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Final Destination 5

Final Destination 5

HORROR: USA, 2011
Regie: Steven Quale
Darsteller: Nicholas D'Agosto, Emma Bell, Tom Cruise (halt nein, es war doch nur sein Lookalike Miles Fisher), Ellen Wroe

STORY:

"The same procedure as last year?" - "The same procedure as every year!"

Am Anfang steht die Katastrophe. Diesmal stürzt äußerst spektakulär eine Brücke in sich zusammen. Durch Vorsehung sorgt jemand (hier der nette Sam) dafür, dass eine Gruppe von Leuten ihrem vorbestimmten Schicksal (einen garstigen Tod auf der Brücke) entkommt. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Auch diesmal holt sich Gevatter Tod mittels bizarrer, kurioser und stets spratziger Unfälle zurück, was sein ist...

KRITIK:

Eine flotte und vor allem makabere Idee geht in die fünfte Runde. Weil am bewährten Erfolgsrezept nichts Wesentliches geändert wurde, erhält der Fan haargenau das, was er immer bekommt; wenn FD`s Sensenmann splattrig all diejenigen zusammenklaubt, die ihm zuvor von der Schippe gesprungen sind.

Ergo ist die Handlung nahezu identisch mit den Vorgängerplots. Und ergo werden einige Unken nicht zu Unrecht das Lied von der mangelnden Weiterentwicklung des Serienkonzepts anstimmen. Ich tu`s nicht. Weil mich bisher jede neue FINAL DESTINATION-Folge frappierend an meine Lieblingspizza erinnert hat. Die esse und genieße ich auch immer in der gleichen Variante und wehe da macht mir einer `ne Zwiebel oder ´ne Ananas drauf!

Auch wenn Teil 5 ohne große Neuerung (abgesehen von der Idee, dass man nun mittels Mord den Plan des Schnitters beeinflussen und ein anderes Leben gegen die Verlängerung des eigenen eintauschen kann) daherkommt, macht die Letzte Bestimmung immer noch einen frischen Eindruck. Seine Überraschungs- und Spannungsmomente bezieht die FINAL DESTINATION-Reihe spätestens seit dem zweiten Teil ohnehin weniger aus unvorhersehbaren Story-Wendungen als viel mehr aus der Kreativität beim Basteln bizarrer Kettenreaktionen, die dann zu möglichst fiesen und blutigen Ableben der todgeweihten Protagonisten führen.

Und um den Grimmen Schnitter wieder ins Plansoll zu bringen, spucken die niederträchtigen, schadenfrohen Phantasien der Drehbuchautoren nach wie vor die aberwitzigsten Todesarten aus.

Mit blankem Irrwitz, Augenzwinkern und einer diebischen Freude an der Verzahnung böser Zufälle, der körperlichen Zerstörung, an Gore und Knochenbrüchen darf sich der Sensenmann auch im fünften Akt austoben bis sich am Ende sogar der Kreis zum ersten Teil schließt.

Doch ganz am Anfang eines jeden FINAL DESTINATION steht das Chaos; im lodernden Gewand eines adrenalin, feuer- und blutgetränktes Highlights. Nach Flugzeugabsturz, Massenkarambolage, Achterbahnunglück und einem infernalen Autorennen stürzt nun also eine Brücke ein.

Die Katastrophe dreidimensional. Ein perfekt getrickstes, spektakuläres Höllenszenario aus abstürzenden, von Trümmern, Metallteilen und Fahrzeugen zermalmten, durchbohrten oder erschlagenen Leibern. Das Desaster als großangelegte, virtuos choreographierte galgenhumorige Splatterparty. Dazu ein kryptisch orakelnder CANDYMAN Tony Todd, ein gewohnt lässig metallisches Eröffnungsstück von Brian Tyler und der Kinosaal (including me) hat begeistert gejohlt und um Zugaben gebettelt.

Während mir Jigsaw schon kurz nach Abspann von SAW 2 zum Halse raushing, bete ich bei FD inständig um einen sechsten Teil. Vielleicht mit einem zünftigen Schiffsuntergang zum Auftakt. Aber dann doch bitte ohne Leonardo di Caprio...

Final Destination 5 Bild 1
Final Destination 5 Bild 2
Final Destination 5 Bild 3
Final Destination 5 Bild 4
Final Destination 5 Bild 5
FAZIT:

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, sprach der Tod.

Nach altbekanntem Strickmuster, aber mit gewohnt bissigem Galgenhumor treibt FINAL DESTINATION bereits zum fünften Male derben, gutblutigen Schabernack mit der menschlichen Vergänglichkeit und den Gefahren des Alltags. Inhaltlich gibt es also keine nennenswerte Änderung, aber warum sollte Gevatter Tod auch vom Erfolgsrezept abrücken? Solange er so kreativ und aberwitzig beim Gestalten von bizarren Katastrophen und Unfällen bleibt, kann er gerne wieder kommen und das halbe Dutzend vollmachen.

WERTUNG: 8 von 10 gelaserten Augen
TEXT © Christian Ade
Dein Kommentar >>
dimi28 | 08.09.2011 10:00
nja, bewertung find ich übertrieben, is viel zu hoch... aber der pizza-vergleich gefällt mir :D
aber der film is für mich eig. stuss, den man sich mal aus langeweile ansehen kann, mit nettem 3d effekt... is wie bei jeder serie, wer sie mag, mag auch den teil und wer net, wird auch den hier müll finden....
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