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Enter the Void

Enter the Void

PSYCHEDELISCHES DRAMA: FRA, 2010
Regie: Gaspar Noé
Darsteller: Nathaniel Brown, Paz de la Huerta, Cyril Roy

STORY:

Der in Tokio lebende, junge Drogendealer Oscar wird während eines Trips von der Polizei erschossen und stirbt. Sein Geist ist aber noch nicht bereit sich von dieser Welt zu lösen und bleibt weiter präsent um seine Schwester zu beschützen.

KRITIK:

Du atmest aus. Du schließt die Augen und reibst dir mit deinen Händen über die Lider. Einatmen, während du die Augen öffnest. Einen Abspann gibt es nicht, nur eine Elektrizität. Spannung. Und Leere. Du stehst auf, taumelst und versuchst dich zurecht zu finden. Der Film ist zu Ende und er verspricht mit großen Lettern, dass die Leere einen erreicht hat, du versucht zwar sie abzuschütteln doch sie bleibt haften. Und lässt nicht mehr los.

"Eine Grenzerfahrung."

"Eine Herausforderung."

"Ein einziger Trip."

Ein Schlag, der dich aus der Fassung bringt.

Gaspar Noé ist nach sieben Jahren zurück gekehrt und macht uns mit seinem dritten Langfilm die Hölle heiß. Wenn man an IRREVÉRSIBLE zurückdenkt, bemerkt man schnell, dass man das eigentlich gar nicht möchte. Selten hat sich ein Film wie dieser so tief und bedrohlich in die Seele gefressen, selten war Schmerz und Übelkeit so effektvoll wie in Noés sogenanntem Skandalfilm.

Dabei war die wohl bekannteste und meist diskutierteste Szene aus Noés Film gar nicht Ursprung des Schocks, den so viele Kritiker lobpriesen und noch viel mehr verrissen. Es war auch kein langsames Warten, kein sich nach Tagen setzendes Grauen, nein, es war eine knapp hundert Minuten lange Tortur, die dem Film die notwendige Kraft gab, um seine Zuschauer in die Knie zu zwingen. Noés halsbrecherischer Stil, bereits angefangen bei der aggressiven Anfangssequenz, die Kamera als sich stets drehendes Auge, das dunkle Rot, der Missmut des Filmes, Zelluloid als Waffe. Und natürlich die Gewalt. Alles in allem war IRREVÉRSIBLE schlicht schwer zu ertragen, abgesehen von den offensichtlich plakativen Schocksequenzen, prägte umso mehr der (ohn)mächtige Stil des Manieristen Noés, der von einem streng verlangte sich durch den Film zu quälen. Und Noés neues Werk macht es nicht leichter. Eher im Gegenteil.

Genug von IRREVÉRSIBLE, widmen wir uns der Leere. Gleich vorneweg; ENTER THE VOID enthält trotz keiner Jugendfreigabe und einer selbstverständlichen Warnung auf den Filmplakaten, keine so dermaßen drastische und verstörende Szene, wie einst die Schändung Monica Bellucis oder die Zweckentfremdung des Feuerlöschers als tödliche Waffe. So weit kann schon gesagt werden, Noé setzt dieses Mal nicht auf entjungfernde und entwaffnende Szenen - aber dennoch auf solche Bilder.

Ich will nicht zu verwirrend klingen, aber ENTER THE VOID macht es einem nicht leicht über ihn zu schreiben (und, ich bitte um Verzeihung, es geht aber nicht ganz ohne den einen oder anderen kleinen Spoiler), oder vielleicht macht er es einem doch ZU leicht, denn man weiß eigentlich gar nicht wo man anfangen soll.

Also beginne ich - ganz simpel - mit dem Anfang. Eine epileptische Eröffnungssequenz drischt einem entgegen und ehe wir uns noch an das Lichtgewitter gewöhnen, befinden wir uns im heutigen Tokio, das wir aus den Augen des Hauptprotagonisten beobachten. Ausnahmslos. Der Balkon, die Lichter, seine Wohnung, seine Freunde, alles wird aus dem Blickwinkel Oscars geschildert, selbst das Augenzwinkern wird durch einen jeweiligen Shortcut imitiert. Was auch die einzigen kurzen Unterbrechungen sind, vorerst, denn Noé inszeniert seine First-Person-Ansicht konsequent und im Grunde mit nahtlosen Übergängen.

Natürlich erlaubt sich die Szenerie den einen oder anderen unerkennbaren Raumfüller, ansonsten bleibt ENTER THE VOID gekonnt schnittfrei. Dies macht das ganze natürlich nicht einfach, sondern eigentlich schon in den ersten Minuten des Filmes zu einer Hürde, die der Zuseher und die Zuseherin erst überkommen müssen: einerseits ist es nicht nur die sehr ungewohnte Kameraführung die eine kleine Überwindung darstellt, ebenso ist die automatische Identifikation mit der Figur des Filmes eher erschreckend als einfühlsam. Gleichzeitig ist man Zuschauer, als auch Mittäter der Szenerie, ist dabei, wenn sich Oscar im Spiegel betrachtet, ist zeitgleich Oscar, wenn die Lichter hinter seinen Lidern verstummen, ist dabei, wenn Oscar in die grelle Nacht Tokios hinaustritt, ist dann aber wieder selbst der Mensch, der sich soeben in einen Drogentrip fallen lässt. Man ist dabei wie Oscar mit seinen Freunden redet, man ist Oscar, wenn man die Leere betritt. Wir sind Oscar, wenn er stirbt.

Nach einer faszinierenden, zerrenden und oft erträglich ruhigen dreiviertel Stunde löst sich die Kamera (nicht zum ersten aber zum endgültigsten Mal) von Oscar und zieht eine Spirale nach oben, entfernt sich. Lässt los. Wir fliegen hinauf und - wie wir es von Noé kennen - nichts kann die Kamera noch aufhalten. Sie fliegt durch Wände, schwebt durch die Luft, ist wie ein alles sehendes Auge, das sich von Vibration und Wind führen lässt, zunächst ziellos, oder so kommt es einem vor, doch dann bestimmt. Und schnell blitzt es uns durch den Kopf: wir haben Oscars Perspektive nie verlassen.

Oscar. Zentrale Figur dieses Werkes. Der fürsorgliche Bruder, der paranoide Junkie, der junge Mann mit ödipalen Komplexen, der tote Körper. Oscar, ein Geist, der durch die Stadt schwebt und aus dessen Sicht wir nun alles beobachten. Diese Sprung mag bei erster Betrachtung zunächst wirr erscheinen, Noé gibt zwar eine deutliche und klare Ansage, an welches Prinzip sich der Film hält und wie weitere visuelle und inszenatorische Pointen, beziehungsweise Konsequenzen betrachtet und behandelt werden können (nicht müssen), ist aber in seinem Überfleiß, in seinem Blendwerk und blendenden Werk oft nicht nachvollziehbar und zunehmend anstrengend.

Das Drehbuch gibt uns durch eine anfängliche Erklärung und Theorie der Nahtod-Erfahrung anhand eines Querschnitts durch das tibetische Totenbuch eine ziemlich straighte Erläuterung, was hier passiert - sozusagen eine Krücke in diesem Flimmerbild aus Eindrücken und Farben, die wir aber auch nur deswegen benötigen, weil Noé uns mit seiner Szenerie die Knochen bricht. Klar zeichnet sich ein Muster aus den Gezeigtem und jeder halbwegs geübte Filmseher kann aus den Fragmenten, die der Film dann zum ersten mal mit starken Schnitten unterlegt, einordnen, kann sich eine Geschichte hinter der visuellen Mauer zusammenstellen (und im Nachhinein ist einem vielleicht viel mehr klar, als man denkt), doch im Moment des Sehens, in dieser einen Sekunde, wo Noés Film erbarmungslos Bilder im schnellen Takt auf die Seher loslässt, bleibt einem kaum Zeit für Verarbeitung. Keine Zeit zum Einordnen. Keine Pause. Keine Gefangenen.

Und hier sitzt auch meiner Meinung nach die Stärke dieses Meisterwerks: ENTER THE VOID wird nicht nur "gesehen". Und auch wenn man es nicht will, sobald man sich auf den Film eingelassen hat, will dieser gefühlt werden. Gespürt, zwar empfangen mit den Augen, doch tief in der Brust verankert. Und Noés Werk ist dabei so konsequent und so erschreckend und so schön und so begeisternd, dass man keine Szene davon verpassen will. Auch wenn man irgendeinmal aufgeben würde, denn ENTER THE VOID verlangt mit seiner Spieldauer von 160 Minuten mehr Konzentration und Ausdauer ab, als man es für einen Film eigentlich möglich halten könnte.

Dabei ist der Film - wiederum auf den zweiten Blick betrachtet - kein wirres Spiel, kein prätentiöses Angeberwerk eines teuflischen Genies, sondern ein bis in das letzte Detail durchdachtes und durchkomponiertes Schauwerk. Keine Szene in ENTER THE VOID wirkt bei genauerer Betrachtung unnötig, es gibt keine Lückenfüller und trotz eines langen, strapaziösen letzten Drittels (das für viele vielleicht langweilig und repetitiv erscheinen mag) baut beinahe jede, noch so kleine Einstellung auf etwas auf, jeder Schwenk enthält eine Bedeutung und jedes Bild, und sei es noch so kurz, hat ihren Sitz - tief in Oscars Psyche. Noé schafft es, Erzählform, Struktur, Stil und Charakter seiner Hauptfigur in ein ganzes Stück zu gießen, und keines diese Kriterien lässt sich schlicht aus den Kontext hinaus zerren, ohne die fließenden Übergänge zu brechen, die es mit den anderen verbindet.

Zu meiner favorisierten Sequenz gehört der Beginn des zweiten Aktes, in dem sich die Kamera streng hinter Oscars Kopf positioniert und wir - kurz noch selbst Mittäter - aus einer kühlen Distanz sein bisheriges Leben betrachtet. Sowohl Narration als auch Charakterisierung Oscars werden durch bloße Schnittfolgen, sozusagen durch eine sich bewegende Diashow kombiniert, alleine die Dauer bis zum nächsten Schnitt misst den Bildern die Bedeutung zu. Als dann das Gewitter das erste Mal zur Ruhe kommt und wir uns im Auge des Sturms wiederfinden, sehen wir Oscars Mutter und seinen - unseren - starren Blick auf ihren nackten Körper gerichtet. Ein starker Moment in meinen Augen - trotz Irrlichter, Fieberträume, visualisierte Drogensequenzen und bunter Stadtrundflüge - wahrscheinlich einer der stärksten Momente des Filmes.

Im dritten und letzten Akt sind die Fesseln der Kamera und des Geistes endgültig abgelegt und Oscar schwebt und taumelt in aller Schnelle über Gebäude, durch Räume und durch Zeit. Jede Szene sucht nach einer Lichtquelle die penetriert werden muss und dies wiederholt sich und wiederholt sich, bis die Augen vor Anstrengung dem Insekt Oscar nicht mehr folgen können. Und es gilt immer noch: keine Pause. Der wohl mühseligste Teil des Werkes bildet sich dann trotzdem noch einmal kurz vor Schluss, wenn der sowieso schon übersexualisierte Film in einem Neonmeer aus Sex und Licht untergeht.

Um noch ein letztes mal sowohl an Nerven und an Kondition zu zerren. Nur um dann mit voller Kraft in den Geist des Zusehers einzudringen, sprichwörtlich. Noés Film ist nicht zu explizit, aber explizit genug um keine Jugendfreigabe zu rechtfertigen und dem Zuschauer dadurch einiges abzuverlangen. Nicht nur die sehr offenherzige, oft auch verklärte, aber nie zu gewalttätige Darstellung von Sex schlittert nicht selten an den Rand des pornografischen Voyeurismus, unterscheidet sich letzten Endes aber durch seine Rolle: wir sind nicht mehr die Zuseher, wir sind jene, denen zugesehen wird. Wir erkennen uns sowohl in Oscar, als auch in seinen Beobachtungen, aus dem einfachen Grund, weil der Film es nicht anders zulässt. Und so projiziert ENTER THE VOID die Bilder, die sich Oscar aussucht zu sehen, direkt in unsere Psyche und wir erkennen - trotz der Gewissheit, die Gedanken und Dinge zu spüren, die einem anderen bestimmt sind - uns im Spiegel.

Die Welt, von der ENTER THE VOID erzählt, ist keine schöne. Zwar gibt es immer wieder wärmende und zuversichtliche Momente - und sie werden vor allem durch den zuletzt angesprochenen Punkt der absoluten Subjektivität, die der Film vermitteln will verstärkt - aber im Großen und Ganzen und vor allem distanziert betrachtet, ist Noés Film ein trauriges Werk. Nicht nur die Lebensgeschichte Oscars ist in traumatisierenden Ereignissen verankert, Noé zeigt durch kontrastreiche Brüche und kluge Szenenwechsel immer das Grauen, welches Oscar verfolgt. Seine Ängste. Und seine Lust. Das ist es vielleicht, was ENTER THE VOID auf den Punkt bringt: ein lustvolles, vibrierendes Werk erbaut aus Angst. Gut, eine Interpretation mag nach Sichtung des Filmes jedem selbst überlassen sein, natürlich, dennoch sind es nicht zuletzt die abschließenden Minuten und die beinahe schon bösartigen Lettern der Leere maßgeblich, warum ich diesen Film nicht als schönes beziehungsweise ermutigendes Exempel der Nahtod-, Tod- und Reinkarnationserfahrung empfinde.

ENTER THE VOID ist ohne Zweifel eine Herausforderung, da der zwei Filmlängen lange Film, wie zu vor schon erwähnt, vom Moment lebt. Es gibt natürlich Vieles, welches im Nachhinein betrachtet eine andere Wirkung entfaltet, so ist das Sinnieren über die letzten sich repetierenden 90 Minuten weder so schlimm noch so unnötig, wie ich sie im Film immer wieder empfinde. Auch Noés etwas einfache Lösung dem Film eine Substanz zu schenken, wirkt rückblickend etwas plakativ, fügt sich aber beim Sehen vorzüglich in den Film ein und stört bei weitem nicht so sehr wie die Phrasendrescherei anno IRRÉVERSIBLE. Meist wird in einfachem Englisch gesprochen, so empfehle ich selbst Englisch eher unerfahrenen Sehern, den Genuss im Originalton, da die deutsche Synchronisation (die ja bei diesem Bilderrausch eigentlich kein Problem wäre, viel Dialog enthält der Film ja nicht) etwas hölzern und bei weitem nicht so authentisch klingt.

A propos Authentizität: die Schauspieler machen ihre Arbeit in meinen Augen mehr als famos, die in anderen Kritiken oft erwähnte Mittelmäßigkeit kann ich hier nicht entdecken. Vor allem Paz de la Huerta als Oscars Schwester zeigt in den Zeiten des Aufruhrs, wie viel Energie sie in simpel geschriebene Zeilen hineinsetzen kann. Ihre unschuldigen Verse, die sie meistens an Oscar spricht, sind da schon ab und zu von etwas Banalität durchzogen, ergeben im Kontext der inzestuösen Beziehung und der jeweiligen Szenen in Summe mehr Potenz als noch soviel pointierte Zeilen eines geübten Dialogschreibers.

Dialoge scheinen Noé auch irgendwie am wenigsten am Herzen liegen; wenn - und ich verspreche, das wird jetzt das Letzte auf was ich Bezug nehmen werde - dem enfant terrible des Ertragbaren etwas wichtig ist, dann eindeutig sein Stil. Wie bereits gesagt, ersetzt hier Ästhetik nicht den eigentlich Wert und Kern des Filmes, sondern bildet sich genau aus diesen heraus. Die verrissfreudigen Schreiber von dasmanifest.com bezeichnen die Idee zwar sehr überzeugt von einer "lästigen Schutzfolie", während sich die Form als eigenes Meisterwerk deklarieren sollte, ich jedoch sehe hierbei ein direktes Zusammenspiel aus Form und Idee. Obgleich die Form des Film wahrscheinlich den größeren Teil dieses Spiels ausmacht; Noé wirft mit Farben exzessiv herum, trotzdem nicht wahllos wie ein Kind mit Aquarell, sondern wie ein wilder Künstler auf dem Weg zum perfekten Werk. Das macht ENTER THE VOID auch primär so wunderbar, der Film ist in jeder Art und Hinsicht visuell überwältigend, nicht immer ansprechend, aber stets verzaubernd, ansteckend und das mit aller Aggressivität. Keine Pause. Keine Gefangenen.

Falls es von Murakamis Roman AFTERDARK einmal eine Verfilmung geben sollte, muss sie so aussehen, wie die letzten Stunden von ENTER THE VOID: die Stadt, ausgebreitet vor dem Betrachter der surrend und schnell über die Adern dieses Gebildes fliegt; Noé zeichnet ein faszinierendes Bild von Tokio, für welches er nicht unbedingt neue Stilmittel verwendet, jedoch seine ausgewählten in aller Härte und Konsequenz vollzieht, dass daraus etwas Neues entsteht. Und so lässt sich ENTER THE VOID ebenso auf den Punkt bringen: eine vollkommen neue Filmerfahrung, "ein Trip" und es ist beinahe schade um Gaspar Noé, denn egal, welchen Alb- und Fiebertraum er uns als nächstes vorsetzt - es wird ihm kaum noch einmal gelingen, etwas so Mächtiges zu erschaffen.

Das GARTENBAUKINO gibt uns die Chance, diesen in jeder Hinsicht grenzüberschreitenden Film exklusiv auf der großen Leinwand zu sehen. Bis 18.3.2011. Kino-Ereignis des Jahres! Schon, oder?

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FAZIT:

Gasar Noés meisterhaftes Werk ist ein Fiebertraum aus Sex, Licht, Lust, Trauer und Angst, welches - obgleich diese Phrase beinahe schon ausgelutscht und abgedroschen wirkt - mit eigenen Augen erfahren werden muss. Stilsicher und hochkonzetriert rammt sich dieser Film dann in den Geist jener, die es schaffen, ENTER THE VOID vollkommen aufzunehmen und als den Wahnsinn zu akzeptieren, den er darstellen will. Visuell herausfordernd bis zur Schmerzensgrenze vergebe ich nicht zuletzt auch deswegen

WERTUNG: 10 von 10 lustvollen DMT-Trips
Dein Kommentar >>
wolf_vienna | 11.01.2012 16:38
JA,e es ist ein visuelles Erlebnis, mehr aber auch nicht. Und ob ein Spitzenfilm jetzt alle seine Genialität aus der Visualität beziehen soll, möchte ich hinterfragen. Für mich - da Inhalt äußerst fragwürdig und auch keine schauspielerische Leistung vorhanden ist - war das nur ein Film der Mittelklasse.
>> antworten
AE | 17.07.2011 10:11
Echt geiler Film, der mir jetzt noch nach ein paar Tagen im Kopf rumschwirrt. Besonderes Lob auch für die Spezialeffeckt, die ich selbst mit geübtem Auge nicht ausmachen konnte. Gemeint sind hier vor allem die genialen Übergänge zu den HDRI-CG-Landschaften, welche die freien Kamerabewegeugen und (Fischauge) Deformationen überhaupt erst ermöglichten.
Ich bin mir nicht sicher wieviel Film überhaupt in realen Settings spielt. Nicht viel jedenfalls, oder? Viele sind meiner Meinung nach einfach ins 3D übertragene Fotos mit CG-Kamera. Ich kann mich aber auch täuschen. Hat jemand mehr Infos dazu?
Zum Inhalt: Etwas langatmig, aber bleibt spannend.
Vor allem die Gleichgültigkeit, die die Seele(die Erzählperspektive, Kamera) der physikalischen Welt entgegenbringt hat mich sehr überzeugt. Egal, ob Urne, Asche im Spülbecken weggespült, Krematorium oder entnommener Fötus. Alles ist Bedeutungslos und im Grunde das selbe für uns, den Betrachter. Schön! Schönes Anti-Hollywood!
Mittendrin dachte ich, bitte zoom jetz nicht auf den toten Fötus, das will ich echt nicht sehen! ...Zoom ->.... IHHH pervers, aber sowas von Bildgewaltig! Das sind Bilder die einem in Erinnerung bleiben. Genial. Oder der knallharte Schnitt und Vergleich von Liebe zur Mutter und Sex.
Auch die meiner Meinugn nach gewollte Mehrdeutigkeit des Endes finde ich gut. Soll jeder sich doch selbst seinen Brei dazu zitieren. Das macht den Film sogar noch sehenswerter, auch nach dem 2. mal.
>> antworten
Djan | 25.04.2011 12:31
Der ultimativste trip seit 2001!
absolut bildgewaltig, man versinkt in diesem film.
gaspar noes opus magnum, wie gern würde ich diesen film auf der leinwand genießen...
>> antworten
thomas | 31.03.2011 00:18
Leider konnte ich keine neue Filmerfahrung bei EtV erfahren.Noe dürfte ziemlich viel Zeit auf Techno Partys oder in Techno Clubs verbringen. Schon seit The Grateful Dead ist ja bekannt wer sich viele Drogen einwirft steht total auf ewig lange Repetitive Musikstücke und das hat sich bis heute zum Post Minimalismus eines R.Villalobos nicht geändert, natürlich kann das auch ohne Drogen gut sein. Hier setzt auch Noe ein hier wird auch immer wieder und wieder das gleiche wiederholt eben nur auf Visueller Ebene. Nicht von ungefähr hat ja ein Teil von Daft Punk denn Soundtrack zu Irreversible beigesteuert. Auch sonst kommt mir alles schon mal da gewesen vor von "2001 Space Odyssee Ende „über Goa Party Neon Flair, bis Brian de Palma Kamera Einstellungen. Von einem Meisterwerk ist das leider alles weit entfernt für meinen Geschmack natürlich. Für mich ist weiterhin "Uncle Boonmee" der Metaebene Film schlechthin.
>> antworten
Federico | 28.03.2011 22:13
Was eine Leinwand so alles ausmacht... der Film hat eine erstaunliche Wucht, die mich nun auch nach dem dritten Mal - nur diesmal eben im Kino - etwas benommen zurückgelassen hat. Zudem sind mir einige Details aufgefallen, die ich bisher nicht realisiert habe (wahrscheinlich auch deswegen, weil ich die ersten Male von der visuellen Wirkung zu sehr eingenommen war): - spoiler, of course - ist sonst jemanden aufgefallen, dass es sich bei der Reinkarnation nicht um seine Schwester handelt? War das von Anfang an klar? Hab' ich mich gestern vielleicht verschaut? Auch wenn man die Person, von der Oscar dann sozusage wiedergeboren wird, man nie deutlich zu Gesicht bekommt, zeichnen sich dennoch deutlich die Umrisse seiner Mutter ab. Oder etwa nicht? Mich würde gern eure Meinung dazu interessieren, da es doch einen wesentlichen Unterschied in der Aussage des Filmes ausmacht. Oder überinterpretiere ich da wieder herum?
Ralph | 29.03.2011 10:33
Ich hab es eigentlich auch eher so gesehen, dass es ein Flashback zu seiner eigenen Geburt war, aber natürlich absichtlich so montiert, dass man glaubte er wird von seiner Schwester wiedergeboren. Meine beiden Begleiter waren da allerdings anderer Meinung.
Federico | 29.03.2011 19:16
Rückblende? Je öfters ich ETV sehe, umso unklarer wird das Ende...
Nico | 06.04.2011 18:41
wobei, von seiner Schwester geboren sein, dann wieder
das Versprechen der beiden erst Recht erfüllt hätte...
aber es sah schon nach seiner Mutter aus...
>> antworten
Ralph | 24.03.2011 08:59
Hmmmm. Also erstens. 10/10 vergebe ich nicht, aber auch nichts anderes. Das war definitiv ein visueller Trip der Extraklasse, geprägt von hynotischer Spannung, die ja erst im letzten Drittel ein wenig der Anspannung gewichen ist. Ich glaube, ich hätte da ein wenig gekürzt, die Love Hotel Szene lässt sich natürlich interpretieren von wegen Harmonie und gegenseitige Verstärkung von Rausch, Eros und Leben, aber sie war trotzdem in dieser Form und vor allem Länge nicht notwendig. Macht aber nix, ist die Entscheidung des Regisseurs. Das Problem des Films, ist eher, dass Noe den Scmäh schonwieder probiert, der schon Irreversible zerstört hat. Es gibt da ein esoterisches Buch, dieses Buch wird besprochen, und dann passiert im Film genau das. Filme, die sich selbst interpretieren? Hallo? Sind wir hier in Hollywood, wo man auf alles eine Antwort hat und dadurch von der Realität weiter entfernt ist als sonst irgendwas? Das zerstört im Grunde die ganze Metaebene des Films...
Die Geschichte und die Dialoge sind natürlich auch sehr einfach, aber dafür möchte ich Noe loben, denn er hat ja nicht versucht eine neue, oder besondere Geschichte zu erzählen, sondern er hat versucht eine Geschichte auf neue Art zu erzählen. Und das ist ihm gelungen. "Das wesentliche ist unerzählerisch, der rote Faden ist zu einer unendlichen Fläche geworden", meinte mein Lieblingsschriftsteller einmal. Noes Syntax ist wirklich faszinierend, seine Verwebung des Mikrokosmos Stadt und seiner Bewohner zu einem gigantischen Bewusstseinsstrom und Trip hat die Grenzen des Mediums Film wiedereinmal erweitert, oder zumindest kurzzeitig verletzt. Dafür kann man nur dankbar sein. "Das ist mal ein Regisseur, der uns wirklich etwas zeigt, das wir noch nie gesehen haben", schrieb ein amerikanischer Kritiker. Wie wahr. Definitief einer von den 10 Filmen, die man als kunstschaffender Mensch immer im Kopf haben sollte, wenn man einmal nicht weiter weiß, einfach um zu sehen was möglich ist.

So, und heute Abend "Season of the Witch";-)
Ralph | 24.03.2011 10:20
Ach ja: An alle Wackelkamera-Allergiker, haltet euch lieber fern, das war mit Abstand der wackeligste Film ever!
Harald | 24.03.2011 10:39
hat mich hier in keinster weise gestört.
ich hatte eher probleme mit dem verwaschenen, bewusst unscharfen bzw. vernebelten bildern. trotzdem ein unglaublicher film, für den ich gar nix anderes zücken kann als die höchstwertung.
Ralph | 24.03.2011 11:21
Ich glaube die Bilder haben sie deswegen so verwaschen, damit man den Unterschied zwischen visuellem Effekt und Realität nicht bemerkt. Hatten ja kein David Fincher Budget, die Burschen. Das war jedenfalls seit Langem wiedereinmal ein Film, wo ich echt gerne das Making Of sehen würde...
Federico | 24.03.2011 19:33
Bei IRREVERSIBLE noch nervig, fand ich es hier beinahe schon wieder plausibel, dass einem hier eine Erklärung "vorgesetzt" wird - mit Noes Worten, sozusagen: "the whole movie is a dream of someone who read The Tibetan Book of the Dead, and heard about it before being [shot by a gun]." (wikipedia)
So gesehen nimmt Noe aber leider auch die Nahtod-Interpretation sämtliche Grundlage... mich stört's so oder so nicht, da der Film anonsten alles wieder wett macht.
Und so wackelig finde ich ihn jetzt auch wieder nicht, eher etwas zu sehr "flimmernd"...
Nic | 24.03.2011 20:49
genau so sollte jede kritik von dir aussehen, ralph.
da kann sich senior H etwas abschaun ;)
Senior H | 24.03.2011 21:01
hat bis auf weiteres eh keine Zeit zum Schreiben ... :(
Nico | 24.03.2011 23:13
Freu mich darauf den auch hier in Graz auf der (auch
wenn kleinen) Leinwand zu sehen... danke liebes
Rechbauer. Freu mich auf den mindestens genauso wie
auf den neuen Malick...
Federico | 28.03.2011 21:35
Uui, das nette Rechbauerkino verlinkt sogar auf unsere Seite. Das ist aber toll, richte ihnen eine schönen Dank aus! :)
>> antworten
Federico | 23.03.2011 22:46
Ich gehe diese Woche noch ins Kino und freue mich schon wie ein kleines Kind auf den Film; würde ich den verpassen, würde ich mir das wohl nie verzeihen - nur noch bis 30. März!
>> antworten
Gantz | 23.03.2011 20:44
Denke, die 10 Sterne sind berechtigt.
Wer das Leben einmal aus dem Blickwinkel des Todes (möglicherweise) erleben möchte mit spannender und tiefgründiger Storyline, obwohl das Ende doch absehbar war, aber auch passt ist.

>> antworten
mausekönig | 10.03.2011 22:32
also ich ahb den fil jetzt gesehn und ich muss sagen 10/10 geht sowas von klar.
ich habe ncoh nie erlebt das in einem film eine visuele spannung erzeugt wird, das fehlen sämtlicher schnitte macht diesen, ioch will es mal tripp nennen, noch interesanter. die story ist auch durchweg gut.

was ich nicht unerwähnt lassen möchte ist das love hotel und der halu-trip am anfang.
das sind zwei der abgedrehtesten filmszenen die ich jeh gesehen habe. 10 minuten psychodelische farbspiele....das ist einfch krass und das love hotel naja, sürealistische pornographie möchte ich mal sagen, alles so bunt.

ich schweif schon wieder ab^^
also der film ist spitze wer sowas guckt brauch keine drogen
oh und bevor ichs vergess: ich hab den film jetzt ohne lsd geguckt und bin gnz froh drum^^
ich glaube wenn man sich das antut hat man nachher das gefühl in einer fantasie zu leben oder irgendwiesowas.......
mausekönig | 10.03.2011 22:36
doch was vergessen:

"ENTER THE VOID enthält trotz keiner Jugendfreigabe und einer selbstverständlichen Warnung auf den Filmplakaten, keine so dermaßen drastische und verstörende Szene"

nur eine szene die mir grade sontan einfällt:
abtreibung...der fötus in der schale, das fand ich schon hart.
hab IRREVÉRSIBLE leider nciht gesehn, aber ein durchschnittlicher fsk18 film ist enter the void nicht
Federico | 11.03.2011 13:02
LSD is glaub ich nicht notwendig, ab ab Minute 4.20 kannst du dich ja anderweitig umsehen. :)
>> antworten
Matzedelic | 18.02.2011 10:07
"Enter the void" ist nur dann gut,wenn der psychedelische Zug abfährt und der Bildschirm flackert. Schauspielerisch grad so Mittelmaß, Story ist ganz nett aber langatmig erzählt,Spannungsbogen kennt der Noe eh nicht und scheinbar wäre der Herr Regisseur wohl lieber Pornoproducer geworden. Wenn ich an die Szene mit der Vagina-Cam denke könnte ich nur noch den Kopf schütteln-und nein,dass hat nix mit Prüderie zu tun!
Noe,du bist ein Blender,der ein Scheiß auf Menschen und Geschichten gibt.
Naspar Goe | 19.02.2011 04:35
Von einem imdb user auf die Frage "What is the void?":

"(...)The void is this film makers perfectly successful attempt to entertain every single uninteresting idiot who hasn't explored many places of the conscious or unconscious. Every closet freak loser who has their best experiences in life watching a film. This is the most Bourgeois film maker of all time and because you will have NO idea what that means, I will tell you straight - he makes fame and money with the most BANAL, exploitative, shock (but not shocking to me) tactics EVER. A waste of space and time and a waste of HUGE amounts of resources - all to keep the stupid stupid, like you. This film is the void(...)"

Ist der Tod die Leere, das Loch, oder das Leben, oder vielleicht einfach auch nur die jeweilige Nut...äh Frau? Zu viele Pornografen werden als Regisseure verehrt.
Harald | 19.02.2011 10:56
jau, super, die postmodernen drübersteher.
wetten, dass der selbe imdb-user tron legacy als masterpiece verehrt. aber bitte, jedem das seine :-)
Chris | 19.02.2011 21:36
Auch wenn ich ENTER THE VOID nicht gesehen habe und somit auch keine Meinung zum Film selbst habe, habe ich sehr wohl eine zur oben zitierten Antwort des IMDB-User.Es ist ja völlig legitim, einen Film scheiße zu finden und natürlich darf auch jeder darüber schreiben, wieso, weshalb, warum, er diesen oder jenen Film scheiße findet. So wie das bspws. die beiden Vorredner Matzedelic und Naspar Goe getan haben. Ja, man kann sogar hart mit dem Regisseur ins Gericht gehen; denn wer wie Noe provoziert oder provozieren versucht, muss freilich mit Reaktionen rechnen. Aber ich persönlich halte es für ziemlich arrogant und unverschämt - und jetzt sind wir wieder bei dem imdb-User- wenn man in seinem Film(!)kommentar jene Leute, die den Film mögen, kategorisch übelst als (V)idioten und Loser beleidigt und sich selbst im Umkehrschluss als jemanden darstellt, der schon alles gesehen und erlebt hat und der nach eigener Einbildung mittlerweile Sphären über allem Bewußten und Unbewußten schwebt. Eine solche Meinung würde ich nicht zitieren, auf die würde ich nichts geben. Da gibt es bestimmt würdigere Negativmeinungen zu dem Film. Aber das ist nur mein Senf zum Zitat; Naspar Goes eigene Worte hingegen sehe ich unbedingt als diskussionswürdig an. Also nichts für ungut an dieser Stelle. : ) PS: Und falls mir jetzt jemand aufs Brot schmieren will, dass ich selber manchmal überhebliche, etwas flapsige Bemerkungen in Richtung Blutlandwirte mache; vergesst es! Ich darf das, weil in meinem Kleiderschrank hängen noch alte verwaschene BLOODFEAST und FULCI LIVES!-Shirts! ; )
Matzedelic | 23.02.2011 18:18
Ich frage mich, was oder wen Noe provoziert. Und vor allem warum? Was sind seine Beweggründe?
Ich glaube, dass Provokation heutzutage meist nur als Ausrede und Freifahrtschein für die Befriedigung niederer Triebe des "Regisseur" und des Konsumenten dient. An sich spricht nix gegen sinnfreie Unterhaltung, aber ich behaupte, dass gewisse Machwerke Menschen zu Fleischgebilden herabwürdigen, zu Objekten degradieren und (noch vorhandene) Empathiefähigkeit dezimieren> Abstumpfung.
Der Fan des Filmes ist nicht zwangsläufig ein Vollidiot, aber wenn er sich intensiv mit dem Film auseinandersetzt und ihn versucht aus genannten Blickwinkeln zu betrachten, dann aber immer noch nicht erkennt, dass dieser Film offensichtlich Mittel zum Zweck ist und in ihm(dem Film) Frauen zu Objekten verkommen......dann kann es durchaus passieren das er ein Vollidiot wird oder schon ist.
Schade ums Budget,vorhandenes Potential und die schöne Psych-Optik.
Matzedelic | 23.02.2011 18:36
@Harald
Wer oder was ist hier der oder die DrübersteherIn? Naspar Goe, der IMDB-User und ich scheinen in keinster Weise "drüber-zu-stehen"! Absoluter Bullshit wenn Du das auf uns beziehts, aber scheinbar ist dir nix Besseres zu uns eingefallen. Ich hoffe, ich tu dir nicht unrecht.
Bourgeoisie geht alle an!
Harald | 23.02.2011 21:12
"Uns"? Pluralis Schizophrenis? Naspar Goe und Matzedelic teilen sich die IP-Adresse ...

Matzedelic | 24.02.2011 18:18
"Uns" aind zwei Personen, es gibt tatsächlich Menschen die in einem Haushalt leben und einen Internetanschluß nutzen.
Die Frage steht aber immer noch offen.
>> antworten
mausekönig | 12.02.2011 21:23
klasse kritik, macht richtig spass zu lesen^^
film klingt auhc klasse, werde cih mir bei der nöchsten gelegenheit kaufen (gibt es den auf blue ray?)

nur interessehalber:
kann man sich das auf drogen antun?
oder brennen da irgendwelche synapsen oder so durch?
Harald | 12.02.2011 22:26
bzg. BluRay: Siehe letzten Absatz.
bzg. Synapsenbrandgefahr: Ich würd Gaspar Noe mal unterstellen, dass der Film zumindest autobiographische Züge trägt.
Federico | 13.02.2011 17:22
Ja, oben einfach auf den amazon-Link klicken, schon is man bei der Bluray.
Und zu deiner zweiten Frage; es kommt darauf an, wie du Filme wahrnimmst, aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen, das milde konzentrationsstärkende Substanzen bei ETV ebenso ein anderes interessantes Filmfeeling verursachen. :)
mausekönig | 04.03.2011 18:57
oh^^
ein glück, dass ich sogut lesen kann^^
>> antworten
Gregor | 10.02.2011 12:27
Danke für die tolle Kritik. Werde ich mir trotz knapper Kasse wohl gleich bestellen müssen! ;-)

Und Deiner Analyse von IRREVERSIBLE stimme ich auch zu: filmtechnisch extrem innovativ, visuell brilliant, extremst unangenehm (HOSTEL ist KIndergarten dagegen) und leider auch noch unglaublich pratentiös (genaus das "Die Zeit zerstört alles blablabla...").
Federico | 15.02.2011 19:02
Sofern du den Film noch nicht bestellt hast; heute ist mein Mediabook gekommen - sehr schön, sehr fein, die 20 € mehr als wert! Ach, und danke. :)
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maulwurf | 09.02.2011 17:37
habe den film im september im colosseum in berlin gesehen: ein riesiger saal, leinwand auch entsprechend groß, mächtige soundanlage und keine 10 zuschauer drin. unter diesen bedingungen volle punktzahl, aber auf dem heimfernseher vermutlich längst nicht so stark.
(spoiler:
ehm den immer wieder auftauchenden autounfall fand ich dann doch sehr bedrückend und ähnlich "schockierend" wie die erwähnten szenen aus irreversibel oder menschenfeind)
Federico | 09.02.2011 19:07
Ich habe den Film leider, leider und tausend mal leider nicht auf einer Leinwand genießen können, ich kann dir nur sagen, dass er bis jetzt auf jedem Fernsehformat (habe ihn sowohl auf einem alten Röhrenbildschirm, als auch auf einem neuen schönen FLatscreen betrachten können) vielleicht nicht seine völlige Wirkung aber auf jeden Fall eine mächtige Wirkung erzielt. Lässt sich genauso im kleinen, wie auch im Großen bewundern, wahrscheinlich. Auf jeden Fall wird ETV der Grund sein, warum ich mir in absehbarer Zeit ein gutes TV Gerät und den dazugehörigen BR-Player anschaffen werde.

Zu diesen Schockszenen: insofern muss ich dir recht geben, da das Trauma, das irgendwie so plötzlich einschlägt schon ziemlich stark inszeniert wurde. Vor allem gibt es in der Mitte des Films die Szene, in dem der Unfall und die Folgen detailliert und länger inszeniert gezeigt werden und diese Szene ging ebenso mir durch alle Knochen. Dennoch empfinde ich sie längst nicht so schrecklich wie die Bilder aus IRREVÈRSIBLE.
Harald | 09.02.2011 22:21
soeben aus verlässlicher Quelle erfahren: Im März im Gartenbau!
Spread the word!
Federico | 09.02.2011 22:44
super!!!!
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Nic | 09.02.2011 14:29
ist mit 7/10 gut bedient, für intellektuelle blümchen ein meisterwerk ;)
menschenfeind und irreversibel waren stärker und interessanter, kommen auf 8/10 ;)
ja die zahlen..hehe..
Federico | 09.02.2011 14:34
IRREVÉRSIBLE fand ich visuell ebenso ansprechend, doch, wie ich es oft in dieser Kritik betone, zu plakativ und etwas zu "obergscheid": die Zeit zerstört alles, bla Phrasendrescherei, wirksam gezeigt durch Schock und Rücklauf. Aber intensiv, immerhin. Menschenfeind kenne ich zu meiner Schande leider nicht und ich habe auch noch nirgends wo eine Kopie auftreiben können (die Kino Kontrovers Reihe scheint nicht mehr in Produktion zu sein, meh...).
Harald | 09.02.2011 15:29
Leider, KK ist Geschichte. 'Menschenfeind' bekommst du nur noch bei privaten Händlern, zu entsprechenden Preisen. 30 Euro aufwärts :(
Federico | 09.02.2011 15:45
ja, eben. eBay hat mich auch schon im stich gelassen, somit bleibt mir nur noch der import einer französischen version mit wenigstens englischen oder am besten dt. untertiteln - so gut ist mein französisch leider nicht mehr, dass ich mir einen ganzen film (im vollgenuss) zutraue.
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Ralph | 09.02.2011 13:55
Wo hast du den gesehen? Du wirst doch nicht.... ;-)
Harald | 09.02.2011 13:57
das letzte Kapitel mit der DVD-Info hab ich hinzugefügt ;-)
Nic | 09.02.2011 14:07
is doch im Verleih..
Ralph | 09.02.2011 14:07
Jetzt war ich gerade peinlich berührt das geschrieben zu haben, bevor ich die Kritik gelesen hab. Danke Harald ;-)

Erscheint auf amazon.co.uk im 25 April auf DVD.

Und übrigens: Tolle Kritik! Vor allem aber NEID. Ich will den auch sehen.
Federico | 09.02.2011 14:30
Dann geh auf amazon.de und kauf dir den Film um 20 Euro, im tollen Mediabook (danke Harald für's hinzufügen), inklusive BluRay UND DVD. ;)
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