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Die Liebesengel

Die Liebesengel

OT: Prostituzione
GIALLO: Italien, 1974
Regie: Rino Di Silvestro
Darsteller: Orchidea de Santis, Felicita Fanny, Magda Konopfka, Lucretia Love

STORY:

Wir sehen eine Reihe von Straßenprostituierten. Eine von ihnen hat Sex mit einem Kunden, bei dem sie von einem Spanner beobachtet werden. Dann ist die Frau auf einmal tot und die Jagt nach dem Mörder beginnt...

KRITIK:

DIE LIEBESENGEL aka CATRICE, DIE NYMPHOMANIN aka RED LIGHT GIRLS aka STREET ANGELS ist ein Sleaze-Giallo des italienischen Schlock-Regisseurs Rino Di Silvestro (WEREWOLF WOMAN, 1976). Der im Milieu der Straßenprostitution angesiedelte Film mischt einen typischen Giallo-Plot mit sozialrealistischen und komödiantischen Elementen und scheitert in jedem einzelnen dieser Bereiche auf ganzer Ebene ...

Dabei ist die Eröffnungsszene gar nicht mal so schlecht geraten: Recht atmosphärisch und natürlich auch recht sleazig werden wir in das unsittliche Treiben auf Italiens Straßen eingeführt. Der erste Mord lässt auch nicht lange auf sich warten und eine ausgiebige Schau der schönen Leiche auf dem Obduktionstisch entschädigt dafür, dass die Tat an sich im Off geschah. Doch ab da verheddert sich der Streifen immer mehr in zahlreichen zusammenhanglosen und dazu auch noch vollkommen uninteressanten Subplots, während die polizeilichen Ermittlungen nur im Schneckentempo voranschreiten.

Nach dem Opener folgen nur noch zwei weitere Morde, die dazu auch noch gar nicht mit dem eigentlichen Plot im Zusammenhang stehen. Stattdessen versucht Rino Di Silvestro die abgeschmackte Handlung durch realistisch gemeinte Schilderungen des Alltags der Prostituierten zu bereichern. Damit dies jedoch nicht zu trocken wird, wurden noch einige müde Witzchen und (zumindestens in der mir vorliegenden Version) auch noch zahlreiche völlig unerotische Hardcore-Szenen eingefügt. Gerade auf letztere hätte ich in diesem Fall jedoch sehr gerne verzichtet. Denn so bringt es das ganze Gemurkse auf eine für einen Giallo recht stattliche Laufzeit von ca. 105 Minuten, und das bedeutet 105 Minuten an völlig verschenkter Lebenszeit!

Das sterbenslangweilige und weitestgehend zusammenhanglose Treiben wird von Di Silvestro auf völlig uninspirierte Weise eingefangen und von einem passend schlechten, fast in Endlosschleife vor sich hindudelnden Score "untermalt". - Da kann auch das beachtliche Aufgebot an recht hübschen C-Movie-Starlets leider nichts mehr retten... Doch falls jetzt der geneigte Trash-Afficionado aufzujauchsen beginnen sollte, so sei auch dieser gewarnt: DIE LIEBESENGEL fallen noch nicht einmal in die Kategorie so bad, it´s good! Dieses Machwerk will vieles sein, ist jedoch nichts davon und mir somit auch kein einziges Gnadenpünktchen wert!

Die Liebesengel Bild 1
Die Liebesengel Bild 2
Die Liebesengel Bild 3
Die Liebesengel Bild 4
FAZIT:

Schöner als der Kritikerkollege JA Kerswell von Hysteria-Lives könnte auch ich es gar nicht sagen: "Rino Di Silvestro's THE RED LIGHT GIRLS has the dubious distinction of being, perhaps, one of the worst gialli ever made. In fact, it's barely even a giallo - with the action (if you can call it that) revolving around a single murder."  Dass eine Kombination aus klassischem Giallo, Comedy und einer im Milieu der Straßenprostitution angesiedelten Sozialstudie durchaus funktionieren kann, zeigt dahingegen der eine Dekade später entstandene SWEETS FROM A STRANGER von Franco Ferrini.

WERTUNG: 0 von 10 nicht vorhandene filmische oder sonstige Qualitäten
TEXT © Gregor Torinus
Dein Kommentar >>
jogiwan | 20.09.2011 10:56
ach, ich fand den ganz lustig! Die deutsche Synchro ist ja wieder unpackbar und auf der Trash-Skala, kann das sleazige und augenzwinkernde Filmchen mit Giallo-Touch sicher auch den ein oder anderen Punkt holen. Bei Rino de Silvestro muss man ja ohnehin immer auf das Schlimmste gefasst sein!
Gregor Torinus | 20.09.2011 13:20
Hanna D war ganz ok...
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