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Halloween Special

Ein Filmtipps-Special im Zeichen des Michael Myers.

EINLEITUNG

HALLOWEEN ist eine inhaltlich relativ komplexe Slasherfilm-Reihe. Nicht zwangsläufig, weil die Handlung an sich kompliziert wäre, im Gegenteil. Das Grundprinzip ist ganz einfach: Michael Myers hasst seine Familie und möchte sie auslöschen. Passt.

Dass sich die Reihe inhaltlich jedoch über 20 Jahre zieht, macht die Sache komplizierter. Vor allem da es zwei fast eigenständige Trilogien innerhalb der Reihe gibt, die inhaltlich und referentiell miteinander verbunden sind. Auch wenn man sich ab Teil 7 dazu entschlossen hat die Teile 4, 5 und 6 zu ignorieren, was definitiv die richtige Entscheidung gewesen ist.

So hat man nun die Möglichkeit sich die HALLOWEEN-Reihe auf zwei verschiedene Arten anzuschauen – vorausgesetzt, man möchte sie komplett durchschauen. Zum einen hat man die Möglichkeit die Reihe in die zwei sie bildenden Trilogien aufzuteilen. Und somit thematisch sortiert zu gucken. Nachfolgend sind die beiden Möglichkeiten aufgeschlüsselt.

TRILOGIEN

Entscheidet man sich also für erstere Variante, schaut man sich die Filme thematisch getrennt nach ihren Hauptfiguren an. Man erfährt also zunächst, was mit der Mutter, Laurie Strode, geschehen ist und dann wie es ihrer Tochter, Jamie Lloyd, ergangen ist.

1. Laurie Strode-Trilogie

2. Jamie Lloyd-Trilogie

1. Die Laurie Strode-Trilogie besteht aus den Filmen HALLOWEEN- DIE NACHT DES GRAUENS, HALLOWEEN 2 - DAS GRAUEN KEHRT ZURÜCK, HALLOWEEN H20 (Teil 7) sowie HALLOWEEN: RESURRECTION (Teil 8) – Ihr merkt schon, ein vierter Teil hat in einer Trilogie eigentlich nichts zu suchen. Wenn man es genau nimmt, ist die Laurie Strode-Trilogie, wie eigentlich auch die gesamte HALLOWEEN-Reihe mit Teil 7 abgeschlossen. Teil 8 ist also an und für sich ein eigenständiger Film. Da er jedoch das Laurie Strode-Thema wieder aufgreift, weil so versucht wurde Michael Myers glaubwürdig – hust, hust – ins Leben zurückzuholen, muss er dazugezählt werden. In dieser Reihenfolge ergibt sich dann ein chronologisch korrekter Ablauf der Geschehnisse um Laurie Strode und ihren schier aussichtslosen Kampf gegen ihren Bruder Michael Myers.

2. Die Jamie Lloyd-Trilogie beschäftigt sich also mit Lauries Tochter die ihrerseits ebenfalls adoptiert wurde und deshalb weder Myers noch Strode sondern Lloyd heißt. Diese besteht aus den Filmen HALLOWEEN 4 – DIE RÜCKKEHR DES MICHAEL MYERS, HALLOWEEN 5 – DIE RACHE DES MICHAEL MYERS sowie HALLOWEEN 6 – DER FLUCH DES MICHAEL MYERS. Damit erfährt man alles über Michaels Jagd auf seine Nichte Jamie Lloyd. Diese Trilogie nimmt noch Bezug auf die Geschehnisse aus Teil 1 und 2, wird jedoch – wie bereits erwähnt – von Teil 7 und 8 ignoriert.

CHRONOLOGIE

Dann gibt es auch noch eine zweite Möglichkeit. Man hat die Möglichkeit die Geschehnisse chronologisch korrekt zu verfolgen und verfolgt somit Michael Myers auf seiner durch die Jahrzehnte führenden Jagd auf seine Familie. Zwar wechselt so die Perspektive, da er zunächst auf Laurie Strode Jagd macht, dann auf Jamie Lloyd und schließlich wieder auf Laurie Strode, dafür überspringt man nicht mal eben 20 Jahre in der Handlung. Die daraus resultierende Watchlist orientiert sich an der Originalnummerierung der einzelnen Beiträge zur Reihe und deckt folgende Jahre ab:

1963/1978:
HALLOWEEN - DIE NACHT DES GRAUENS

1978:
HALLOWEEN 2 - DAS GRAUEN KEHRT ZURÜCK

1988:
HALLOWEEN 4 – DIE RÜCKKEHR DES MICHAEL MYERS

1989:
HALLOWEEN 5 – DIE RACHE DES MICHAEL MYERS

1995:
HALLOWEEN 6 – DER FLUCH DES MICHAEL MYERS

1998:
HALLOWEEN H20

2001:
HALLOWEEN: RESURRECTION

Halloween Watchlist Bild 1
Halloween Watchlist Bild 2
Halloween Watchlist Bild 3
Halloween Watchlist Bild 4
Halloween Watchlist Bild 5
Halloween Watchlist Bild 6
Halloween Watchlist Bild 7
Dein Kommentar >>
toxic | 06.12.2012 16:54
Ehre, wem Ehre gebührt. Ein hervorragendes, komplexes und fast schon für diese Seite überfälliges Special. Die Idee der 2 Trilogien ist super. Und in den meisten Punkten stimme ich mit Johannes überein (Rachel ist einfach ne Super Screamqueen).
Aber...Teil 5 mit 3 Punkten noch schlechter als die Beleidigung "Resurrection" dastehen zu lassen, geht einfach nicht. Auch wenn der Film alles andere als gelungen ist, hat er einige Pluspunkte:
1. Donald Pleasance - ohne Loomis gehts halt nicht
2. die selben Schauspieler aus Teil 4 und eine geradlinige direkte Handlungsfortsetzung ohne Auferstehung
3. das Enstehungsjahr lässt den Film heutzutage altmodischer und damit auch etwas atmosphärischer wirken als dieser Hochverrat von 2001. Ich denke da an die Szene wo Jamie im Kellerschacht festsitzt und Michael sie da rausmessern will. Toll. Sowie schon erwähnt alle Szenen mit Loomis.
Das hebt Teil 5 für Fans doch ins solide Mittelfeld (sagen wir 5 Punkte).
"Resurrection" dagegen tritt das Franchise so dermaßen mit Füßen, wie du's ja schön beschrieben hast. Der hervorragende Vörgänger (H20) ist nun mal der Letzte Teil der Reihe PUNKT! Michael ist tot PUNKT!
Ich war zu Teil 8 im Kino und hab mich im Sessel vor Schmerzen gekrümmt und hatte spastische Anfälle und war danach fast so angefressen wie Michael schon alleine weil ich auf die Scheiße reingefallen bin und die Karte bezahlt hab! Hollywood ihr seid alle Schweine!

Ohne eine neue Wertediskussion lostreten zu wollen (Johannes ist ja immer sehr großzügig mit den Punkten) sollte man doch eine Differenz zwischen Teil 1 und 2 haben, da der erste nun mal der ERSTE ist und ein zeitloses Übermeisterwerk in der Geschichte des Horrorfilms (bester Carpenter sowieso) darstellt. Andere Meinungen sind da unzulässig. Also, wenn Teil 2 schon die volle Punktzahl bekommt, dann gehen wir doch einen rauf auf elf für den Ersten :)

P.S. Die Kritk zu Freitag Teil 2 fand ich auch sehr lesenswert. Schafft ihr da evtl. auch noch die Reihe voll zu machen oder wenigstens noch Teil 3 und 4? Johannes, Marcel, Chris, anyone? Wegen Euch hab die alten DVDs wieder mal ausm Regal geholt. Schon tausendmal gesehen und doch imer wieder ein Riesenspaß. So, weitermachen!
Marcel | 06.12.2012 18:35
Also, mit dem netten Michael von nebenan verbinde ich meine wesentliche Affinität zum "modernen" Horrorfilm ("modern" gilt hier als Abgrenzung zu den historischen Horrormythen wie Vampire, Werwölfe etc, nicht als tagesaktuelles Datum), dem ich ab 1983 verfallen bin.

Alledings liegen über Haddonfield mehr Schatten als Wolken. Mit Ausnahme der wirklich großartigen Fortsetzung von Rick Rosenthal (bei dem Carpenter wohl doch noch am Drehort Hand angelegt hat) habe ich mit allen Schwierigkeiten. Teil 4 ist eine der wenigen positiven Überraschungen.

Und GANZ übel wird es mit dem Remake von Herrn Zombie. Herrschaftszeiten. Danke für den Verriss im Vorbeigehen, Johannes. Aber "ignorieren, dann tun sie nicht weh"? Für diesen Satz gehörst du in den Kleiderschrank. Ich trauere bis heute den zwei Stunden meiner Lebenszeit nach, die ich dabei verloren habe. Die sind einfach weg. Unwiederbringlich. Ich kann das nicht ignorieren. ;-)
Marcel | 06.12.2012 20:14
Urks,... Schatten und Licht natürlich.
Johannes | 07.12.2012 09:03
@toxic: Danke, freut mich, dass es gefällt. Ich hab auch einiges an Arbeit reingesteckt. :)

Ach komm, der eine Punkt Unterschied? ;) Ich denke, ich habe in den Reviews schon ganz gut beschrieben, warum Teil 5 einen Punkt weniger bekommen hat als Resurrection, aber ich gehe nochmal drauf ein. Zunächst mal, du hast absolut recht - klar, die 80er Jahre-Atmosphäre in Teil 5 ist schon mal von vorneherein ein großes Plus. Und gerade die Szene in der Michael versucht Jamie aus dem Lüftungsschacht "zu messern" - geiler Begriff, hrhr - ist sehr spannend und ein gelungener Michael Myers-Moment, der ja auch in H20 wieder aufgeriffen wurde - in der Szene mit dem Lastenaufzug. Aber, das sind die Punkte die dann letztlich dafür gesorgt haben, dass es noch 3 Punkte sind. Ansonsten ist das was Teil 5 mit der Reihe macht, übler als der Schmodder aus Resurrection. Der Film führt die Geschichte aus Teil 4 fort, inklusive der Figuren, spuckt ihm dabei aber gleichzeitig ins Gesicht. Die Exposition ist reiner Schwachfug, Rachel stirbt schon im ersten Akt, danach geht's mit der nervigen Tina weiter. Jamie ist nur am rumnerven, und Michael Myers die meißte Zeit über nicht Michael Myers.

Klar, Resurrection ist so unnötig wie Titanic 2 und dadurch, dass er die genialen Abschluss aus H20 so in den Dreck zieht allein schon eine pure Frechheit. Aber, der entscheidende Vorteil ist, dass er kurzweiliger ist und sich nicht so zieht wie Teil 5. Das liegt vor allem auch daran, dass die nervigen Kackbratzen hier ruckizucki kalt gemacht werden, während die extrem nervigen Berufsschwachmaten in Teil 5 fast die gesamte Laufzeit über nerven. Nee, also, ich guck mir lieber nochmal Resurrection an als Teil 5. Außer meine Freundin schaut mit, ihre bissigen Kommentare zu Teil 5 sind das eizige, dass mich hat durchhalten lassen. *g*

Was die Teil 1/Teil 2 Sache betrifft, wenn einer der beiden Filme eine höhere Wertung verdient hat, dann Teil 2. In meinen Augen der bessere Film von beiden. Noch mehr Atmosphäre, noch beklemmender und ein super Michael Myers. Aber, beide verdienen die volle Punktzahl. Teil 1 ist ein spannender, atmosphärisch dicht inszenierter Slasher, der zudem noch ein höchst interessantes dramturgisches Modell verwendet. Durch die Revolution im Horrorgenre, die er ausgelöst hat, ein zeitloser Klassiker ohne Frage. Aber Teil 2 verdient seine 10 Punkte mindestens ebenso.

Und zum Abschluss: Die Freitag der 13.-Reihe schließe ich definitiv noch ab; 5 Filme stehen noch aus, die kommen alle noch. Ist mein aktuelles Großprojekt - und wer weiß, vielleicht gibt's zum Abschluss auch noch ein Special. ;)

@Marcel: Den Zombie-Halloween kann ich ganz gut ignorieren - vor allam da ich ihn die ganze Laufzeit über verhöhnt habe. Das war das einzig unterhaltsame daran. Was mich nur ärgert ist, dass ich mir den ausgeliehen und bevor ich ihn geguckt habe, im Angebot Teil 2 mitgenommen hatte. Der steht jetzt ungesehen bei mir im Regal - natürlich schön getrennt von der Halloween-Reihe. :D
Chris | 09.12.2012 13:58
@ Toxic
Zu FREITAG, DER 13. Teil 4 habe ich tatsächlich schon einen Text in
der Hinterhand, falls Johannes da wider Erwarten keine Review in
Planung hätte. Aber ehrlich gesagt lese ich seine Texte zu den alten
hehren Slasherfilmklassiker selbst so gerne, dass ich ihm bei Jason
und Konsorten lieber den Vortritt lassen würde. : ) Seine Reviews
haben mich aber auch wieder inspiriert wieder mal die Slasher-Ecke
meiner privaten Videothek zu durchforsten. Evtl. kommt mal was
über THE BURNING-Brennende Rache oder DIE FORKE DES TODES
von mir. : )
toxic | 11.12.2012 17:03
@Chris: An die Forke hab ich nur noch dunkle Erinnerungen, vor langer Zeit einmal gesehen. Das war doch der Typ mit Gasmaske? Die Heckenschere fand ich eher nich so, da fehlte die Hockeymaske, wenn schon das klassische Campsetting herhalten muss. Aber immer her mit den Kritiken, ich les ja fast alles :)
Hab seit ner Weile die Scheiben Sleepaway Camp 1 u 2 rumliegen, mal sehen ob die was taugen...

@Johannes: Das is das tolle an Meinungen - jeder hat eine :)
Lass mich 15 gewesen sein als ich zum ersten Mal die Nacht des Grauens erlebt hab, fast ohne Ton, weil die Musik einfach zu creepy war. Ich konnte original 3 Nächte nicht richtig schlafen, das prägt natürlich. Da Teil 2 ja schwerer zu bekommen ist, hab ich den erst viel später gesehen, schon abgestumpfter und das Erlebnis ist dann einfach nich das selbe.
Auf das Freitagspecial bin ich gespannt wie'n Flitzebogen. Dann kommt die Jugend zurück...hach.
Chris | 11.12.2012 18:43
@ toxic Stimmt, die Hockeymaske fehlt, aber dafür hat THE
BURNING diese unglaublich gute Floß-Szene... ; ) Könnte allerdings
sein, dass ich in Sachen BURNING wieder nostalgisch vorbelastet
bin. War damals vor langer Zeit im zarten Teenager-Alter von 14
oder so einer meiner ersten Feriencamp-Slasher. So etwas prägt
wohl. Und diesen absolut freakigen Abschluss-Twist vom ersten
SLEEPAWAY CAMP habe ich auch nie vergessen. Me thinks
Johannes hat mit seinem Special wieder mal ne böse Lawine
losgetreten... : )
Marcel | 11.12.2012 18:59
Bei der Erstsichtung von Halloween war ich auch erst 15 - ähnliche Wirkung wie von toxic beschrieben. Und prägend. Freitag 13th habe ich dagegen erstmals als Ü30-Generation gesehen. Das war eigentlich mehr Fun, obwohl mich einige Teile dann doch tatsächlich noch gepackt haben.

So, und der Vollständigkeit halber habe ich gerade Halloween 3 gesehen. Vorausgesetzt, man akzeptiert, dass es kein Myer-Film ist, dann funktioniert er ganz gut - auch weil Carpenters Musik zwar vermutlich im Vorbeigehen entstand, aber immer noch wirkt, und weil Dean Cundey vertraute Einstellungen liefert. Abgesehen davon gibt der Bösewicht ein herrlich schmalzige Parodie eines vornehmen Briten ab.

Und auch wenn ein neuer H3 in Planung ist, will ich kein Reboot davon sehen - egal ob mit geklauten Stonehedges oder wiederkehrenden Michaels.
>> antworten
Harald | 02.12.2012 23:02
Fleißig, fleißig, lieber Kollege! UNd tolle Arbeit!
Johannes | 03.12.2012 10:52
Danke, El Cheffe! ;)
Chris | 03.12.2012 17:03
Dem kann ich mich nur anschließen. Hut ab, Jo! Schönes Special.
>> antworten


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