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Dust Devil

Dust Devil

HORROR: Südafrika, 1992
Regie: Richard Stanley
Darsteller: Robert John Burke, Chelsea Field, Zakes Mokae, Marianne Sägebrecht

STORY:

Per Anhalter durch die Wüste...

KRITIK:

Seit "The Hitcher" (1986) wissen wir, dass es gefährlich sein kann fremde Leute im Auto mitzunehmen, auch wenn sie, wie in diesem Fall, nicht wie Rutger Hauer aussehen. Besagter Anhalter, gespielt von Robert John Burke (Thinner - Der Fluch), ist aber kein "normaler" sadistischer Psychopath sondern ein echter Dämon, der in unterschiedlichen Körpern seit Ewig und drei Tagen auf Erden wandelt und Leute meuchelt. Und Burke darf gleich zu Beginn ran und das in zweifacher Hinsicht. Ich sag nur, Sex mit abschließendem Genickbruch.

Während sich unser "Dust Devil" schon längst aus dem Staub gemacht hat wird Sgt. Ben Mukurob (Zakes Mokae - manchem vielleicht bekannt aus "Die Schlange im Regenbogen") zum Tatort gerufen. Zuerst ratlos über die Tathintergründe wendet er sich an die zuständige Ärztin/Leichenbeschauerin (keine Ahnung was Marianne Sägebrecht damals in Namibia zu suchen hatte) und anschließend an einen zauberkundigen Freund, der ihn über die Natur seines Widersachers aufklärt. Und so beginnt die Jagd durch die Wüste.

Etwa zur gleiche Zeit verlässt Wendy (Chelsea Field - Teela aus "Masters of the Universe") ihren rabiaten Ehemann und fährt mit ihrem roten VW Käfer in die namibische Wüste, wo sie dem geheimnisvollen Anhalter begegnet. Nach diversen Umwegen treffen sich dann schließlich alle zum Showdown in einem verlassenen Kaff im Nirgendwo.

Nach Angaben von Regisseur Richard Stanley (M.A.R.K. 13 - Hardware) finden sich in seinem Film verschiedenste Einflüsse, wie dem italienischen Giallo, Alejandro Jodorowsky, Luis Bunuel und Pier Paolo Pasolini bis hin zu Sergio Leone, was sich in der Bildersprache und den Traumsequenzen auch deutlich zeigt.

Beim Cast ist auch alles vertreten, von souverän bis Overacting. Burke bringt die richtige Mischung aus unheilvoller Bedrohung, Tragik und Wahnsinn in seiner Rolle unter. Mokae zeigt uns, trotz minimal variabler Mimik (ähnlich einem Steven Seagal oder Danny Trejo), glaubhaft den gebrochenen Helden, der Frau und Sohn verloren hat. Field bleibt, samt Hintergrundgeschichte, eher blass.

Dust Devil Bild 1
Dust Devil Bild 2
Dust Devil Bild 3
Dust Devil Bild 4
Dust Devil Bild 5
FAZIT:

Nach seinem Aufsehen erregenden Debutfilm M.A.R.K. 13 war Regisseur Richard Stanley per Anhalter durch die namibische Wüste unterwegs. Heraus kam ein Horrorfilm mit durchwegs guten Darstellern, interessanter Optik und ausreichend Blut.

WERTUNG: 7/10
Gastreview von Josef Drasar
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