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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Madness

Madness

OT: Gli occhi dentro
GIALLO: ITALIEN, 1994
Regie: Bruno Mattei
Darsteller: Achille Brugnini, Gabriele Gori, Monica Seller, Emy Valentino

STORY:

Ein Serienmörder hat es auf Babysitter abgesehen, denen er auf unschöne Weise die Augen rauspult. Diese perversen Morde erinnern fatal an die Verbrechen eines gewissen "Doctor Dark", seines Zeichens schizophrener Protagonist der neuesten Comicserie der Fumetti-Künstlerin Giovanna Dei (Monica Seller). - Die muss sich nun nicht nur auf einer großen Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen Comicreihe verteidigen, sondern wird auch noch von dem Killer mit den herausgeschnittenen Augäpfeln der Opfer in ihrer Wohnung "beglückt"...

KRITIK:

Wenn man sich vornimmt, die ultimative Giallo-Parodie zusammen zu backen, dann sollte man sich vorher schon sehr genau überlegen, wie man das macht. - Und sollte eine ehrliche Selbstprüfung ergeben, dass man nicht wirklich das Zeug zum Kochmützen-Koch mitbringt, dann ist es unter Umständen ratsam sich gar nicht erst unnötig zu verkünsteln. Denn ansonsten ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass dabei am Ende nur ein ziemlich unappetitlicher Brei herauskommt. Und das wäre ja fatal, nicht wahr Herr FATAL FRAMES Festa?!!!

Stattdessen sollte man sich erst einmal so richtig schön locker machen, bevor man völlig unverkrampft an die Sache herangeht. - So hat es jedenfalls Italiens bekannter Schlock-Artist Bruno Mattei gemacht und freundlicherweise lieferte er mir gestern persönlich sein (nicht allzu) geheimes Rezept:

Als Grundlage nehme man einen möglichst hochwertigen Fertigteich, z.B. TENEBRAE der Marke Argento. Damit der Teig jedoch nicht zu schwer wird, sondern so richtig schön fluffig aufgeht gebe man anschließend noch drei von zehn Teilen EYEBALL aus dem Hause Lenzi hinzu. Das Ganze wird dann grob umgerührt und mit kräftiger Hand gut durchgeknetet.

Um auch wirklich ein schön poppig-trashiges Aroma zu erzielen, würze man die bereits sehr appetitlich anmutende Masse noch mit einer anständigen Prise DELIRIUM. Dabei hat sich immer wieder gezeigt, dass die etwas neuere "Bava Junior" der ollen Polselli-Mixtur eindeutig vorzuziehen ist, da nur sie die gewünschte Frische mit sich bringt. Anschließend lasse man das DELIRIUM am besten über Nacht so richtig schön einziehen, damit dessen freches Aroma auch wirklich den ganzen Teig durchdringt.

Am nächsten Tag kippt man den bereits famos duftenden Teig in eine Standart-Backform und schiebt in flugs in den Ofen, wo man ihn kurz, aber heftig backen lässt. Dann wartet man, bis der Teig eine gelb-braune Farbe annimmt und so heftig aufquillt, dass er bereits Gefahr läuft die Form zu sprengen.

Nun als letztes noch ein verwegener Blindgriff zu den süßen Fertigsoßen. - Und, was haben wir da denn diesmal erwischt? MANHUNTER von Mann? Na, das passt doch auch irgendwie! - Hm, lecker! - Ach was sag ich: Des is ja a hella Wahnsinn! - Nennen wir diese wüste Kreation doch am besten gleich MADNESS! - Obwohl: Wenn ich mir so die Augen ansehe, die mich aus dem Teig heraus anstarren, dann sollte es vielleicht doch eher was damit zu tun haben... - Wir wäre es denn z.B. mit EYES WITHOUT A FACE?!! - Na, ist ja auch egal: Hauptsache das Zeug schmeckt!!!

Madness Bild 1
Madness Bild 2
Madness Bild 3
Madness Bild 4
FAZIT:

Auch was das Backen angeht, muss es halt manchmal einfach mal Fastfood sein!

WERTUNG: 7 von 10 Teile TENEBRAE (nicht vergessen!!!)
TEXT © Gregor Torinus
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