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Nobody Knows

Nobody Knows

OT: Daremo shiranai
DRAMA: Japan, 2004
Regie: Hirokazu Koreeda
Darsteller: Yûya Yagira, Ayu Kitaura, Hiei Kimura, Momoko Shimizu, Hanae Kan

STORY:

Nobody Knows
Eine Mutter und ihre 4 Kinder, und eine neu angemietete Wohnung: Der älteste Bruder Akira, die Schwester Kyoko, die sehnlichst von einem Klavier träumt, der kleine Bruder Shigeru, und Yuki, die in einem rosa Koffer in die Wohnung geschmuggelt wird. Eine Frau, die zu jung Mutter geworden ist und mit der Angst vor dem Gerede der Nachbarn und Vermieter lebt, und daher ihren Kindern einbläut, sich niemals auf dem Balkon oder auf der Straße zu zeigen - bis auf Akira.

Die wechselnden Männerbekanntschaften der Mutter lassen diese öfter für wenige Tage verschwinden, während die Kinder mit sich und einem Bündel Geld allein gelassen werden. Eines Tages verschwindet die Mutter wieder einmal Hals über Kopf - und kehrt nicht mehr zurück. Als das Bargeld ausgeht und auch die Miet- und Stromvorauszahlungen nicht mehr ausreichen, ist der Erfindungsreichtum der Kinder, besonders der Akiras, gefragt. Über mehrere Monate hinweg wird man Zeuge des Schicksals von Kindern, die völlig auf sich allein gestellt immer noch das Urvertrauen in ihre Mutter haben, die sie im Stich gelassen hat. Doch die Hoffnung stirbt zuletzt - und nicht nur die Hoffnung.

KRITIK:

Nobody Knows
"Daremo shiranai" ist an eine wahre Begebenheit angelehnt, und wurde von Koreeda, der ursprünglich aus dem Dokumentarfilm-Genre kommt, mit Laiendarstellern über Monate hinweg gefilmt. Es gelingt ihm, völlig unsentimental das Zusammenleben und langsame "Verkommen" der Kinder darzustellen; die Hoffnung der Kinder bedrückt, man weiß es schließlich besser. Die Frage Akiras "Wann lässt Du uns endlich in die Schule gehen?"; sowie die Tatsache, dass keines der kleineren Geschwister Straßenschuhe besitzt, sorgen für Klöße im Hals. Der damals 14jährige Yûya Yagira wurde für seine Darstellung des 12jährigen Akira bei den Filmfestspielen in Cannes 2004 als bester Darsteller ausgezeichnet.

FAZIT:

Preisgekröntes Drama nach einer wahren Begebenheit: Vier allein gelassene Kinder versuchen in Tokio zu überleben. Beklemmend und bestürzt machend - man stellt sich die Frage "hätte ich als Nachbarin etwas gemerkt?" - um sich selbst antworten zu können "ich weiß es nicht". - Nobody knows.

WERTUNG: 8 von 10 Setzlingen in Joghurtbechern
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