 von 10 Luftrohre
>> antworten
Anon | 25.02.2012 11:30
Gut inszeniert, aber der dünne billige Inhalt ist nur mit einem entsprechenden Geschmack zu genießen.
Mit richtig guten Filmen wie Southern Comfort z.B. nicht zu vergleichen. 4/10
>> antworten


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