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Cold Mountain

Cold Mountain

DRAMA: USA, 2003
Regie: Anthony Minghella
Darsteller: Nicole Kidman, Jude Law, Renée Zellweger, Philip Seymour Hoffman

STORY:

Reiche Großbürgertochter (Nicole Kidman) wartet in einem abgeschiedenen Dorf namens Cold Mountain auf die Rückkehr ihres Liebsten (Jude Law). Das kann dauern. Es tobt nämlich der amerikanische Bürgerkrieg.

KRITIK:

Schlagt mich, aber ich fand den Film nicht wirklich schlecht. Cold Mountain ist eben nicht die befürchtete patriotische Kriegspropaganda, massentauglich verpackt in eine schmalztriefende LoveSTORY. Im Gegenteil, die zahlreichen drastischen Gewaltausbrüche dürften harmoniesüchtigen Mainstream-Pärchen, für die Kino nicht mehr bedeutet als ein Vorwand, um im Dunklen Händchen zu halten, nachhaltig den Abend verderben. Die Message des Films lautet viel mehr: Der Krieg killt das Leben, die Liebe, alles. Doch fatalerweise auch meinen Geduldsfaden. Die 155 Minuten Laufzeit ziehen sich nämlich wie Kaugummi, und viele Szenen verpuffen, penetrant mit klebriger Musik zugekleistert, im bedeutungslosen Nichts. Wollen wir es Edelkitsch nennen? Pseudo-anspruchsvolles Kriegsdrama, das auf möglichst viele Oscar-Nominierungen schielt, und dabei das Wesentliche außer Acht lässt: Nämlich den Zuseher durchgängig zu fesseln, nicht bloß punktuell. Einzelne Szenen sorgen nämlich durchaus für Gänsehaut (oder war's bloß die viel zu stark aufgedrehte Klimaanlage? :-). Bis sich der Film wieder in völligen Belanglosigkeiten verliert. Da können auch die zugegeben sehr feinen Schauspieler nicht viel retten. Neben Nicole Kidman und Renée Zellweger (letztere sehr cool übrigens) geben sich noch Donald Sutherland und der wie immer großartige Phillip Seymour Hoffmann die Ehre bzw. die Gewehre in die Hand. Und dann bitte noch einen Sonderapplaus für Herrn Jack White, seines Zeichens Sänger der White Stripes. Diese Herrschaften sind es, die mir den Film wahrscheinlich in guter Erinnerung lassen werden. Auch wenn's im Grunde ein ziemlicher Käse war :-)

FAZIT:

Ein seltsamer Edelkäse von einem Kriegsdrama. Gut besetzt, packend und belanglos zugleich.

WERTUNG: 5 von 10 explodierenden Minen
Dein Kommentar >>
Randle P. McMurphy | 14.04.2010 13:23
5 von 10 - ist jetzt nicht Dein Ernst oder ?
Der Film hat wesentlich mehr verdient und
das gerade auch wegen der unglaublichen
Detailverliebtheit und schauspielerischen Leistungen.
>> antworten


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