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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Dumplings

Dumplings

HORROR/SATIRE: HK, 2004
Regie: Fruit Chan
Darsteller: -

STORY:

Dumplings Die Köchin Mei (Bai Ling) kennt ein Rezept, das ewige Schönheit und Jugend verspricht. Ihre Jungbrunnen-Dim Sum erfreuen sich höchster Beliebtheit bei betuchten Kundinnen ... die sich dabei des Kannibalismus schuldig machen: Die Jugend spendenden Zutaten stammen nämlich aus chinesischen Abtreibungskliniken ...

KRITIK:

Dumplings Das jüngere asiatischen Kino ist ja bekannt dafür, sich nicht unbedingt an gutbürgerliche Konventionen zu halten. Dumplings ist eine pechschwarze Gesellschaftssatire, die den globalen Schönheits- und Jugendwahn aufs Korn nimmt - und dabei die Grenzen des guten Geschmacks bewusst niederreißt: Zartbesaitete sollten sich u.a. auf eine nicht wirklich schön anzusehende Abtreibungs-Szene einstellen.

Ich interpretiere Dumplings auch als Statement gegen den pervertierten Machismo der chinesischen Gesellschaft, gegen die weit verbreitete Praxis, weibliche Föten abzutreiben, weil Frauen als minderwertig betrachtet werden. Dieser Satz fällt mehrmals im Film.

Regisseur Fruit Chan hat einen Film abgeliefert, der sich souverän zwischen alle Stühle setzt: Eine böse Gesellschaftssatire zwischen Sex, Trash, Horror und Kunstambition, eingefangen in traumschönen Bildern von Hongkongs Star-Kameramann Christopher Doyle (2046, In the Mood for Love).

FAZIT:

Schwarze horror-lastige Gesellschaftssatire made in Hongkong, interessant, sehenswert, aber sicher nicht jedermanns Geschmack.

WERTUNG: 7 von 10 Dim Sum
Dein Kommentar >>
layla | 23.01.2006 15:42
Habe ihn mir zu kurzem mal im Kino angesehen (wir waren zu 4 im saal). Das knischen von den Dumplings verursacht echt einen kalten Schauer über den Rücken. Habe wo anders gelesen das Leute den Kinosaal fluchtartig verlassen haben. Wohl grad vorher gegessen *g*.
Ich weiß jetzt nicht wieviel weggeschnitten worden ist bei 3 Extremes. Teilweiße fand ich ihn doch zulang gezogen.
Was ich auch noch sehr ekelhaft fand, waren diese Eier die der Mann dauernt gegessen hat. *igit*
harald | 24.01.2006 12:19
du meinst diese faulen eier? die gelten in china als delikatesse. ich war ja froh, auf meinen china-trips das nicht essen zu müssen :-) aber alles ist relativ:
chinesen ekelen sich nämlich furchtbar vor verdorbender milch, in unseren breiten "käse" genannt.
>> antworten
Kataklysm | 23.11.2005 10:40
habe den film nun gesehen und muss ebenfalls sagen, dass er nicht gerade der film ist, den man sich nach / vor einem exzellenten mahl oder während einer schwangerschaft zu gemüte führen sollte. er ist ein einfach viel zu tiefschwarz und bitterböse. manchmal weiß man nicht, ob man jetzt sich übergeben soll oder einfach nur aus tiefschwarzer seele lachen. ich hab mich fürs letztere entschieden.

langweilig oder langatmig fand ich ihn auf keinen fall, dazu knirschen die embryonen einfach viel zu schön und die halbausgebrüteten eier scheinen zu schön in der weichzeichner-optik von doyles genialer kamera.

und die dahinterliegende problematik des schönheits- und jugend-wahns hätte man kaum effektvoller in scene setzen können...

ebenfalls 7 von 10 männlichen 5-ter monat-abtreibungen
>> antworten
sh4dow | 21.11.2005 12:35
ich kenn von "dumplings" zwar nur die kurzfassung aus "three... extremes", aber nachdem die szenen der langen fassung 1:1 entnommen wurden werd ich trotzdem mal meinen senf dazugeben ;)

meiner meinung nach sollten sich nicht nur zartbesaitete auf ekliges einstellen... denn ich halte mich nicht unbedingt für zartbesaitet und dennoch konnte ich nach dem film nur mit mühe essen und auch tage danach musste ich währenddessen immer noch hie und da an den film denken, was immer für etwas übelkeit gesorgt hat...

ob das nun gut oder schlecht ist... natürlich ist es ein hervorragendes zeichen dafür das der film es schafft den ekel passend rüberzubringen, aber abgesehn davon? der kritische faktor ist natürlich toll (im übrigen ist es meines wissens nach auch in korea gang und gebe weibliche föten abzutreiben, wie es in japan aussieht weiß ich allerdings nicht), jedoch kam mir der film etwas leer vor... sogar die kurzfassung war, auch wenn sie verdammt eklig war, ziemlich langatmig, weshalb ich nicht wirklich lust verspüre mir die lange fassung "anzutun". wer das risiko nicht eingehen will kann sich statt ihr natürlich "three... extremes" ansehen, wo man auch noch 2 andere nette kurzfilme sieht ("box" und "cut") - die IMO beide besser sind als "dumplings"...

wertung der kurzfassung: 7/10
harald | 22.11.2005 12:01
langatmig würd ich den film nicht nennen ... eher temporeduziert.

damit kommt christopher doyles gemäldeartige kameraarbeit besser zur geltung - aber vermutlich nur auf der großen kinoleinwand ...
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