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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE

Biker Boyz

ACTION: USA, 2003
Regie:Reggie Rock Bythewood
Darsteller: Laurence Fishburne, Derek Luke, Orlando Jones, Kid Rock

Um zum Kultfilm zu avancieren und eine große Fanbase aufzubauen, muss ein Film nicht zwangsläufig gut sein. Im Jahr 2002 setzte Reggie Rock Bythewood den Film Biker Boyz mit Laurence Fishburne in einer der Hauptrollen um. Trotz eines hektischen Wechsels unterschiedlicher cineastischer Stilrichtungen und einem Plot, der ungefähr mit derselben Finesse wie Manta Manta aufwartet, begeisterte der Streifen eine ganze Generation von Motorradfahrern. Was hat dieser Genrefilm also zu bieten?

Motorrad-Action und klassisches Drama

Die Handlung dreht sich um einen jungen Underdog namens Kid (Derek Luke), dessen Vater der Chefmechaniker der Motorradgang Black Knights und ihres unangefochtenen Streetrace-Champions Smoke (Laurence Fishburne) ist. Eines Tages kommt es bei einem Straßenrennen zu einem schweren Unfall, bei dem Kids Vater und ein Streetbiker ihr Leben lassen. Nach einer halbjährigen Trauerphase besucht Kid schließlich wieder eines der Straßenrennen, mischt sich in selbiges ein, wird von Smoke der Gang verwiesen und gründet mit zwei Freunden kurzerhand die Biker Boyz. Die Folge sind actiongeladene Motorradrennen und gelegentliches zwischenmenschliches Drama.

Biker Boys

Für eine nicht geringe Anzahl Motorradfans auf der ganzen Welt schien Biker Boyz eine Offenbarung zu sein. Die gelb-schwarze Biker-Boyz-Jacke war bald überall ausverkauft und die im Film vorkommenden Maschinen – allen voran die Suzuki GSX 1300R Hayabusa, die Suzuki GSX-R1000 und die Kawasaki Ninja ZX-12R – wurden zu den Objekten der Begierde. So manch ein Zweiradenthusiast motzte auch einfach den eigenen, ungleich schwächer motorisierten Ofen auf, sodass er den Maschinen aus Biker Boyz zumindest ähnlich sah. Mit einer neuen Lackierung und Racing-Reifen wie dem Bridgestone BATTLAX RACING R10 von Tirendo schindete man an jeder Ampel Eindruck. Der Film selbst verfolgt eine ähnliche Strategie und umgarnt den Zuschauer mit optisch aufwendigen Actionsequenzen und schönen Bildern. Die Substanz ist allerdings eher dürftig.

Biker Boyz basiert auf einem Artikel der Los Angeles New Times über Motorradclubs, die (von den nicht eingeweihten Normalbürgern unbemerkt) im Rahmen illegaler Straßenrennen gegeneinander antreten. Nur einige Monate zuvor geriet Rob Cohens „The Fast and the Furious“ mit einer deckungsgleichen Prämisse zu einem ungeahnten Überraschungserfolg. Biker Boys ist ein reiner Actioner, der Motorradfans sicherlich kurzweilige Unterhaltung bietet. Bei den Kritikern fiel er jedoch durch. Roger Ebert schrieb damals eine Kritik, in der er den Machern vorwarf, das Projekt mit einer gute Idee, jedoch keinerlei Methode umgesetzt zu haben. Das ist schade, weil man aus dem Thema sicher noch ein wenig mehr hätte herauskitzeln können.


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