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Arthur Malediction

Arthur Malediction

HORROR: F, 2022
Regie: Barthélémy Grossmann
Darsteller: Mathieu Berger, Thalia Besson, Lola Andreoni, Yann Mendy, Jade Pedri

STORY:

Alex ist seit seiner Kindheit ein Fan der Filme Arthur und die Minimoys. An seinem Geburtstag überraschen ihn seine besten Freunde mit einer Reise zu dem verlassenen Haus, in dem der Film gedreht wurde. Keiner von ihnen ahnt zu diesem Zeitpunkt, dass sie auf eine tödliche Falle zusteuern. Was einst ein Kindheitstraum war, verwandelt sich bald in einen wahren Albtraum...

KRITIK:

Auf den ersten Blick kann man die Prämisse von Arthur Malediction fast nur für einen schlechten Scherz halten, immerhin schickt sich der Film an, ein Horror-Spin-Off zu den Arthur und die Minimoys-Filmen zu sein - ja richtig gelesen, aus den lieblichen Fantasy-Kinderfilmen von Luc Besson macht Regisseur Barthélémy Grossmann nun also einen Horror-Streifen gespickt mit jeder Menge Meta-Elementen.

Ein derartig krasser Genre-Wechsel bietet natürlich auf der einen Seite jede Menge Fallstricke aber auf der anderen Seite auch viel kreatives Potenzial und inszenatorische Möglichkeiten, um sich als Regisseur voll auszutoben. Bedauerlicherweise verheddert sich Regisseur Grossmann eher in den Fallstricken und liefert einen recht spannungsarmen Horrorfilm, der sich nur durch die cleveren und für Fans der Minimoys-Filme amüsanten Meta-Elementen und Referenzen an die Film-Trilogie von den zahlreichen 08/15 Horror-Streifen von der Stange abhebt.

Bevor der Horror losgeht, nimmt sich der Film erstaunlich viel Zeit für die Exposition und Einführung der Charaktere, von denen allerdings alle - abgesehen vom Protagonisten Arthur - sehr blass bleiben und dem geneigten Zuseher mehr oder weniger egal sind. Die bemühten Jungdarsteller:innen können dieser schwachen Figurenzeichnung leider auch nicht allzu viel entgegensetzen. Wenn die Figuren dann endlich beim berüchtigten Filmhaus eintreffen und dies eingehend erkunden, dürften Fanherzen der Filmreihe höherschlagen, finden sich doch Referenzen und Easter-Eggs an die drei Filme an allen Ecken und Enden. Diese Elemente gehen allerdings nie wirklich über reinen Fan-Service hinaus und dürften Nichtkenner der Minimoys-Filme nur bedingt abholen.

So clever der Film zeitweise mit der Meta-Ebene spielt, so uninspiriert sind die Horror-Aspekte geraten, welche sehr klischeebehaftet ausgefallen sind und nur den klassischem Slasher-Abzählreim bedienen, wodurch das Aufkommen jeglicher Spannung letztendlich im Keim erstickt wird. Erst im Finale dreht der Film etwas mehr auf und kredenzt dem Zuseher einen schönen Over-the-top Showdown, in dem sich sogar augenscheinlich noch ein wichtiger Charakter der Minimoys Filme die Ehre erweist. Ob einen dann die finale Auflösung der Geschehnisse überzeugt, muss dabei wohl jeder Zuseher für sich selber entscheiden. So erweist sich Arthur Malediction unterm Strich als einer jener Fälle, in denen eine grundsätzlich spannende Idee an der uninspirierten Umsetzung scheitert.

Arthur Malediction Bild 1
Arthur Malediction Bild 2
Arthur Malediction Bild 3
FAZIT:

Gelungener Fan-Service und clevere Meta-Elemente treffen auf uninspirierte Horrorkost: Arthur Malediction lässt leider viel Potenzial liegen und dürfte wohl nur Hardcore-Fans der Arthur und die Minimoys-Filme wirklich zufriedenstellen. Alle anderen müssen sich auf einen recht durchschnittlichen Horror-Streifen einstellen.

WERTUNG: 6/10
Gastreview von Niklas Klocker
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