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Apocalypse Of The Living Dead

Apocalypse Of The Living Dead

OT: Zone of the Dead
ZOMBIE: Serbien, 2009
Regie: Milan Konjevic, Milan Todorovic
Darsteller: Ken Foree, Kristina Klebe, Emilio Roso, Mondrag Krstovic, Vukota Brajovic

STORY:

Schüsse fallen, ein giftig-grünes Gas tritt aus und ehe die serbische Polizei noch "Stop ili cemo pucaati!" rufen kann, wird aus einem routinemäßigen Gefangenentransport ein Todeskampf mit Zombiescharen ...

KRITIK:

Irgendwie habe ich gerade Hunger auf Serbisches Reisfleisch. Nicht weil Kino aus Südosteuropa den Appetit anregt. Nein, sondern weil es sich bei Milan Konjevic & Milan Todorovic um so eine Art regieführende Köche handeln könnte. Ob ihr Rezept für serbische Zombie-Action auch zur Esskultur beitragen kann, muss bezweifelt werden. Aber zur Zubereitung:

Man nehme 5 Stücke gut abgehangene Darsteller - Ken Foree (kein Unbekannter) als "Der depressive Agent", Kristine Klebe (immerhin in HALLOWEEN) als "Die junge Agentin", Emilio Roso ("His exotic good looks, athltic ability, and fluency in spanish, hebrew, arabic, and english make him a perfect cast for a wide Variety of roles.") als "Der mysteriöse Gefangene", Miodrag Krstovic (ein südosteuropäischer Serienheld) als "Der besonnene Agent" und Vukota Brajovic (???) als "Der Zombieschlächter im Namen Gottes". Dann das Fleisch in blöden Dialogen und unmotivierten Handlungen scharf anbraten. Jetzt herunterschalten und fade Plattitüden mitdünsten.

Reichlich gutgeschminkte Zombies und einige feine Einstellungen zufügen. Mit unendlich sinnlosen Szenen, willkürlicher Wackelästhetik und unspektakulärer Action würzen. Nun in einer mageren, fahlen Geschichte garen.

Die Zombies zum Trocknen in die Sonne legen, Schauspieler sinnlos in der Gegend herum rennen lassen, noch mehr Wackelkamera zufügen. Spannung und Action von der Dramaturgie häuten und diese dann in kleine Würfel hacken. Einen zombiemordenden, Jesus zitierenden "Boten der Apokalypse" hinzugeben. Jetzt alles nochmals gut mit altbackenen Genrekonventionen durchmischen.

Ca. 95 Minuten weitergaren, bis der letzte Rest Aufmerksamkeit verdunstet ist. Jetzt noch mit einem Schillerzitat und einem saublöden Ende abschmecken. Keinesfalls auf den Bezug zu einem einschlägig bekannten Atomumfall vergessen, diesen mit unbegründeten Handlungssträngen politisieren. Dann, wenigstens noch, mit ein wenig Gore bestreuen.

Wenn ich es mir recht überlege, ist mir eigentlich der Appetit vergangen. Immerhin hat mir Judith durch ihr reales Rezept das Nachvollziehen dieses doch sehr bescheidenen Gerichtes ermöglicht. Dadurch ist mir auch das Schreiben einer Kritik wesentlich leichter gefallen. So werde ich also, zur Feier des Tages, dann doch zum Reisfleisch greifen.

Apocalypse Of The Living Dead Bild 1
Apocalypse Of The Living Dead Bild 2
Apocalypse Of The Living Dead Bild 3
Apocalypse Of The Living Dead Bild 4
Apocalypse Of The Living Dead Bild 5
FAZIT:

Fahler Genre-Eintopf, mit qualitativ eher minderwertigen Zutaten. Abgelaufene Story, faule Dramaturgie, angeditschte Schauspieler. Wenig Würze durch einige ordentliche Einstellungen und schöne Maske. Alles in allem eher ungenießbar.

WERTUNG: 3 von 10 Dosen "Serbisches Reisfleisch"
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