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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
City of Violence

City of Violence

ACTION: KOR, 2006
Regie: Ryoo Seung-wan
Darsteller: Ryoo Seung-wan, Jung Doo-hong, Lee Beom-su

STORY:

Kommisar Tae-su kommt nach zehn Jahren von Seoul in seine ehemalige Heimatstadt zurück, die sich mittlerweile stark verändert hat. Aus der verschlafenen Kleinstadt wurde ein Eldorado für Gewaltverbrecher, Kredithaie und Grundstücks-Spekulanten. Der Anlass der Rückkehr ist ein trauriger: Einer seiner besten Freunde wurde ermordet, von gewalttätigen Jugendlichen, heißt es. Doch Nachforschungen ergeben, dass der Mord in Zusammenhang mit dem Bau eines Casinos stand, der von der lokalen Mafia vorangetrieben wird. Tae-su erklärt der Mafia den Krieg.

KRITIK:

Die gute Nachricht: Koreas Actionkino rockt immer noch, wenn auch etwas schaumgebremster als noch vor wenigen Jahren. In der ersten Liga koreanischer Filme wie Oldboy oder Memories of Murder spielt City of Violence nämlich nicht mit.

Wir haben es mit einem B-Picture zu tun - einem sehr gut gemachten allerdings: Regisseur Ryoo Seung-wan (Arahan) inszeniert geradlinig, nicht unspannend und mit deutlichem Hang zum heftigen Handkantenschlag. Im weiteren Verlauf des Films kommen auch Messer, Schwerter und andere spitze Gegenstände zum Einsatz, die sich dekorativ in diverse Körperteile bohren. Martial Arts ist angesagt, und zwar auf durchaus forciertem Härtegrad.

Wer das mag, wird gut bedient - und kann sicherlich über diverse B-Film-Merkmale hinwegsehen, vor allem schauspielerisch: Der Ober-Baddie leidet an Charismamangel in fortgeschrittenem Stadium. Und unser Held, gespielt vom Regisseur selbst, sieht aus wie Matt Dillons asiatischer Halbbruder, stellt den gesamten Film hindurch exakt einen einzigen Gesichtssausdruck zur Schau. Dafür sollte ihm der Große Steven Seagal-Gedächtnispreis verliehen werden.

Aber kämpfen, das kann er. Der wüste Showdown war wohl als Hommage an Sergio Leone oder Sam Peckinpah gedacht. Kann man - ein Faible fürs Genre vorausgesetzt - sich durchaus ansehen.

City of Violence Bild 1
City of Violence Bild 2
City of Violence Bild 3
FAZIT:

Harter, relativ actionreicher koreanischer Martial Arts-Knallfrosch, der Fans dieses Genres solide bedient.

WERTUNG: 7 von 10 Flaschen Schlangenwein
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