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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Bird Box

Bird Box

ENDZEITHORROR: USA, 2018
Regie: Susanne Bier
Darsteller: Sandra Bullock, John Malkovich, Trevante Rhodes, Sarah Paulson, BD Wong

STORY:

Die hochschwangere Künstlerin Malorie steht kurz vor der Entbindung, als plötzlich eine unerklärliche Suizidwelle über die Menschheit hereinbricht. Personen schmeißen sich vor Autos, zünden sich selbst an oder erschießen sich. Woher die Gefahr kommt, weiß niemand, aber schnell finden die Menschen heraus, dass sie sich zumindest draußen mit Augenbinden schützen können, sprich Blickkontakt vermeiden sollen. In abgedunkelten Häusern ist man augenscheinlich sicher, das Böse bleibt draußen. Es bringt aber noch eine neue Gefahr mit sich. Geistig verwirrte oder gestörte Personen scheinen immun dagegen zu sein bzw. werden gewalttätiger und gefährlicher. Einige Personen verschanzen sich in einem Haus, um zu überleben. In einer parallelen Handlung fünf Jahre später kämpft sich Malorie mit ihren beiden Kindern einen reißenden Fluß hinunter, um eine vermeintliche Zufluchtsstation zu erreichen.

KRITIK:

Der Cast ist ganz nett besetzt. Neben dem deutsch-amerikanischen Hollywood-Superstar Sandra Bullock spielen John Malkovich, zu dem ich auch nicht viel sagen brauche, Trevante Rhodes (PREDATOR: UPGRADE), Sarah Paulson (AMERICAN HORROR STORY) und BD Wong (JURASSIC WORLD, MR. ROBOT), wobei man sagen muss, dass einige davon nicht wirklich viel Screentime haben. Susanne Bier, Dänin und nicht Deutsche wie der Name vermuten lässt, gewann schon einen Oscar für IN EINER BESSEREN WELT als bester femdsprachiger Film.

Um kaum einen anderen Film auf Netflix wurde so ein Aufsehen gemacht. Der meist gestreamte Film auf Netflix in den ersten sieben Tagen, ganze 45 Millionen Aufrufe. Aber lohnt sich der Film wirklich oder ist das alles heiße Luft? Zugegeben, das Grundsetting ist nicht ganz neu, schon in THE HAPPENING fingen Leute an sich plötzlich spontan umzubringen. Desweiteren wird der Film öfters mit A QUIET PLACE verglichen, der zwar auf einer anderen Ausgangslage basiert, nämlich keine Geräusche zu machen, in BIRD BOX dagegen muss man seine Augen verdeckt halten, trotzdem kann man durchaus Analogien ziehen, sei es die Geschichte um die Kinder, die negative und sehr ruhige Grundstimmung des Filmes oder aber das Mysteryelement in Form von sehr sparsamen Informationen über die Gefahr, wobei BIRD BOX der deutlich minimalistischere Film ist.

Ich behaupte mal wem der eine Film gefallen hat, dem wird auch der andere gefallen. Auch Stephen Kings DER NEBEL von 2007 schlägt in die gleiche Kerbe. Vieles im Film bleibt offen, gerade das macht wohl auch so die Faszination aus. Man muss es mögen. Bird Box ist ein ruhiger Film, einer bei dem man fast automatisch das Smartphone zur Seite legt (sowieso ein Unding), er ist spannend und atmosphärisch. Die Actionszenen halten sich in Grenzen, der Film lebt davon, dass das Grauen ständig präsent ist und an jeder Ecke lauert. Ein falscher Blick und das wars. Der einzige Hinweis auf die Bedrohung sind Vögel, die verrückt spielen, sobald sich etwas tut. Man sollte aber nicht zuviel Aufklärung erwarten, der Film überlasst das meiste der Phantasie seiner Zuschauer.

Bird Box Bild 1
Bird Box Bild 2
Bird Box Bild 3
Bird Box Bild 4
FAZIT:

Wenn man Netflix abonniert und einen die Genres Endzeit und/oder Horror reizen, dann sollte man ihn sich schon ansehen. Definitiv einer der besseren Vertreter seiner Art. Sich deshalb Netflix zuzulegen, halte ich aber für übertrieben.

WERTUNG: 8 von 10 Rascheln im Wald
Gastreview von Dominik Schreiter
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