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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Danger Girls

Danger Girls

OT: Peligro...! Mujeres en acción
AGENTEN-RANDALE: Mexico, 1969
Regie: René Cardona Jr.
Darsteller: Julio Alemán, Alma Delia Fuentes, Elizabeth Campbell, Liza Castro

STORY:

Gefährlich sind die hübsche Solva und ihre hübschen Mitverschwörerinnen von der Geheimorganisation S.O.S (!) in jedem Fall. Erst planen sie, eine Raffinerie in Ecuador in die Luft zu sprengen. Danach wollen sie ein tödliches Virus in das Trinkwasser verschiedener lateinamerikanischer Länder einschleusen. Und nur S.O.S hat das Gegenserum (aha, daher der Name). Teuflische Pläne, die Agent Alex Dinamo ebenfalls auf den Plan rufen. Samt seiner hübschen Assistentinen Maura und der hübschen Kollegin Barbara. Später kommt auch noch die hübsche Agentin 77 (haha) dazu. Bei so vielen hübschen Frauen verliert man im weiteren Verlauf der Handlung immer wieder mal die Übersicht.

KRITIK:

Der richtige Kracher zum regnerischen Fronleichnam: Knapp bekleidete Mädels ballern, bis die Rohre glühen. Mir war ja schon vorher klar, warum ich diesen Film sehen will.

Aber hinterher wusste ich, dass meine beschauliche, kleine Welt ohne Solva, Barbara, Maura und all die anderen Mädels, die sich in Bikinis oder psychedelischen Klamotten wahlweise gegenseitig in Fetzen schießen, in den Unterleib treten oder mit Dynamit in Luft sprengen, einfach ärmer wäre.

Agent Alex Dinamo ist zwar hier ganz offiziell der Held, aber bei so viel Frauenpower bleibt ihm kaum eine Gelegenheit zu glänzen. Sagen wir es mal so, er delegiert gut. Ja, wirklich, die Männer haben einen verdammt schweren Stand. Die kriegen nämlich nichts auf die Reihe, egal wieviele es sind und wieviele Versuche sie haben.

Eindrucksvoll kann sich eine Dame fast ungestört in einen Tauchanzug zwängen, während sie ab und an den MP-Salven eines Doppeldeckers ausweicht. Und Alex Dinamo jammert nach dem ersten Fall, dass er Urlaub braucht, während die Amazonen sogar Bauchschüsse wegstecken. Da darf man den Weicheiern und Totalversagern nicht mal Fragen stellen. Kürzt man das Blabla etwas zusammen, verbleibt etwa folgender denkwürdige Dialog:

"Wir zerstören die wichtigste Raffinerie Ecuadors. Weißt du, was das bedeutet?" - "Ja, wir zerstören die wichtigste Raffinerie Ecuadors." - "Du lernst schnell."

Wenigstens hinter der Kamera hielt dann ein Mann die Fäden zusammen. René Cardona jr., und der leitete ja auch schon die OPERACIÓN 67. Ohne den mexikanischen Superstar Santo war das Budget anscheinend noch etwas kleiner als gewöhnlich, was Cardona aber nicht davon abhielt, so richtig auf die Kacke zu hauen.

Das sieht zwar meist billig aus, aber irgendetwas knallt immer. Geh rein, schieß einfach auf alles, was sich bewegt und spreng es dann in die Luft. 20 Jahre später hat man solche Filme mit Arnold Schwarzenegger besetzt, aber so ist es mir einfach lieber.

Und bevor es unerwähnt bleibt: Ja, es ist ein Agentenfilm. Darum drehte man im Hotel Fontaineblue Miami Beach, wo auch Mr. Goldfinger seine erste Begegnung mit James Bond hatte. Darum gibt es einen brutalen Helfershelfer mit einer hübsch polierten, goldenen Hand. Darum gibt es versteckte Botschaften in Zigarettten. Darum gibt es Giftpfeile aus dem Hemdsärmel. Darum gibt es Minisender in Form einer Haarspange. Und bevor sich hier jemand beschwert - das erledigt Alex Dinamo mit seinem Schlusssatz schon.

"Lasst diesen Mist mit den Gadgets."

Danger Girls Bild 1
Danger Girls Bild 2
Danger Girls Bild 3
Danger Girls Bild 4
Danger Girls Bild 5
Danger Girls Bild 6
FAZIT:

Wer mit seiner Zeit gerade nichts anzufangen weiß oder einfach einfach einen Film mit hübschen Frauen sehen will, die ballern, bis der Arzt kommt - bitte sehr. Und wer ein schlagendes Beispiel für Sexismus im Kino der 60er Jahre sucht, wird auch gleich fündig. Darüber können wir jetzt diskutieren. Wir können es aber auch einfach genießen. Hier ist nämlich eine hübscher als die andere. Und dann diese Blicke. Ich liebe solche Filme.

WERTUNG: 8 von 10 Tauchern im Sarg
TEXT © Marcel
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