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Mathilde - Eine groe Liebe

Mathilde - Eine große Liebe

DRAMA: F, 2004
Regie: Jean-Pierre Jeunet
Darsteller: Jean-Pierre Darroussin, Audrey Tautou, Gaspard Ulliel

STORY:

Mathilde aime Manech. Mathilde liebt Manech, ihren Verlobten und will nicht wahrhaben, dass dieser an der Front gefallen ist. Ihr Gefühl sagt ihr etwas anderes. Und so sammelt sie nach und nach alle Puzzleteilchen zusammen, um zu erfahren, was wirklich im Schützengraben "Bingo Crepuscule" und mit ihrem Verlobten passiert ist.

KRITIK:

Durchaus erfüllte Erwartungen, aber trotzdem war "unbefriedigend" das erste Wort, das mir beim Vorbeiziehen des Abspanns in den Sinn kam.

Jeunet zeigt uns eindrucksvolle Bilder. Seit "Amélie" darf er offensichtlich mit deutlich mehr Geld um sich werfen. Detailsicheres Paris der 20er Jahre, realitätsnahe Schützengräben des 1. Weltkrieges, malerisches Küstenstädtchen.

Was trotzdem (zumindest bei mir) nicht übergesprungen ist: die Spannung. Schon nach wenigen Minuten ist man wie Mathilde davon überzeugt, dass Manech noch leben muss. Die Spurensuche wird dadurch bald langweilig. Das Auftauchen mancher Puzzlesteinchen und diese liefernden Personen zu unglaubwürdig. Damit werden die Nebenhandlungsstränge interessanter als der 17. Hinweis und die 23. Darstellung der Geschehnisse im Bingo Crepuscule.

Allen voran hier die Episode mit Überraschungsgast Jodie Foster. Ganz groß auch der Rachefeldzug einer Hure, die ein ähnliches Verlobten-Schicksal teilt wie Mathilde. Hier können dem Publikum tiefe Gefühle vermittelt werden. Die untertitelte "große Liebe" zwischen M und M ist dagegen etwas ungreifbar - vielleicht zu naiv.

Abgesehen davon aber ein freudiges Wiedersehen mit Jeunet's "Amélie"-Erfolgsrezepten. Schön herausgearbeitete Charaktere mit kleineren oder größeren skurrilen Eigenheiten. Eine Kamera, die die Bilder aus Jeunet's Kopf erinnerungswürdig auf die Leinwand bringt. Eine musikalische Unterstützung, die v.a. alle Hände voll zu tun hat, der fehlenden Spannung unter die Arme zu greifen. Nicht zu vergessen natürlich die bezaubernde Audrey Tautou.

Meiner Meinung nach scheitert der Film auch etwas daran, alles sein zu wollen: Liebesfilm, Kriegsfilm, Kriminalfilm und lustig zwischendurch auch noch. Diese Quadratur des Kreises gelingt auch einem Jeunet nicht. Leider!

FAZIT:

Sehr bemüht!

WERTUNG: 6 von 10 'Schtzngrmm' :-)
Gastreview von Stevie
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