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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Lolita Kill

Lolita Kill

OT: Far from Home
THRILLER: USA, 1989
Regie: Meiert Avis
Darsteller: Drew Barrymore, Matt Frewer, Anthony Rapp

STORY:

Joleen, 14, befindet sich mit ihrem Vater auf Urlaubsreise, welche in einem Kaff in der Wüste Nevadas außerplanmäßig endet. Das Benzin ist alle, und es dauert nicht lange, bis einer der ortsansässigen Rednecks ihrem Vater die Knarre unter die Nase hält und die erste Leiche gefunden wird. Was Joleen nicht davon abhält, gar heftig mit dem Draufgänger Jimmy zu flirten, der nichts Gutes im Schilde führt…

KRITIK:

Es ist ja immer wieder interessant, ältere, unbekannte Filme von jetzigen Weltstars zu sehen. LOLITA KILL (weniger reißerischer Originaltitel: FAR FROM HOME) aus dem Jahr 1989 hat die damals 14-jährige Drew Barrymore in der Hauptrolle.

LOLITA KILL ist ein kleiner, aber solide inszenierter B-Thriller, der Freunden der Achtziger Jahre im Allgemeinen und Fans von Drew Barrymore im Besonderen einige cheap thrills bietet. Gut, die Hoffnung auf nackte Haut sollte man gleich wieder fahren lassen (wäre ja in Anbetracht des Alters der Hauptdarstellerin auch ein bisschen unstatthaft, oder?).

Vor und hinter der Kamera wird Qualitätsarbeit geboten, das Drehbuch von Tommy Lee Wallace erfindet das Genre zwar nicht neu, sorgt aber für ausreichend Spannung, und dass Regie-Debutant Meiert Avis zuvor fast ausschließlich U2-Videos gedreht hat, muss als Pluspunkt verbucht werden. Anno 1989 durfte man Bono und seine schwerreichen Freunde ja noch ungestraft cool finden.

Erwartungsgemäß sieht der Film stellenweise auch aus wie ein Rockvideo: Wer hat bloß all die Fernseher in diese verfallene Lagerhalle gestellt? Aber es kommt noch besser - gegen Ende nimmt der Regisseur gar visuelle Anleihen beim Italowestern und beim Endzeit-Film(!). Also einige optische Überraschungen in einem ganz interessanten filmischen Kleinod, das dank epiX (immer wieder für eine Überraschung gut, dieses kleine Berliner Label) aus der Versenkung geholt wurde.

Was gibt’s noch zu sagen? Jennifer Tilly aus BOUND taucht in einer Nebenrolle auf.

Und das IMDB-Rating (5.5) ist ein klarer Fall von unterbewertet. Aber das ist ja nix neues; jeder Thriller, der sich ein bissl was traut - egal was - wird IMDB-seitig abgewatscht.

Und die DVD? Die Bildqualität ist in Ordnung, Extras gibt’s keine, die deutsche Synchro ist mittelprächtig, beim englischen Originalton fehlen leider die Untertitel. Minimalismus halt…

Lolita Kill Bild 1
Lolita Kill Bild 2
Lolita Kill Bild 3
Lolita Kill Bild 4
FAZIT:

Drew Barrymore blutjung und bauchfrei unter heißer Wüstensonne im Visier eines Serienkillers. Interessanter, nicht unspannender Mischmasch aus Teenager- und Horrorfilm mit einigen knackigen visuellen Einfällen - die Achtziger lassen schön grüßen. Wer das mag, kann bedenkenlos zugreifen.

WERTUNG: 7 von 10 abgefackelte VW Golfs
Dein Kommentar >>
Nic | 13.11.2009 10:10
als nächstes besorgt man sich dann Poison Ivy, wegen B und so ;-)
Harald | 13.11.2009 10:22
yep, der fehlt mir auch noch.
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