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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Demonlover

Demonlover

CYBERSPACE-THRILLER: F, 2002
Regie: Olivier Assayas
Darsteller: Gina Gershon, Chlöe Sevigny

STORY:

Sex, Intrigen, Mord und Totschlag in einem New Economy-Unternehmen, das sich auf Internet-Pornos spezialisiert hat.

KRITIK:

Ehrlich gesagt, der sogenannte Cyberspace (also Computerspiele und Sex-Seiten im Internet) kann mir echt gestohlen bleiben. Warum ich mir dennoch diesen Film angesehen habe, der genau in dieser tristen Welt spielt? Ganz einfach: Bei "Demonlover" handelt es sich um jenen fast schon sagenumwobenen Film, für den eine meiner Lieblingsbands, nämlich Sonic Youth, den Soundtrack lieferte. Und dazu gibt's ein Wiedersehen mit zwei meiner Lieblingsschauspielerinnen, nämlich Gina Gershon und Chlöe Sevigny. Der Film KANN also gar nicht schlecht sein. Ist er auch nicht. Aber leider auch nicht wirklich gut. Viel zu lange ziehen sich die im Grunde uninteressanten Intrigenspiele der eiskalten, von menschenverachtenden Materialismus getriebenen Karriere-Furien hin. Wesentlich interessanter ist die formale Gestaltung: Eindringlicher, fast schon hypnotischer Soundtrack, und ein ausgefeilter visueller Stil, der zwischen grindiger Digital-Video-Optik, wüsten Computer-Animationen und extrem gestylten Glamour-Look hin und her wechselt. Hat der Regisseur etwa zu viele "Duran Duran"-Videos gesehen? Dazu gibt's einige wirklich schlimme, Gänsehaut erregende Szenen und ein ebenso bitterböses wie düsteres Ende. Schade nur, dass sich die Handlung über weite Strecken wie Kaugummi dahinzieht. Weniger Laufzeit (130 Minuten !) und mehr Spannnung, und dies wäre ein echer Kultfilm geworden.

FAZIT:

Leider zu langer, etwas überladener Thriller um Mord und Totschlag im Cyberspace. Dennoch eine brauchbare Alternative zur hoffentlich letzten "Matrix"-Fortsetzung.

WERTUNG: 6 von 10 Giftspritzen ins Mineralwasser
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