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Mercenaries

Mercenaries

ACTION: USA, 2014
Regie: Christoph (Olen) Ray
Darsteller: Zoe Bell, Kristanna Loken, Vivica A. Fox, Brigitte Nielsen, Cynthia Rothrock, Nicole Bilderback, Tim Abell, Tiffany Panhilason

STORY:

Die Tochter des US-Präsidenten ist auf einer diplomatischen Reise durch scheinbar osteuropäisches Land, wo einer der ansässigen Warlord-Clans unter der Führung von Ulrika ihren Track überfällt und die Präsidententochter entführt, um die USA zu erpressen. Da offizielle Eingreiftruppen die instabile Lage der Region anheizen und möglicherweise einen Krieg lostreten würden, stellt die CIA-Chefin einen Trupp aus inhaftierten Spezialistinnen/Söldnerinnen zusammen, um die Präsidententochter zu befreien. Frauen aus dem Grund, weil von Ulrika bekannt ist, dass sie Männern aus Prinzip nicht traut. Die Befreiung kann beginnen.

KRITIK:

Ich mag ja die EXPENDABLES und wäre auch ein großer Fan der in diversen Foren aufgekommenen Idee, auch die wenigen Frauen der 80er-Jahre-Action den alten Herren zur Seite zu stellen. Aber da fürchtet sich ja der Herr Stallone anscheinend davor.

Die manchmal fragwürdige Asylum-Fabrik hat da weniger Hemmungen. Gut, für die ganz großen Namen reichte es nicht, aber mit der Kung-Fu-Königin Cynthia Rothrock, der ehemaligen RED SONJA, der Tarantino/Rodriguez-Schauspielerin Vivica A. Fox, einer ehemaligen Terminatrix und der im Steigen befindlichen Ex-Stuntfrau und ebenfalls Tarantino/Roriguez-erfahrenen Zoe Bell konnte nicht viel schief gehen.

Dazu noch einen großen Namen des B-Movies, Olen Ray (auch wenn's nur der Sohn ist), als Regisseur, fertig ist die Schlachtplatte. Und eigentlich, wenn man sich die sonstigen Asylum-Movies anschaut, kommt er auch nicht ganz so billig und unfreiwillig komisch wie andere des Studios rüber. Gut, die Kulissen standen vermutlich am Troma-Gelände oder in einem anderen abgehalfterten Industriegebiet, die Landschaft ist beliebiges Hügelgelände, welches man überall auf der Welt findet und der Rest ist eh alles Studio.

Frauengefängnis-Film wird angedeutet, aber nicht wirklich ausgeführt. Für das bisschen Trash-Faktor sorgt Tim Abell als, no na, frauenvergewaltigende und mörderische Nummer 2 von Ulrika. Humor ist vorhanden. Kloppereien gibt es schlechtere in höher budgetierten Filmen. Die Effekte sind nicht zu übertrieben und damit ist es schon einiges gelungen.

Wie schlagen sich die Damen eigentlich? Gut. Rothrock prügelt nur minimal, da ging's wohl eher um den Namen. Kristanna Loken spielt sensibel die Kerlin mit Ängsten und Geheimnissen. Frau Fox macht es mindest genau so viel Spaß wie Brigitte Nielsen, eindeutig over the act zu agieren. Zoe Bell trägt den Film auf ihren durchtrainierten (dennoch sehr reizvollen) Schultern sowohl im dramatischen als auch im actionlastigen Bereich. Obwohl, am Drama muss sie wohl noch feilen. Aber was soll's? Die EXPENDABLES-Kollegen kommen bekanntlich auch nicht aus der Shakespeare-Akademie.

Mercenaries Bild 1
Mercenaries Bild 2
Mercenaries Bild 3
Mercenaries Bild 4
FAZIT:

Für solche Filme wurde Direct-to-Video (DVD) erfunden. Irgendwie schafft es Herr Olen Ray, stolz auf die Mädels beim Zuschauen zu machen, weil die hier wirklich toll ihren Mann stehen. Alle, die Actionfilme mögen, werden diesen Film auch nicht falsch finden. Irgendwie wirken die Damen Bell, Loken etc. anschmiegsamer als Stallone, Schwarzenegger & Co, was wohl auch nicht zu unterschätzen ist. (Auch wenn man dann doch an ihrer Anschmiegsamkeit zweifeln muss)

WERTUNG: 6 von 10 Leben mindestens
TEXT © Erich H.
Dein Kommentar >>
Harald | 11.04.2015 16:01
Hmm, hab ja bisher um The Ass-ylum einen sehr
weiten Bogen gemacht. Aber das liest sich
interessant und der Trailer sieht eigentlich gar
nicht mal so schlecht aus. Mal sehen ...
Erich H. | 17.04.2015 12:51
Mir ging's nicht anders. Ich musste zugeben, ich wusste nicht mal, dass die außer schlechte Kopien von Blockbustern und konfusem Trash etwas anderes auch in ihrem Programm haben. War überrascht, doch kerniges Action-Kino. Wusste zu gefallen (mit Abstrichen zwar, aber was ist schon perfekt)
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