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Bohachi Bushido: Code of the forgotten eight

Bohachi Bushido: Code of the forgotten eight

OT: Porno Jidaigeki: Bô hachi Bushidô
SWORDSPLAY/SEXPLOITATION: J, 1973
Regie: Teruo Ishii
Darsteller: Tetsuru Tanba, Yuriko Mishini, Tatsurô Endô

STORY:

Ein herrenloser Samurai verdingt sich als Schwertsmann bei den Bohachi. Dies ist eine Organisation von Zuhältern und Prostituierten, die allen moralischen Grundsätzen abgeschworen haben und gerade dabei sind mit Rücksichtslosigkeit und brutaler Gewalt im alten Edo zu expandieren…

KRITIK:

Die Grundlage für diesen Film aus dem Hause Toei ist einmal mehr ein Manga aus dem Fundus von Kazuo Koike und Gôseki Kojima. Und wenn man diese beiden Namen hört, ist ein Meisterwerk in der Nähe.

Es waren nämlich diese beiden Herren, die solch grandiosen Comics wie LONE WOLF & CUB (Ihr wisst schon der Auftragskiller mit dem kleinen Sohn im bewaffneten Kinderwagen), HANZO THE RAZOR (genau, das war der Konstabler, der sein Glied seltsamen Behandlungen unterzieht, um es für die Damenwelt zu stählen) und LADY SNOWBLOOD (wurde zu Tarantinos Muse für KILL BILL) geschaffen haben und welche dann von der ehrwürdigen Firma Toei kongeniale Verfilmungen erfuhren.

Und auch BOHACHI BUSHIDO beherbergt sowohl in gemalten als auch in bewegten Bildern ganz großes Kultpotential. Allerdings muss man - um dies neidlos anerkennen zu kennen - eine gewisse Lockerheit angesichts einer fragwürdigen Thematik mitbringen und Sleaze abhaben können.

Und letzteren am besten in Massen. Was Teruo Ishii in nur 81 Minuten an nackten Tatsachen, Bondage, Vergewaltigungen, Lesbenspielchen und Sex- und Opiumorgien auf den Bildschirm bringt, verdient sogar im nicht gerade prüden Sexploitationgenre besondere Erwähnung. Ein Overkill an richtig knackigen Asiatinnen, Nippelgroßaufnahmen und Freudenhausaction erwartet den Zuschauer hier, aber das ist nur die eine Seite der Medaille.

Die andere ist Chambara nach bester Toei-Art und das garantiert grandios choreographierte Kämpfe, Blutfontänen und verlustig gehende Gliedmaßen im Schneegestöber, nihilistische Helden und viele, viele unvergessliche Szenen.

Wir haben also scharfe Klingen und scharfe Frauen. Und gratis dazu bekommen wir einen Tetsuro Tanba, der seinen Antiheldenpart mit derselben tödlichen Coolness spielt wie Tomisaburô Wakayama seinen Itto Ogami in LONE WOLF & CUB.

Und somit solltet auch ihr eure moralischen Grundsätze für 81 Minuten vergessen und euch diesen unglaublichen Sex- und Blutrausch nicht entgehen lassen...

Bohachi Bushido: Code of the forgotten eight Bild 1
Bohachi Bushido: Code of the forgotten eight Bild 2
Bohachi Bushido: Code of the forgotten eight Bild 3
Bohachi Bushido: Code of the forgotten eight Bild 4
FAZIT:

Teruo Ishii ist mit BOHACHI BUSHIDO gelungen, Bildgewalt und Sleaze zu einem kultverdächtigen Hybriden aus Swordsplay und Sexploitation zu einen - und das Ergebnis muss sich vor den anderen großen Toei-Meisterwerken aus den Siebzigern nicht verstecken.

WERTUNG: 8 von 10 Syphilis-kranken Nymphomaninnen in Kellerverliesen
TEXT © Christian Ade
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Dein Kommentar >>
Johannes | 28.12.2008 20:57
*hehe* Rasiermesser-Hanzo kann sich in der Tat auch sehen lassen, wobei ich den einsamen Wolf spritziger finde.
Es ist das hier eig. der einzige Teil aus der "Gequälte Frauen"-Reihe den du begutachtet hast?
Chris | 30.12.2008 17:51
@ Johannes
Ist bisher der einzige. Hab auch erst beim Verlinken mit den Datenbanken gesehen, dass der Teil einer (inhaltlich wohl nicht zusammenhängenden) Serie ist. : )
Aber über Lone Wolf & Cub geht wirklich nix. Da bin ich vollkommen deiner Meinung.
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