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Dead Space: Downfall

Dead Space: Downfall

ANIME/ SF-HORROR: USA, 2008
Regie: Chuck Patton
Darsteller: Kanonenfutter und Mutanten, Mutanten und nochmals Mutanten

STORY:

DEAD SPACE: DOWNFALL erzählt die Vorgeschichte des unter Gamern sehr geschätzten SciFi-Survival Horror-Videospiel DEAD SPACE aus dem Hause EA. Die Zocker unter euch werden sich noch an die USG Ishimura erinnern. Denn die Rettungsmission auf eben jenem havarierten Bergungsraumschiff brachte euch und euer Xbox-Alter Ego, den Kommunikationstechniker Isaac Clarke, in ziemliche Schwierigkeiten. Vorliegender Zeichentrickfilm erzählt, warum die Ishimura nach der Bergung eines außerirdischen Artefakts zum höllischen Geisterschiff outer space- und für manchen Konsolero zur Todesfalle - wurde...

KRITIK:

Kleiner Spoiler ahead, aber warum soll es euch besser gehen als den Männern, Frauen und Kinder die DEAD SPACE bereits auf ihrer Xbox gezockt haben? Für die letzteren ist es nämlich kein Geheimnis, dass von der Besatzung der Ishimura nicht viel mehr übrig geblieben ist als ein Berg zerfetzter Leichen. Und es ist weiterhin bekannt, dass die Crewmitglieder, die nicht eines garstigen, gewaltsamen Zerstückelungstod gestorben sind, sich alternativ in menschenfressende, insektoide oder zombifizierte Ungetüme verwandelt haben. Tja, so was kommt eben davon, wenn Mensch glaubt, dass sich außerirdische Artefakte so harmlos wie Briefmarken sammeln lassen...

Dieses als Anime verfilmte Prequel des Spiels schafft also die perfekte Ouvertüre für euren Auftritt als Isaac Clarke, denn die Handlung des Films endet kurz vor dem Zeitpunkt, in welchem Clarke und Kollegen die havarierte Ishimura betreten.

Wobei die Umschreibung "Handlung" vielleicht etwas zu hochgegriffen für die kleine, anspruchslose Weltraum-Schlachterei ist, die DEAD SPACE: DOWNFALL darstellt...

Von A wie Arschloch über B wie Bordarzt, C wie Captain, K wie Kampfsau bishin zu M wie Mutant und Z wie Zombie wird alles, was in den düsteren Korridoren und Lagerhallen der Ishimura so kreucht und fleucht nonchalant niedergemetzelt. Und dies in solch Höllentempo, dass der ganze Spuk nach 71 Minuten auch schon wieder vorbei ist. It's the Splatter that matters in dieser Spieleverfilmung und dem kann man umso hemmungsloser frönen, weil man anders wie die RESIDENT EVIL-Macher auf reale Schauspieler und Cinemaxx-Kompatibilität verzichtet hat.

Blutschweine und Freunde der deftigen Teile des äußerst genialen Game-Tröhlers mit dem Lullaby-Song dürften ihre Freude dran haben. Und werden vielleicht, aber nur vielleicht, darüber hinwegsehen können, dass DEAD SPACE: DOWNFALL viel mehr durchschnittlich gezeichnete Trickfilmkost mit der Extraportion Gore denn hohe Anime-Kunst ist.

Die Handlung des Films ist auf alle Fälle fast noch tumber als die des Spiels. Hier ein bißchen ALIENS, dort ein bißchen THE THING und drüben noch etwas PLANET DER VAMPIRE. Das Ergebnis dieses Konglomerats aus altbekannten SF-Horror-Versatzstücken ergibt schließlich ziemlich genau die Plotdürftigkeit der d(u)mmen DOOM-Verfilmung mit Dwayne "The Rock" Johnson. Doch wie gesagt: Splatter und Mutationen gibt es satt. Und die Figuren müssen für ihre die Grenze zur Nervigkeit tangierenden toughen Sprüche fies bluten. Wer auf so etwas gesteigerten Wert legt und kein Problem mit Animation hat, kann wohl ebenso einen Blick riskieren wie Leute, die das DEAD SPACE-Universum generell mögen. Doch die größere geistige Herausforderung und mehr Nervenkitzel dürfte in diesem Fall trotzdem der Griff zum Joypad bieten.

Dead Space: Downfall Bild 1
Dead Space: Downfall Bild 2
Dead Space: Downfall Bild 3
Dead Space: Downfall Bild 4
FAZIT:

Wer schon immer deftig-blutiges DEAD SPACE-Geschnetzeltes genießen wollte, ohne dabei Gefahr zu laufen, ein "Game Over" zu erleiden, der darf einen Blick in die Anime-Variante des beliebten SciFi-Horror-Games riskieren. Allerdings darf er keine gehobene Animationskunst erwarten, sondern lediglich einen durchschnittlich gezeichneten Trickfilm mit der Extraportion Gore und dem Leck an Hirn. Doch wie heißt es so schön: D(oo)M fickt gut - oder bringe ich da jetzt was durcheinander?

 

WERTUNG: 6 von 10 -tausend abgetrennte Gliedmaßen
TEXT © Christian Ade
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