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Die Bourne Verschwrung

Die Bourne Verschwörung

ACTION: USA, 2004
Regie: Paul Greengrass
Darsteller: Franka Potente, Matt Damon, Brian Cox

STORY:

Jason Bourne rennt wieder - auf der Suche nach seiner Identität und gejagt von den braven und den bösen Jungs.

KRITIK:

Allen, die sich diesen Film wegen Franka Potente anschauen wollen, sei (das ist durchaus legitim) verraten, daß ihr Auftritt ein äußerst kurzer ist. Die Bourne Verschwörung (nach einem Roman von Robert Ludlum) ist ein für heutige Hollywoodverhältnisse atypischer und in vielen Belangen erstaunlich anachronistischer Blockbuster - ein Agententhriller ohne schmucke Mädchen, High Tech-Spielereien oder eindeutiger Klassifizierung von Gut und Böse. Ein wenig erinnern die schnell geschnittenen, düsteren Bilder von Bourne, der durch die Metropolen des alten Europas rast, an Filme, die zur Zeit des kalten Krieges gedreht wurden;
nur daß diesmal die CIA nicht gegen die russische Regierung, sondern die Russenmafia kämpft; Verräter in den eigenen Reihen jeweils inbegriffen. Und Jason Bourne immer noch mitten drin. Interessant ist dieser Film vor allem deshalb, weil er sehr deutlich die Vorstellung zeigt, die Amerika von Europa hat. Florenz, London, München, Berlin und schließlich Moskau werden in ihrer ganzen regnerischen Tristesse gezeigt; auf pittoreske Stadtbilder verzichtet man bewußt, dafür gibt es massenweise graue Plattenbauten, in ihrer Pracht heruntergekommene Grandhotels und blasse Menschen, die vorzugsweise protestieren oder durch die engen Straßen hasten - im Kontrast zu jenen Szenen, die in den USA spielen, wo alles weiter, bunter, moderner und freundlicher ist.
Der zweite Teil des hochspannenden Films "The Bourne Identity" knüpft in gewisser Weise sehr konsequent an seinen Vorgänger an. Es gibt diesmal keine Liebesgeschichte, sondern einen sehr verstörten Bourne, der in seiner Beziehung zu Marie nur kurz Luft holen durfte und sich jetzt seiner Vergangenheit stellen muß, die er nicht kennt.

FAZIT:

Nicht uneingeschränkt empfehlenswert. Wer zu ungeduldig ist, um auf die Auflösung der sehr komplexen Story zu warten, wird sich wütend bis zum Schluß im Kinosessel winden. Wer einen erfreulichen Ausnahme-Actionfilm sehen will, der nichts mit dem perfekten Glamour a la James Bond oder Mission: Impossible zu tun hat: hingehen!

WERTUNG: 8/10
Gastreview von Julia
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