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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Heathers

Heathers

OT: Lethal Attraction
HIGHSCHOOL-THRILLER: USA, 1988
Regie: Michael Lehmann
Darsteller: Winona Ryder, Christian Slater, Shannen Doherty, Lisanne Falk

STORY:

Drei adrette junge Damen, die den schönen Vornamen Heather teilen, geben an der Westerburg High School den Ton an. Die introvertierte Veronica (Winona Ryder) sucht aus Prestigegründen die Nähe der gleichsam bewunderten wie gefürchteten Heathers-Clique, kann aber ihre Abscheu vor dem arroganten Gehabe ihrer "Freundinnen" schwer verbergen. Im Grunde wünscht sie ihnen den Tod. Da kommt der rebellische Außenseiter J.D. (Christian Slater) gerade recht, der Heather Nummer 1 mittels fingiertem Spülmittel-Selbstmord über den Jordan schickt. Bloß hat niemand damit gerechnet, dass er damit eine regelrechte Welle an Teenager-Selbstmorden lostritt ...

KRITIK:

Aus dem Jahr 1988 stammt diese schwarze Komödie, die seinerzeit durchaus kontrovers aufgenommen wurde und im Laufe der Jahre zum - sprechen wir das böse Wort ruhig gelassen aus - Kultfilm avancierte. Ein respektables IMDB-Rating jenseits der sieben und nicht weniger als 228 User-Reviews deuten jedenfalls auf eine gewisse Popularität des Films im Amiland hin. Die DVD-Veröffentlichung beim renommierten Anchor Bay-Label sollte ebenfalls aufhorchen lassen. Interessanter Film also.

Heathers treibt sein satirisches Spiel mit den Archetypen des Highschool-Films - die Nerds, die Streber, die Coolen, die Jocks, die Bullies, die Outcasts - und wirkt dabei wie der böse Zwillingsbruder eines John Hughs-Films.

Für einen sogenannten Kultfilm - hach, da ist es schon wieder, das böse Wort - inszeniert Michael Lehmann (bekannt vom millionenteuren Bruce Willis-Flop 'Hudson Hawk') eigentlich recht konventionell. Macht aber nichts, denn ein paar ungewöhnliche Kameraeinstellungen hier, ein paar surreale Traumsequenzen da, und fertig ist der unvermeidliche David Lynch-Vergleich am Cover. Was natürlich ein Schaß ist von vorn bis hinten.

Schaß ist Heathers - auch bekannt als 'Lethal Attraction' - aber definitiv keiner. Der Film lebt von einer ungewöhnlichen Idee, vom mit beträchtlichem Wortwitz garniertem Skript und zuallererst von seinen Darstellern. Die Chemie zwischen der sehr jungen Winona Ryder und dem damals gern als juveniler Rebel without a Cause typegecasteten Christian Slater stimmt und rettet den Film über die eine oder andere Länge.

Insgesamt ein empfehlenswerter Spaß, der trotz verschärfter Eighties-Frisuren überraschend zeitlos wirkt und die Blaupause für spätere "schräge" Highschool-Thriller wie z.B. BRICK oder THE RULES OF ATTRACTION abgab.

Heathers Bild 1
Heathers Bild 2
Heathers Bild 3
Heathers Bild 4
FAZIT:

Highschool-Satire meets Bonnie und Clyde: Schwarzhumorig, verhalten böse und dank Winona Ryder, Christian Slater und Shannen Doherty durchaus sehenswert. Die deutsche DVD basiert übrigens auf dem US-Master von Anchor Bay, was bedeutet: Qualitätsarbeit, man kann bedenkenlos zugreifen.
In diesem Sinne: "Sich umzubringen oder nicht ist eine der wichtigsten Entscheidungen, die ein Teenager fällen kann."

WERTUNG: 7 von 10 Dynamitladungen im Heizungskeller
Dein Kommentar >>
Erich H. | 05.10.2011 11:29
Wirklich guter Film. So schön böse, wie die Amis eigentlich zumeist gar nicht sein können. Und Ryder und Slater hatten damals auch definitiv das richtige Funkeln im Auge für diese Rollen.
Schön, dass dieser Film besprochen wurde.
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