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Hitchhiker's Guide

Hitchhiker's Guide

OT: The Hitchhiker´s Guide to the Galaxy
SCI-FI-KOMÖDIE: USA/GB, 2005
Regie: Garth Jennings
Darsteller: Sam Rockwell, Martin Freeman, Mos Def

STORY:

Die Erde muss einer intergalaktischen Durchzugsstraße Platz machen. Der einzige überlebende Mensch erlebt mit einem außerirdischen Begleiter einigermaßen bizarre Abenteuer im Weltraum. Unverzichtbarer Ratgeber dabei: Ein Weltraum-Reiseführer namens "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy".

KRITIK:


Hitchhiker's Guide Eigentlich will ich den Job nicht machen. Kann bitte jemand eine kompetentere Kritik schreiben? Denn Science Fiction ist definitiv nicht meine Baustelle. Ich ziehe ja echte Filme mit echten Menschen jeder noch so sauteuren, computer-animierten Specialeffects-Orgie vor.

Aber halt: "The Hitchhiker's Guide to the Galaxy" ist keine dröhnende Weltraumschlacht. Und auch kein zweieinhalbstündiger Werbefilm für Plastikspielzeug, wie der letzte "Star Wars"-Film. Sondern eine Literaturverfilmung. Zugegeben, nicht wirklich Weltliteratur, eher amüsante Strandlektüre. Trotzdem stellt sich die Frage, ob Autor Douglas Adams (RIP) dieser Film-Version sein OK gegeben hätte.

Hitchhiker's Guide Denn die kleinen Anspielungen, der kuriose Wortwitz, die amüsanten Situationsbeschreibungen gehen hier in einer - zugegeben visuell ziemlich beeindruckenden - High Tech-Ausstattungsorgie unter. Was auch nicht anders zu erwarten war.

Irgendwo hab ich gelesen, dass der Film in den USA unter den Erwartungen blieb. Weil der Witz fürs amerikanische Teenager-Publikum offenbar zu hintergründig, zu "britisch" ausgefallen ist. Was selbstverständlich für den Film spricht.

Zuviel sollte man sich dennoch nicht erwarten. Trotz einiger gelungener Gags und bemerkenswerter Effekte (die Erde-Baustelle!) regiert das Mittelmaß. Aber das sieht zumindest ziemlich gut aus: Sam Rockwell sammlet Coolness-Punkte als - nun ja - rockiger Präsident der Galaxis.
Mit blonder Metal-Fönwelle und Klobrillenbart wirkt er wie eine bekiffte Kreuzung aus Chuck Norris und dem Sänger von Mötley Crüe. Auch nicht schlecht.

FAZIT:

US-Komödien-Routine, für mich etwas unter den Erwartungen.

WERTUNG: 6 von 10 depressiven Robotern
Dein Kommentar >>
Michi | 25.01.2015 04:33
Die Bewertung is ein Witz, der Film is supa:)
>> antworten
Leseratte | 15.02.2011 03:28
Wer das Buch gelesen hat wird wohl weinen wenn er den Film dazu sieht. Ich tu' mir schwer den Film davon losgelöst zu bewerten, daher nur 2-3 von 10 Handtüchern.
>> antworten
Frost | 08.04.2010 15:04
Hööööööö 6 von 10 Pünktchen?
Von mir gibts die Höchstnote. Selten habe ich mich bei einer Scifi Parodie so gut unterhalten gefühlt.
>> antworten
Matthew | 12.06.2005 12:58
das große problem dieses filmes: er lässt kalt. zugegebenermaßen ist er nicht schlecht, im gegenteil, die ausstattung ist sehr nett; die charaktere sind witzig, die schauspieler, allen voran sam rockwell, toll, die zwischensequenzen äußerst gelungen und amüsant. und dennoch: er lässt kalt. es fehlt eindeutig etwas, das sogenannte salz in der suppe, diese letzte zutat, die die speise vom allgemeinen brei hervorgeben soll. vielleicht fehlt der charme? oder die logik? oder die detailfreude? wahrscheinlich von allein drei zutaten etwas.
eigentlich liebe ich den britischen humor. ich versprach mir eine irr-witzige odyssee durch den weltraum. ich bekam eine eher lauhe, mäßig lustige weltraumfahrt zu sehen. wie schade!

5 von 10 manisch-depressiven, mäßig gelungenen versuchen, diesen (eigentlich unfilmbaren) kult-roman zu verfilmen.
>> antworten
sh4dow | 11.06.2005 18:40
in direkter anknüpfung an harald's review muss ich sagen das ich persönlich es nicht so empfunden habe das die witze in hitech-zeug untergeht, eher im gegenteil - durch die div. effekte wurde erst die atmosphäre und die komik des films ermöglicht.

wie auch schon bei star wars episode 3 ist für mich der held des films wieder ein computeranimierter charakter (obwohl er auch eine puppe sein könnt... weiß ich nicht *g*) - nämlich marvin... ein sehr simpel gestrickter charakter, aber auch sehr effektiv was die lachmuskeln angeht...

der humor mag sicherlich nicht jedermanns sache sein, aber ich als terry pratchett fan kann nur sagen - wer abgedrehte komik wie sie zB auf der scheibenwelt zu hause ist wird sich bei "hitchhiker's guide to the galaxy" wie zuhause fühlen. wie heißt es so oft auf den pratchett-taschenbüchern: "the douglas adams of fantasy"


fazit:

für mich persönlich ein highlight des diesjährigen mainstream-kinos und für jeden der auf überdrehten, skurrilen humor steht sehr empfehlenswert :)

wertung: 9/10
matthew | 12.06.2005 13:15
der "mainstream"-höhepunkte des jahres 2005 stellen höchstwahrscheinlich und eindeutig "krieg der welten" (ich freue mich schon wahnsinnig darauf, wenn die kleine großartige dakota fanning den großen tom cruise an die wand spielen wird :))) und "sin city" (mir ist die steigerung für das wörtchen cool entfallen) dar... die trailer versprechen einiges... und auf den disney-weihnachtsfilm "the chronicles of narnia" können wir ebenfalls schon sehr gespannt sein...

zur zeit ist das gesamte kino-programm wenig erfreulich bzw. berauschend. sowohl mainstream, siehe per anhalter durch die galaxis, usw. als auch alternative, siehe garden state oder zimt und koreander, können nicht wirklich überzeugen. was ist bloß los mit diesem kino jahr, es hatte doch gut begonnen... diese durstphase dauert mir nun schon definitiv zu lange an...
harald | 14.06.2005 07:48
@matthew: stimmt, das kinojahr 2005 ist bis jetzt sehr schwach. 2004 war auch nicht viel besser.
aber das ist ein grundsätzliches problem.

tatsache ist: immer mehr wirklich interessante filme kommen hierzulande gar nicht ins kino. viele bekommt man überhaupt nie zu sehen, andere nur auf DVD. ohne promotion, gut versteckt in den hintersten winkeln der videothek.

beispiele: team america, die grauzone, love liza ...
warum diese filme nicht ins kino kamen? pure ignoranz, was weiß ich.

für mich ist das jedenfalls motivation, diese seite weiter zu betreiben. irgendwer muss sich ja um spannende nischen-filme kümmern, die von allen anderen ignoriert werden.
sh4dow | 16.06.2005 23:47
@ matthew

also ich muss sagen ich weiß nicht was du hast... für mich war eher ende letzten jahres bitter, aber die letzten wochen/monate fand ich ziemlich toll... ok abgesehn davon das ich "hitchhiker's ..." und "garden state" genial find gibts auch noch andere neue dinge wie "sin city", "kinsey", "unleashed" und sicher einige mehr die ich vergessen hab, die IMO alle sehr sehenswert sind. und ich trau mich wetten das mit "batman begins" ein weiterer guter blockbuster auf uns zukommt, besonders nachdem die meisten kritiken toll ausfielen, ausser denen von leuten die zB den "wenigen humor" bemängelt haben... *kopfschüttel*
ach ja und zumindest in linz startet bald "nobody knows", ein film von dem ich mir auch viel erwart und nicht glaub das er enttäuschen wird.

aber im endeffekt ist das wohl alles ansichtssache... ;)
>> antworten


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