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Four Rooms

Four Rooms

EPISODENFILM: USA, 1995
Regie: Quentin Tarantino,Robert Rodriguez,Alexandre Rockwell,Allison Andres
Darsteller: Tim Roth, Madonna, Antonio Banderas, Quentin Tarantino, Bruce Willis, Salma Hayek

STORY:

Der Hotelpage Ted (Tim Roth) tritt, ausgerechnet in der Silvesternacht, seine erste Schicht an. In den folgenden Stunden erlebt er unglaublich skurrile Geschichten. Er entkommt einem Hexenzirkel, flieht vor einem gestörten Ehepaar, spielt Babysitter für die Kinder eines Gangsters und, als wäre dem noch nicht genug, landet er bei einer grausamen Wette.

KRITIK:

Vorab zum Verständnis: Four Rooms ist ein Episodenfilm. Die vier Regisseure Quentin Tarantino, Robert Rodriguez, Alexandre Rockwell und Allison Andres haben vier unabhängige Episoden gedreht. Was das ganze Gebilde zusammenhält: Jede Episode spielt in einem Hotelzimmer des Mon Signor Hotels. Und in genau diesem Hotel tritt nun der arme Ted seine erste Nachtschicht an. Seine Erlebnisse in den vier Räumen bilden den Roten Faden des Films.

Wenn sich diese vier Regisseure zusammen tun, dann kann man einiges erwarten. Und der Zuschauer wird nicht enttäuscht. Four Rooms ist ein skurriler Trip der sich durch die wunderbar schrullige Gestalt des Ted grandios trägt. Tim Roth, als Hotelpage Ted, spielt die Gestalt des verschrobenen Bellboys, der in diese verrückten Geschichten hinein stolpert, einfach zum schiessen gut. Er muss gar nicht viel machen, allein wie er sich bewegt ist ein Brüller.

Sein Vorgänger hatte ihn gewarnt: "Lass dein Ding in der Hose". Doch den Ratschlag kann er schon bei seiner ersten Begegnung in der Honeymoon Suite (Episode von Allison Andres), mit dem Hexenzirkel nicht befolgen. Den Hexen fehlt nämlich noch eine Zutat für eine Mixtur, welche die Göttin Diana zum Leben erwecken soll. Der angeschlagene Ted kommt, gerade dem Hexenzirkel entflohen, jedoch nicht zur Ruhe. In Zimmer 404 (Episode von Alexandre Rockwell ) wartet ein Ehepaar mit ihren Psychosexspielchen auf ihn. Wie er aus der Nummer wohl wieder rauskommt? Irgendwie schafft der gute Ted auch dies und landet bei einem Mafioso (Antonio Banderas) um dessen Kinder zu hüten, die sind allerdings alles andere als einfach. Und es lauert noch eine unangenehme Überraschung in Zimmer 309 (Episode von Robert Rodriguez). Der Showdown im Penthouse (Episode von Quentin Tarantino) macht den Silvesterabend perfekt. Dort oben haben ein paar Männer eine Wette am laufen, in der ein Kübel mit Eis, ein Holzbrett und ein Hackbeil von Bedeutung sind und auch Teddy soll eine tragende Rolle übernehmen.

Das Ende werde ich hier natürlich nicht verraten, aber soviel muss gesagt werden: Tarantino beendet seine Episode genau so, wie wir es von ihm natürlich erwartet haben. Ein Überraschungsmoment, der mich beim ersten Mal ansehen voll erwischt hat. Die skurrilen Dialoge im Penthouse sind Tarantino typisch und steigern die Spannung ins Unermessliche bis sie sich ruck-zuck entlädt. Die Penthouse Episode ist eindeutig mein Favorit des Films, dicht gefolgt von Zimmer 309, da es einfach zu herrlich ist, wie die kleinen Satansbraten Ted in den Wahnsinn treiben. Am schwächsten war für mich der Hexenzirkel. Vielleicht mag ich die Episode aber auch einfach nicht, weil Madonna eine der Hexen spielt und ich der Meinung bin sie sollte das mit dem schauspielern lieber sein lassen.

Grandios ist allerdings Tim Roth, ohne den dieser Film wohl nicht das wäre was er ist. Er spielt den verschrobenen Hotelpagen so gut, das ich teilweise aus dem Lachen gar nicht mehr raus kam. Auch Antonio Banderas als Mafioso überzeugt voll und ganz. Es macht Spass zuzusehen. Der aufmerksame Zuschauer wird in Four Rooms einige Querverweise auf die anderen Filme der Regisseure finden. Es sind viele und die werden hier natürlich nicht verraten.

Four Rooms Bild 1
Four Rooms Bild 2
Four Rooms Bild 3
Four Rooms Bild 4
Four Rooms Bild 5
Four Rooms Bild 6
FAZIT:

Four Rooms ist für mich ein Film, den man gerne öfter sehen kann, denn Tim Roth als schrullig, skurriler Hotelpage ist einfach zum wegschmeissen komisch. Tarantino und Rodriguez werden ihrem Namen gerecht und sind immer für eine Überraschung gut.

WERTUNG: 7 von 10 Hackbeile
TEXT © Nicky
Dein Kommentar >>
Dorian | 22.11.2011 17:29
Ja, die Spannung im Penthouse entlädt sich wirklich
ruck-zuck.
Mochte es vor allem, dass in jedem Raum eine ganz
andere Atmosphäre wirkte.
7/10 toten Prostituierten im Bett auch von mir
>> antworten
Gregor | 21.11.2011 23:32
Hm, bei dem fand ich ehrlich gesagt nur die Rodiguez-Episode richtig gut und den Rest insgesamt ganz schön flach. Habe ich nach einmaligen Ansehen gleich wieder verkauft...

Aber immerhin kann ich nach eineinhalb Jahren Arbeit als Nachtportier in verschiedenen Hotels bezeugen, dass diese Stories gar nicht ganz so weit hergeholt sind, wie sie zunächst scheinen mögen... ;-)
>> antworten


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