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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Brutal Relax

Brutal Relax

FUNSPLATTER: Spanien, 2010
Regie: Adrian Cardona, Rafa Dengra, David Munoz
Darsteller: J.M. Angorrilla, Mayka Dengra, Pep Sais sowie ein Strandvoll massakrierter Badegäste

STORY:

Ein dicker Choleriker bekommt vom Arzt einen Erholungsurlaub am Strand verschrieben. Noch entspannt sucht sich unser leicht jähzorniger Held ein schönes, schattiges Plätzchen, wirft den alten Walkman an und lauscht den Klängen eines Sommerhits von Annotobak. Als plötzlich Zombies dem Meer entsteigen und unter den anderen Badegästen ein Massaker anrichten, ist der Senor noch die Ruhe selbst. Doch als die Batterien seines Walkmans den Geist aufgeben, platzt ihm der Kragen. Und zwar richtig! Jetzt wird brutal relaxt ... 

KRITIK:

Wie sieht denn die Wettervorhersage für heute Abend aus? Aha: Von Spanien her zieht ein kurzes, aber heftiges Gore-Gewitter zu uns herrüber, mit kräftigen Blutschauern und örtlich könnten auch noch ein paar Kutteln dabei sein. Na, dann mal ab an den Strand!

BRUTAL RELAX nennt sich der neueste Gedärmeklopfer aus der Anolis-Kurzfilmedition, die in unregelmäßigen Abständen immer mal wieder Streifen präsentiert, die es sich zur Aufgabe gesetzt haben, so viele Tanker Kunstblut wie möglich in der allerkürzesten Zeit zu verschleudern. Und BRUTAL RELAX kommt da schon auf beachtliche 250 Liter pro Minute. Ein Wert, der durchaus schon BRAINDEAD-Maßstäbe erreicht. Und wir wissen schließlich alle, dass Peter Jackson vor seiner unerwarteten Mutation zum KLEINEN HOBBIT ein wahrer Meister in der Disziplin des Extremspratzelns war.

Freunde des völlig übertriebenen, dabei hemmungslos geschmacklosen Anarcho-Splatters sollten sich also diese Viertelstunde-Terrine der Herren Nachwuchsmetzgermeister Cardona, Dengra und Munoz ganz schnell und vor allem dick unterstrichen auf den Einkaufszettel schreiben.

BRUTAL RELAX liefert in seinen lediglich 15 Minuten mehr abgefahrene, geisteskranke und vor allem frische Ideen als meine letzten hundert abendfüllenden Splatterfilme zusammen auf den Tisch brachten. Er ist genau die Art von urkomischen Schlachtfest, der die Gorebauern- und hunde landauf, landab garantiert in hysterisches Gelächter und spontanen, begeisterten Szenenapplaus ausbrechen lässt; der aber auch in der entwaffnenden Manier eines STAPELFAHRER KLAUS ein "normales" Publikum für sich gewinnen könnte. Denn bei all seiner bluttriefenden Irrwitzigkeit ist BRUTAL RELAX vor allem eins: Unwiderstehlich charmant.

So unwiderstehlich charmant, dass man auch über seine kleinen Macken wie den übermäßigen CGI-Gore-Einsatz gnädig hinwegsieht.

Brutal Relax Bild 1
Brutal Relax Bild 2
Brutal Relax Bild 3
Brutal Relax Bild 4
Brutal Relax Bild 5
FAZIT:

Sonne, Strand und Giftmüllzombies! - In seiner Laufzeit von nur einer Viertelstunde haut diese spanische bluttriefende Irrwitzigkeit mehr coole, kranke Ideen raus als die letzten zweitausend Horrorfilme zusammen und kommt dabei ungefähr auf den Knochen- und Kuttelverschleiß eines BRAINDEAD in Spielfilmlänge. BRUTAL RELAX ist schon jetzt (beinahe) so Kult wie ein STAPLERFAHRER KLAUS und dürfte zum Garanten ein jeder künftigen Goreparty werden. Und José María Angorilla ist der Bud Spencer des Splatterfilms. Auf dem Kuttelzähler macht das

WERTUNG: 10 von 10 Gummikrokodilen
TEXT © Christian Ade
Dein Kommentar >>
DriesVanHegen | 31.10.2013 21:56
Vom gleichen Team sei noch FIST OF JESUS zu empfehlen
;)
Chris | 01.11.2013 20:00
Danke für den Tipp! Werde mal Ausschau halten. : )
>> antworten
Ricardo | 29.10.2013 21:15
Supergeil! Habe mich totgelacht. Kann man auch komplett auf deutsch schon auf You Tube schauen.
>> antworten
Harald | 28.10.2013 21:27
Aber so was von gekauft!
Erik | 04.11.2013 17:17
Sorry, auch wenn es ein Kurzfilm ist fand ich richtig daneben. Splatter hin-oder her... 3/10
>> antworten


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