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Krieg der Welten

Krieg der Welten

SCIENCE-FICTION: USA, 2005
Regie: Steven Spielberg
Darsteller: Tom Cruise, Dakota Fanning, Tim Robbins, Justin Chatwin

STORY:

Außerirdische, Invasion, Extermination, Happy End ...

KRITIK:


Krieg der Welten Belanglos ist das erste Wort das mir in den Sinn kommt. Und das bringt es auch ziemlich auf den Punkt.

Der Film beginnt eigentlich sehr solide. Nach einer äußert (angenehm) kurzen Einführung der Charaktere geht's auch gleich so richtig zur Sache. Der Zuschauer wird so richtig gepackt - der Film erreicht seinen Höhepunkt - aber das leider schon nach wenigen Minutern. Der Zuschauer muss dann wie eine unbefriedigte Liebhaberin neben ihrem zu früh gekommenen, eingeschlafenem Freund auf das Ende des Films warten.

In kurzen Momenten (Kampf um Auto und Schiff) zeigt Spielberg, was man aus dem Thema wirklich hätte machen können. Gesellschaftliche Normen, die zerbröckeln wie Gebäude unter dem außerirdischen Angriff. Stattdessen werden wie so oft bei Spielberg familiäre Werte hoch gehalten. Und bei der Story um den Sohn, der seine Familie verlässt, um sich an der Front verheizen lassen zu können, kommt mir ohnehin nur mehr das amerikanische Kotzen.

Schauspielerisch war Mr. Cruise schon oft beeindruckender. Seine Rolle in dem Film ist generell viel zu dominant - überhaupt ist der Ansatz, die Geschichte nur anhand der Erlebnisse einer Familie (deren Familienbande durch die Katastrophe enger werden *würg*) zu erzählen mehr als fragwürdig.

Beim ersten Erblicken von Tim Robbins hofft man noch - doch diese Sequenz wird mehr als mühsam. Justin Chatwin kann aus seiner schwachen Rolle auch nicht mehr herausholen. Einzig Dakota Fanning schafft es mitunter, den Zuschauer mit weit aufgerissenen Augen wieder etwas emotional näher an den Film zu rücken.

Nicht unerwähnt weil so auffällig dürfen auch die zahlreichen logischen Lücken nicht bleiben. Das mit dem EMP und Strom und so dürften die Drehbuchschreiber nicht so ganz verstanden haben. Und dass zwischen tausenden liegengebliebenen Fahrzeugen immer eine freie Spur für Tom Cruise bleibt ist schon sehr praktisch.

Ein bisschen entschädigen die Spezialeffekte - war wohl nicht billig dieses Filmchen, Herr Spielberg...

FAZIT:

Belanglos.

WERTUNG: 4 von 10 Dreibeinen
Gastreview von Stevie
Dein Kommentar >>
Djan | 04.06.2011 18:28
und es weht auch ein hauch orwell durch diesen film
>> antworten
Djan | 04.06.2011 18:27
Da ist man aber ein wenig zu hart ins gericht gegangen...gute effekte, super sound unterhaltsames popcornkino. und tom cruise spielt den antihelden auch recht überzeugend
>> antworten
Nico | 24.02.2008 23:34
Ganz ehrlich hat, mich John Williams Musikuntermalung am meisten genervt. - Bitte Stevie! Der gute Mann hat ausgedient!

Der film hat doch einige gute Szenen: der Leichenfluß, der Höllenzug, die Restaurant / Autoszene... - großartig inszenierter Horror, da gibts nichts zu meckern.

Allzu enttäuschend fand ich ihn also nicht. - vielleicht zu kurz sogar. - Die Charaktere hätten ruhig mehr Tiefe gebraucht. Der Vater-Sohn-Konflikt hätte mehr psychologische Würze vertragen, die Tochter vielleicht mehr Persönlichkeit. - Mir war alles zu selbstverständlich, vielleicht aber auch zu transparent. -

An der Atmosphäre wurde auch zu sehr gespart. vielleicht gerade weil sie der Action weichen musste. - der film wäre schließlich atemberaubend geworden. - aber naja: so reichts nur für

6 von 10 erdnußbuttersandwiches
>> antworten
Arno | 06.07.2005 17:58
Hätte der Autor dieses Verrisses schon einmal was von Filmtheorie und -analyse gehört, seine Kritik wäre wohl weniger harsch ausgefallen.

Literaturtipp: Film verstehen (James Monaco) und "Die Poetik" (Aristoteles).
Arno | 06.07.2005 18:00
Sorry, will da hier nicht unfreundlich sein - aber ein bisschen Expertise täte einer Seite die Bewertungen vornimmt vermutlich nicht schlecht.

Ein Konsument darf natürlich jederzeit sagen, dass ein Film "belanglos" ist.
harald | 06.07.2005 20:53
wir sind übrigens allesamt auch nur film-konsumenten, und keine bezahlten kritiker.
Peter | 06.07.2005 22:18
Ich denke Du hättest ja vorbildhaft selbst den Film kritisieren können und wir hätten somit eine Kritik zu lesen, die offensichtlich den Namen verdient hat. - Kannst es noch immer nachholen, ich werde gespannt sein und wenn nötig, auch vor Neid erblassen.

Ich finde ja, dass es schon erlaubt sein soll, dass man einen Film als belanglos erlebt hat. Kritiken sehe ich als durchaus subjektiv und da ist doch alles erlaubt und gerade Stefan macht sich ohnehin mehr Gedanken als oft notwendig.

Cellardoor | 11.07.2005 12:27
Schönen guten Tag.

Arno, ich wüsste wirklich gerne WAS an diesem
Film nicht belanglos ist. Lasse mich aber gerne
eines Besseren belehren.
Randle P. McMurphy | 13.04.2010 11:25
Locker bleiben - für mich ist Krieg der Welten kein Meisterwerk (hab schon damals ET nicht verstanden) aber immer noch einen der besten Filme die Cruise zu Wege gebracht hat. In kaum einem Film - möglicherweise noch "Vanilla Sky" hat er so eine Autäntität wie in War of the Worlds.
8/10 verdient er in jedem Falle.
>> antworten
Peter | 04.07.2005 20:39
Guten Tag Herr Stefan!
Recht hast du natürlich schon, aber ich tu mir schwer, bei solchen Filmen in die Tiefe zu gehen und analytisch zu pflücken. Wesentlich netter finde ich es, wenn ich verhältnismäßig unkritisch im Saal sitze und mich einfach mal aufmache und abwarte, was so kommt und passiert. - Und ja, das hat mich schon mitgerissen. Ich fand es sau-spannend und ganz gut gemacht. - Klar, alles war nicht in Ordnung, aber erwarte ich mir das von einem "Blockbuster" von Spielberg?
Nö ...

Fand bisher von ca. 15 Meinungen nur eine einzige positive zum Film. Der sah ihn aber dafür gleich zweimal und ... es ist kein Dummie. :-)

Also wenn man dem Film kritisch gegenüber steht, sollte man es erst gar nicht wagen. Wenn man neutral eingestellt und neugierig ist... nur zu!!!

T.C. wird mir übrigens zu heldenhaft dargestellt. Und Dakota Fanning nervt gelegentlich in ihrer nicht enden wollenden Hysterie. Und klar, der Junge ist pathetisch deppert!
6 von 10 Marsianerische Rosskastanien
Steph | 13.07.2005 10:05
Ich kann dem Review eigentlich großteils beipflichten.

Der Zuschauer versteht schon nach 10 Minuten dass die Menschen machtlos gegen die Aliens sind, das ganze herumfahren und beim Meucheln zusehen ist einfach sterbenslangweilig, wenn ich sowas sehen will schau ich mir die ZIB an. Es wird erst ab Tim Robbins Einsatz wieder halbwegs spannend.

Die Tochter von TC nervt einfach nur, neunmalkluges Balg, man wünscht sich förmlich einen Querschläger oder ein FZZZZZZT der Aliens ;)
Der Sohn ist sowieso etwas fragwürdig, wird im handumdrehen Patriot der sich, wie im Review erwähnt, freiwillig verheizen lässt?

Und: HAPPY ENDS sind KACKE :)
>> antworten


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