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Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht

OT: Twilight Saga: Breaking Dawn
TEENIEHORROR: USA, 2011
Regie: Bill Condon
Darsteller: Kristen Stewart, Robert Pattinson, Taylor Lautner, Dakota Fanning

STORY:

Es wird geheiratet! Es gibt Sex! Es gibt Komplikationen ...

KRITIK:

Auch diesmal kein Mutbierchen. Man hat's ja nicht mehr nötig, nach all den liebevollen - ähm - Seitenhieben seitens der werten Kollegenschaft. Es gilt nur noch, den mitleidigen Blick der Kinokassenkraft freundlich wegzulächeln. Offenbar noch nie einen Filmkritiker bei der Erfüllung der unangenehmen Rezensentenpflicht gesehen, die junge Dame.

Ja, it's a dirty job, aber irgendjemand muss ihn ja tun. Hinein also in den kuschelig dunklen Bauch des Kinosaals. Bei der Sitzplatzwahl auf ausreichend Sicherheitsabstand zu aufgekratzt kichernden Mädchengruppen achten. Film ab. BREAKING DAWN beginnt. Mit einer schwülstigen Hochzeitsszene wie aus einem Teenagermädchen-Feuchttraum. Es folgen: Flitterwochen, Sex und Schachspiel on the Beach, ein devastiertes Schlafzimmer und Bauchschmerzen. Und daran war nicht das brasilianische Essen schuld ...

Für BREAKING DAWN gilt das selbe wie für die drei Vorgängerfilme: Nichts wäre einfacher, als über die Reihe herzufallen und halblustige Verrisse in die Welt hinauszuposaunen, die sich wahlweise an der Groschenhaftigkeit der Geschichte oder den ideologischen Auffälligkeiten der stramm konservativen Autorin Stephenie Meyer aufhängen.

Ja, lacht mich nur aus, aber ich bleibe dabei: Was die TWILIGHT-Serie allen Unkenrufen und Anfeindungen zum Trotz auszeichnet, ist eine gewisse Aufrichtigkeit im Umgang mit juvenilen Gefühlen und Gefühlswirrungen. Der vierte Teil des Franchise traut sich hier - im Rahmen seiner Möglichkeiten, wohlgemerkt - deutlich mehr als die Vorgängerfilme.

Zum ersten Mal konnte ich auch dem nervenden Werwolf-Nebenbuhler Jacob seine Emotionen abnehmen. Und was mit Bella passiert - ich versuche Spoiler zu vermeiden, also bitte dranbleiben - sieht definitiv nicht schön aus. Es gibt Tränen, Blut, viel Blut und Tragödien, die das Adjektiv existentiell durchaus verdienen.

Dass die Serie schauspielerisch, musikalisch und inszenatorisch Qualitätsarbeit bietet, sollte sich ebenfalls herumgesprochen haben. Nach Catherine THIRTEEN Hardwicke, Chris AMERICAN PIE Weitz und David HARD CANDY Slane wurde Bill GODS AND MONSTERS Condon verpflichtet. Unter seiner Regie wurde BREAKING DAWN zum möglicherweise kunstvollsten und mit ziemlicher Sicherheit gelungensten Teil der Serie.

Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Bild 1
Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Bild 2
Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Bild 3
Breaking Dawn - Bis(s) zum Ende der Nacht Bild 4
FAZIT:

Jahrhunderte hat er gewartet. Nun ist sie gekommen. Die Nacht, die alles verändert. Vierter und - kein Scheiss - bester Teil der zwielichtigen Teenie-Romanze.

WERTUNG: 7 von 10 Blutkonserven
Dein Kommentar >>
wolf_vienna | 23.12.2011 14:53
Naja, wenn man Gruselfilmchen für pubertierende Jugendliche mag - bitte.
>> antworten
Johannes | 08.12.2011 13:18
Nachdem ich gestern neben dem Filmvorführer der einzige Mann im Kino war, kann ich nun auch meinen fundierten Senf dazu geben. Eins vorweg - besser als Teil 3 ist Breaking Dawn auf jeden Fall; und ich fand Teil 3 noch nicht mal schlecht (über Teil 1 hüllen wir mal den Mantel des Schweigens, der ist Grütze).
Die Inszenierung ist routiniert, typisch für Hollywood, wenig aufregend, funktioniert aber durchaus, letztlich nimmt die Spannung ab Plotpoint 1 rapide zu - vorher gabs nämlich keine - und steigert sich über den zweiten Akt sogar deutlich. Gewundert habe ich mich über die - zwar vorhersehbare aber - für Teeniemädchen-Kino deutlich brutale erste Heiratsszene. Dass das Drehbuch nicht wirklich was reißt, ist der Vorlage zu schulden, die ein oder anderen netten Ideen gabs dann doch. Aber, Hollywood, verdammtes Hollywood. In einem Teil hätt's besser funktioniert. Vol. 1 und Vol. 2? Das kann Tarantino; der kann's aber auch. Zu viele Längen die man hätte vermeiden können, würde man in Bayhausen nicht den Dollar anbeten.
Was die Cinematographie anbelangt - Breaking Dawn ist kein Meisterwerk, eher routiniert aber bei weitem auch keine Telenovela; alles in allem das, was ich erwartet habe.
Die CGI-Effekte sind... nunja, die Wölfe selbst sind ganz ordentlich animiert, die Einbindung in die Umwelt muss noch geübt werden. Bellas Verwandlung allerdings, muss ich deutlich loben - gute Arbeit von Seiten des visuellen Effekteteams. Über schauspielierische Leistungen schweig ich mich jetzt mal aus. Nur soviel: Kristen Stewart hat eindeutig dazugelernt, ein zweiter Gesichtsausdruck haut mich jetzt aber auch nicht wirklich vom Hocker. Naja, höflich ausgedrückt kann man sagen, das das auch irgendwie seinen Charme hat... so wie Steven Seagal - nur nicht mit soviel Stil.

Abschließend kann ich sagen, dass ich mich weder über das ausgegebene Eintritsgeld geärgert noch die Minuten bis zum Ende gezählt habe. Ich wurde für einen großteil des Films ziemlich gut unterhalten und kann über die großen Längen, vor allem im ersten Akt, hinwegsehen. Ich bin jedenfalls gespannt auf Teil 2.

In diesem Sinne: "(...)Ich bin ein Cop!"

6 von 10 alternativmedizinischen Geburtseingriffen.
>> antworten
Lena | 07.12.2011 16:16
Ich muss den Weg, den ich begonnen habe, natürlich auch fertiggehen ... Während ich die "Kein Sex vor der Ehe"-Schiene in den Teilen (vermutlich zu Unrecht) noch als obskuren religiösen Ami-Spleen, den sowieso keiner ernst nehmen kann, belächelt habe, ist es mir bei der "Man muss ein Kind auf jeden Fall austragen, selbst wenn das Leben der Frau gefährdet ist"-Message in diesem Teil echt vergangen, das ist ja echt unmöglich.

Der Film bildet halt die Sehnsüchte konservativer weiblicher Teenager nach der perfekten Liebe / den perfekten Lieben ab. Wundern tut mich nur, dass Dinge, von denen man denken würde, dass die Autorin sie auch ablehnen müsste, wie z.B. Ehe plus Dreiecksbeziehung positiv dargestellt werden und genz problemlos funktionieren :-) Bei diesem konservativem Denken blicke ich irgendwie echt nicht mehr durch ...
Mahatma | 12.12.2011 23:16
Danke @ Lena!
Scheint der perfekte Film für Frauenhasser zu sein, ob die Tea Party mitfinanzierte? passt wunderbar zur momentanen Entwicklung in den Staaten, ich warte schon auf die Kopftuchpflicht.
>> antworten
Tanja | 06.12.2011 10:06
Sämtliche Kritiken zu den neueren Harry Potter-Teilen verweigern, ABER eine Kritik zu Breaking Dawn schreiben?!? Irgendwie versteh ich das Konzept hier nicht...
Harald | 06.12.2011 13:16
Das Konzept ist ganz simpel: Jede/r darf schreiben, was sie/er will. Und jede/r darf mitmachen. Wenn du HP vermisst, kannst du gerne eine User-Kritik liefern. Menupunkt 'JOBS'.
Christian | 07.12.2011 12:29
@Harald: dann musst du aber auch die Ausführungen unter 'JOBS' ändern, denn die Kritiken zu Twilight vertragen sich nicht mit:
'Nun, FILMTIPPS.at ist nicht dazu da, um mittelmäßige bis schlechte Blockbuster, deren Plakate uns an jeder Ecke entgegenprangen, noch zusätzlich zu promoten. (...)Unser Herz schlägt vielmehr für Filme, die von der Popcorn-käuenden Masse (und den Medien hierzulande) eher ignoriert werden.'

;)
Marcel | 07.12.2011 15:31
Naja, da hast du jetzt aber auch bewusst einen Teil ergebnisorient ausgeblendet. Immerhin ergänzen wir das ja um den Hinweis, dass gute Blockbuster hiermit nicht gemeint sind. Nun kann man zurecht fragen, was ist ein guter Blockbuster und was keiner, aber die Frage muss jeder für sich beantworten - dabei kann man selbstverständlich zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Vor allem aber - schau mal in unsere Reviews als solches rein. Wir haben bislang schätzungsweise 2000 Filme im Schweiße unseres Angesichts und unter etlichen Schreibblockaden reviewt. Nur ein Bruchteil davon gehört in die Blockbuster-Ecke. Auf der Startseite natürlich haben sie die Oberhand, weil wir dort aktuelle Kinotipps geben - und im Kino laufen nunmal Blockbuster. Aber tatsächlich nehmen die abseitigen Perlen einen viel größeren Raum bei uns ein.

Und wo sonst findest Du so viele deutschsprachige Rezensionen zu Filmen, die niemals im deutschen Sprachraum veröffentlicht wurden?
Harald | 07.12.2011 15:55
Wie gesagt: Meine EMANUELLE IN AMERICA-Review kommt demnächst, mit dem erigierten Hengst-Pimmel auf der Startseite. Damit sollten sich die Blockbusterlastigkeits-Vorwürfe bis auf weiteres erledigen ;-)
Chris | 07.12.2011 16:20
Auch wenn wir uns nun dank dieser vermaledeiten mormonischen
(oder nicht mehr mormonischen) Teenie-Vampiren uns jetzt den
Vorwurf des Mainstream-Hofierens erwehren müssen; ich würde dann
doch für Laura Gemser und gegen das Pferd auf Seite 1 votieren... ; )
Christian | 07.12.2011 16:36
Nicht falsch verstehen, ich stelle nicht filmtipps.at als ganzes in Frage. Im Gegenteil, ich bin froh über die Zeit, die die Rezensent hier für das Gemeinwohl "opfern", was mich bereits zu einigen Filmperlen geführt hat, über die ansonsten wohl nie gestolpert wäre.
Nur kann mir wohl keiner erzählen, dass diese Reihe über die cineastische Mittelmäßigkeit zu stellen ist, geschweige denn zu guten Filmen zählt, die es Wert wären trotz der erstickenden Medienpräsenz, zusätzliche Aufmerksamkeit zu erhalten.
Tanja | 09.12.2011 10:05
um noch ein letztes statement zum ursprünglichen thema abzugeben:
wenn ich eine kritik bei euch lesen will, dann deshalb weil sie EURER und nicht MEINER meinung entspricht ;) selbst die hp-kritik zu schreiben weil sie mir hier fehlt, wäre so betrachtet also sinnlos ;)
>> antworten
thomas | 04.12.2011 19:08
Hab bisher nur denn ersten nebenbei gesehen und fand die Farbe furchtbar.Das sieht ja im Trailer für diesen Teil schon besser aus.CGI wie immer grottig.
>> antworten
lalilulelo | 30.11.2011 00:10
du schießt auch jeden vogel ab harald...
Harald | 30.11.2011 07:16
Zur Wiedergutmachung hätt' ich eine Review zu Joe d'Amatos EMANUELLE IN AMERICA in der Hinterhand. Orgien, Hardcore, Tiersex, (Fake-)Snuff, alles drin ...
586a | 01.12.2011 21:12
Irgendwie schon ziemlich krank, oder?
Man muss sich ja bald Gedanken machen...
Marcel | 02.12.2011 08:17
Du redest von Twillight?
586a | 02.12.2011 12:50
Sowohl als auch.
>> antworten
Frägende Ente | 29.11.2011 22:14
Was zum Teufel rechtfertigt jetzt die 7 Punkte?
Und wie zum Teufel kann man sich als Mann, ohne dem eigenen Geschlecht zugeneigt zu sein, diesen Film (was ich letztendlich vermute, allein) ansehen?
Seid ihr wahnsinnig?
Für mich rausgeschmissenes Geld.
Nicht mal 1 (in Worten: EINEN) Punkt würde ich diesem Machwerk geben.
Harald | 29.11.2011 22:23
"Was zum Teufel rechtfertigt jetzt die 7 Punkte?"
Lesen, Baby Duck, LESEN.
Frägende Ente | 30.11.2011 19:34
Wird für mich nicht ersichtlich. Ganz und gar nicht.
Die Knaller:
"Was die TWILIGHT-Serie allen Unkenrufen und Anfeindungen zum Trotz auszeichnet, ist eine gewisse Aufrichtigkeit im Umgang mit juvenilen Gefühlen und Gefühlswirrungen."
und
"Dass die Serie schauspielerisch, musikalisch und inszenatorisch Qualitätsarbeit bietet, sollte sich ebenfalls herumgesprochen haben."

Die Frage "Wie definiert man unfreiwillige Komik?" ist hier mit offiziell beantwortet.

Gestehe dir ein, dass du mit dem Franchise abgezockest wurdest, wie so alle anderen Teenies auch, ansonsten wird's noch peinlicher.
>> antworten
Johannes | 28.11.2011 08:24
Ja, den geb ich mir die Woche auch noch im Kino. Bin gespannt...
Allerdings, in Bezug auf Kristen Stewart würde ich nicht von schauspielerischer Qualitätsarbeit reden - nur einen Gesichtsausdruck zu besitzen, lass ich nur bei Onkel Charlie (Bronson) durchgehen. ;)
Bernhard | 28.11.2011 15:14
Kristen Stewart hat einige hervorragende Filme gemacht (Adventureland, Welcome to the Rileys, Into The Wild) und ist eine sehr gute Schauspielerin IMHO. Bei einem derart flachen Drehbuch (und Buch) mit gerademal eindimensionalen Charakteren wird ihr die Rolle aber natürlich nicht gerecht ...
Johannes | 28.11.2011 20:14
Ich wage das gleiche jetzt mal von Steven Seagal zu behaupten. ;)
>> antworten
Ralph | 28.11.2011 00:31
Man muss den Weg, den man begonnen hat nun einmal fertiggehen. ;-)
Harald | 28.11.2011 07:27
Danke, endlich jemand, der mich versteht ;-)
Andreas | 28.11.2011 09:32
haha. besser als ralph kann man's nicht sagen. :-)
Bernhard | 28.11.2011 15:19
Harald - der Nicolas Cage unter den Kritikern :)
Harald | 28.11.2011 16:58
Bitte sich hier einen gedrückten 'Like'-Button vorzustellen.
Andreas | 29.11.2011 09:42
LOL Bernhard!!! 1 Like
Marcel | 30.11.2011 23:27
Wer außer Transformers-Ralph sollte Harald und den Weg, den man gehen muss, auch besser verstehen? ;-)
Andreas | 01.12.2011 15:51
wieso? transformers-ralph hat doch den zweiten transformer-teil gnadenlos abgestraft? oder meinst du den iron man-ralph?
Marcel | 01.12.2011 18:54
Ja, eben drum! Tapfer durchgehalten, nur war das nicht schon der dritte, den er abgestraft hat? Ich blick da sowieso nicht durch. Finde es nur bewunderswert, sich überhaupt drei davon anzuschauen. Im VOLLEN Bewusstsein, was da auf einen zukommt. ;-)
Andreas | 01.12.2011 23:34
yo, und das ganz ohne mut-bier (das soll man glauben?!). und nicht mal als verlorene wette. harald beweist halt mit jedem twilight teil aufs neue, was für ein abgebrühter, furchtloser teufelskerl er ist! (ich - im gegensatz - kratz mir ja schon beim trailer die augen hysterisch schreiend mit einem rostigem nagel aus dem kopf...)
Harald | 02.12.2011 00:49
Ich kenne Kollegen aus der schreibenden Zunft (deren Namen ich hier nicht nenne), die sich kürzlich das Triple-Feature im Haydn angesehen haben. Und das, obwohl sie die Filme schon kannten. Das sind echt harte Säue ;-)
Johannes | 02.12.2011 12:42
Es soll ja sogar Leute geben, echte Kerle, die haben die sogar auf Blu-ray zu Hause. Echte Kerle, kann ich da nur wiederholen.
Chris | 02.12.2011 14:22
Also ich freu mich auch schon auf den vierten Teil. Vor allem wegen
der Kommentare hier... ; )
lalilulelo | 04.12.2011 14:45
@chris
das spricht nicht unbedingt für harald
Andreas | 05.12.2011 13:31
ich verwette meine weibliche gehirnhälfte darauf, dass der letzte teil der twilight saga 10 von 10 großartigen vampierlovestories bekommt.
Chris | 07.12.2011 09:14
@ lalilulelo
Aber auch nicht gegen ihn. Mein Kommentar war völlig
wertungsfrei gemeint. Auch wenn ich persönlich eher das
Midnight- als das Twilight-Kino bevorzuge, amüsiere ich mich
doch immer über die liebevollen "Seitenhiebe" der Kollegenschaft,
die Harald auch in der Review erwähnt hat. Und darüberhinaus
sollte man auch einen Film mit "Bis(s)" im Titel nicht allzu
verbis(s)en sehen. ; )
Harald | 07.12.2011 09:43
danke Chris, I love you ;-)
>> antworten


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