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Evil Words

Evil Words

OT: Sur le seuil
HORROR: CAN, 2003
Regie: Eric Tessier
Darsteller: Michel Côté, Patrick Huard, Catherine Florent

STORY:

Zwei blutige Ereignisse in Montreal: Ein Polizist läuft Amok und schießt vor einer Schule auf 21 Kinder. Ein erfolgreicher Autor von Horrorromanen schneidet sich seine Finger ab und versucht danach Selbstmord zu begehen. Auf den ersten Blick haben diese Bluttaten nichts gemeinsam. Natürlich nur auf den ersten Blick.

KRITIK:

Hier mal wieder ein Film aus der Störkanal-Reihe, die uns in der Vergangenheit Werke wie Hunger, Taxidermia oder Martyrium beschert hat. Harter und teils auch kontroverser Stoff also und auch der mir vorliegende Evil Words reiht sich in diese Tradition ein. Schon die kurz angerissene Story lässt ja auch keinen Familienfilm a la Disney vermuten.

Eric Tessiers neustes Werk 5150 Elm's Way begeisterte schon durch eine intelligente Story und avancierte zum kleinen Festivalhit. Evil Words, 7 Jahre vor 5150 Elm's Way produziert, muss sich nicht hinter seinem Nachfolger verstecken.

Es ist allerdings hart über diesen Film zu schreiben ohne zu spoilern, denn die verschachtelte Handlung rund um den Autor Thomas Roy, Psychiater Dr. Paul Lacasse und seiner schwangeren Kollegin Dr. Jeanne Marcoux würde das nur schwer verzeihen. Jedes Wort ist da eigentlich schon zu viel. Deshalb kein Wort mehr über die Story, man sollte sich einfach überraschen lassen.

So viel darf an dieser Stelle jedoch verraten werden. Auf einige Überraschungen und unvorhergesehene Storywendunen kann man sich gefasst machen. Sehr an die älteren Werke von Stephen King erinnernd kommt Evil Words im klassischen Horrorgewand daher und strapaziert die Nerven des Zuschauers mit verstörenden Shortcuts, einigen gut plazierten Splattermomenten und einem düsteren Soundtrack der das Ganze untermalt.

Aber auch vom Subtilen lebt Evil Words. Eine Menge Suspense gespickt mit rätselhaften Wendungen lassen diesen Film immer wieder auch ins Mystery Fach eintauchen, denn ein großer Teil des Horrors schleicht sich anfangs unterschwellig unter der Oberfläche der Story an, zeigt sich in der ersten Hälfte eher in der Gestalt von Erzählungen aus der Vergangenheit des Autors Roy oder in Auftritten einiger Psychiatrie-Insassen um dann in der zweiten Hälfte ohne Vorwarnung in all seiner "Pracht" auszubrechen.

Leider Gottes muss ich mich wieder einmal über die deutsche Synchronisation auslassen, (nein, ich bin nicht überempfindlich!) denn nach ca. 5 Minuten hab ich mich für die französische Originalfassung entschieden und lieber die Untertitel gelesen als die dümmliche Synchro ertragen zu müssen. Manche Charaktere (vor allem der Psychiater) leiden buschstäblich unter der lieblosen Synchro und verlieren damit an Authentizität.

Alles in allem lohnt es sich auf jeden Fall diesen Streifen im DVD-Regal parat zu haben. Vor allem wegen der schönen Störkanal-DVD mit Booklet und liebevoller Gestaltung lohnt sich der Kauf!

Evil Words Bild 1
Evil Words Bild 2
Evil Words Bild 3
Evil Words Bild 4
FAZIT:

Ein klassischer, an die älteren Werke von Stephen King erinnernder Horrorfilm mit einem Schuß Suspense! Wem "5150 Elm's Way" gefallen hat macht hier nichts falsch.

WERTUNG: 7 von 10 heiligen Messen der etwas anderen Art
TEXT © Djan Hajo
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