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Piranha 3D

Piranha 3D

HORROR: USA, 2010
Regie: Alexandre Aja
Darsteller: Elisabeth Shue, Christopher Lloyd, Eli Roth, Adam Scott, Richard Dreyfuss

STORY:

In einem See unter einem See hat eine besondere Spezies Piranhas aus der Urzeit überlebt - als Kannibalen-Piranhas! Und just, als der See von möglichst gutgebauten, textilarmen bis -freien Feierwütigen belagert wird, öffnet sich eine Spalte zum unterirdischen See und die Piranhas erblicken das Licht der Welt - und eine enorme Erweiterung der bislang sehr einseitigen Menuevorschläge. Angeknabberte Schwänze etwa.

KRITIK:

Festschmaus in 3D. Da haben die CGI-Trickser die Prozessoren ihrer Rechner ganz schön ins Schwitzen gebracht. Natürlich sehen die rabiaten Viecher immer noch etwas - ähm - vorzeitig aus. Auch habe ich bislang selten Piranhas gesehen, die mal eben vor der Kamera stehenbleiben und kurz fotogen ihre Zähne fletschen - aber gut, streng genommen ist mir außerhalb der berühmten 35 Millimeter überhaupt kein solcher Fisch über den Weg gelaufen, Hydrobiologie habe ich auch nicht studiert, worüber beschwere ich mich also. Da sich die Filmemacher und Zuschauer ohnehin einig sind, dass die Urzeitfische aus Nullen und Einsen nur Mittel zum Zweck sind, passt das sogar.

Und das Ziel heißt, den Kinosaal zu rocken. Hier geht's nur um niederste Instinkte: Miss Wet-T-Shirts, endlos lange Beine, wackelnde Ärsche, lesbische Spiele und dreidimensionale Brüste. Wer mal 'ne Party feiern will, hier gibt es mehr als genug Anschauungsmaterial. Mann, können die feiern. Ganz groß geschrieben. PAAAAAAAAAAAAARTY - bis zum Kotzen, dreidimensional selbstverständlich. Wenn es einen Film gibt, den mein Liebling abgrundtief hassen wird, dann ist es der hier. Das Teil gehört eindeutig in den Giftschrank aller PC-Wächter.

In der zweiten Hälfte feiert dann nur noch die andere Spezies. Und hier zeigt sich, woher Aja seinen Ruf hat, denn das Schlachtfest ist nicht zimperlich. Allerdings dient der hohe Blutzoll nicht mehr einem Spannungsaufbau, wie man ihn aus den früheren Werken Ajas kennt.

PIRANHA 3D ist Splatterfest-over-the-top, mit Augenzwinkern inszeniert und spätestens mit der Besetzung mit Richard Dreyfuß als erstes Opfer (in einem sehr kleinen Boot!) und Christopher Lloyd als überkandidelter Zoologe auch ein ganzes Genre ironisch reflektierend.

Ach ja, halt. Mittendrin ist da ja noch das Unterwasserballet der beiden nackten Sirenen. Und dazu ertönt "Dôme épais le Jasmin" aus "Lakmé". Der schiere Wahnsinn. Die Welt hält den Atem an. Die Sirenen auch. Und der totale Kontrast zum restlichen Film.

Piranha 3D Bild 1
Piranha 3D Bild 2
Piranha 3D Bild 3
Piranha 3D Bild 4
FAZIT:

Piranhas à la Carte. Die Story ist dabei ebenso dünn wie schwachsinnig, macht aber Spaß und reiht sich munter in das Fischmenü mit Megasharks und Frankenfishs ein, das man derzeit bei filmtipps.at studieren kann. Wohl bekomm's!

WERTUNG: 8 von 10 Tequilas aus dem Bauchnabel
TEXT © Marcel
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Federico | 27.10.2010 13:42
Gestern gesehen, Real 3D, leider nicht O-Ton, was ich bei den geschickten Dialogfen aber gerade noch verkraften konnte.^^

Zu 3D: ich bin zum Schlulss gekommen, dass ich es hasse. Ja, es macht schon ab un zu Spaß wenn einem ein Schiffsmast entgegenfliegt oder ein Piranha jemanden ins Gesicht springt, aber zu 90 Prozent des Films, beschränlt sich 3D immer nur auf sinnlose Kameraerweiterungen, digitalisierte sinnlose - wie soll ich es nennen - Sinnlosigkeiten (uhh, der Anker fliegt ins Wasser ... 3D!!!!) UND, was mich am meißten stört, zu unklares Bild: wenn die Piranhas mal richtig loslegen, kann es schon sein, dass man den einen oder anderen Biss verpasst, weil das verfickte 3D etwas nachhinkt (zu dem hab ich den Trailer für SAW 3D gesehen, bei der schnellen Schnittfolge war mal wieder absolut nix zu erkennen). Aber soviel dazu. Lassen wir das mal außen vor, und beziehen es nicht mit in die Kritik ein, das wäre ja dem Film gegenüber nicht fair ;)

Der Film elbst ist - ja, lustig. Und dumm. Gott, hab ich mich leer gefüllt danach, Piranhas, Titten und Electrobeats im Kopf. Jede (!) party ist anspruchsvoller, als Piranha 3D. Großer Gott, ich würde sogar meinen der Trailer zum besagten Saw-Film war anspruchsvoller als Piranha 3D. Weil Piranha 3D gehts nur ums Fleisch. Und das ist auch gut so, keiner soll sich daran aufhängen, aber - ich habe das ewig gleiche Probleme bei Hollywoodtrash: 300, Crank1 & 2 und jetzt Piranha 3D: die Filme wollen ja nicht, dass man mitdenkt, sondern nur, dass hingeguckt wird. Leider nimmt sich Piranha 3D, ähnlich wie 300, viel zu viel Zeit dafür. Für die Knapp 90 Minuten wird dem Zuschauer viel zu viel "Story" (und gleichzeitig viel zu viel Sex- & Pornowitzchen, hähähä Spalte) geboten, viel zu viel Dialog, der sowieso im Sand verläuft, viel zu viel wird aufgebaut, was im Endeffekt doch gar nicht nötig gewesen wäre, meine Güte, in dem Film gehts um Piranhas!!! Von wegen Spannungsaufbau, jeder weiß, was passiert!
Ächz. Also, als ich dann schon etwas gelangweilt von den 35 Tittenpaar und der 46 Arschaufnahme im Sessel saß und die Metzelei dann endlich losging -- ja, dann war ich, naja, durchaus amüsiert.
Amüsierender wäre es dennoch gewesen, hätte ich ein halbes Jahr gewartet, mir den Film dann ausgelilehen und gemeinsam mit ein paar Bier und Freunden auf einem, normalen, nicht-3D Fernseher angesehen hätte - im Kino, war das dann doch zu viel des Guten.
"Imma tiaf" - könnte man meinen lautete das Motto von Piranha 3D und vielleicht war ich ohne meine Ansprüche immer noch zu anspruchsvoll, aber, Piranha 3d überstrapaziert sein trashiges, bad-taste Image zu sehr. Das nächste mal; mehr Gore, weniger "Plot" und ich bin wieder dabei. Vor allem, wenn Eli Roth eine verpasst bekommt.
6 von 10 Haaren in der Schiffschraube
Marcel | 27.10.2010 14:06
Bei den Ausführungen zu 3D bin ich sogar bei dir. Im Prinzip finde ich das auch ziemlich überflüssig. Bei PINRANHAS fand ich es zwar noch lustig, aber zwingend notwendig ist es nicht. Und wenn der Spuk in ein/zwei Jahren (hoffentlich) wieder vorbei ist, weine ich keine Träne nach.
>> antworten
un(korrekt) | 23.10.2010 18:44
möchte an geeigneter stelle -und zwar an dieser- mal wieder das bewertungssystem in frage stellen!

taxi driver 9(10) und piranha 8(10) solche grotesken bewertungsdifferenzen werden meiner online-nummer-1-filmrezension-datenbank einfach nicht gerecht. wenn zwischen gold und scheiße nur eine geruchsnuance den unterschied ausmacht...kann ich mir auch die rezensionen auf bild.de zu gemüte führen und unverdaut der emaille übergeben....
Harald | 23.10.2010 21:19
die nummer-1-filmrezension-datenbank ehrt uns. dankeschön.
aber vielleicht solltest du dich doch mehr an die rezensionen und weniger an die bewertungen halten. das sind doch nur zahlen. die "wahrheit" steht in den texten und nur in den texten.
Harald | 23.10.2010 21:29
und: ist das rating-system der imdb etwa besser? 100% demokratisch - ja. aber aussagekräftig? ich weiß nicht. jeder schema-f-blockbuster wird abgefeiert, und jeder auch nur ein klein wenig kontroverse oder polarisierende film bekommt 1 oder 10 punkte. ergibt im durchschnitt 5 und bedeutet mittelmaß. und das wird den meisten jener filme, die den mut haben, sich ein bissl zwischen die stühle zu setzen, einfach nicht gerecht.
Marcel | 24.10.2010 00:04
... wie ich werte, steht zudem in meiner Teamvorstellung, nämlich ausschließlich subjektiv. Es gibt keinen Klassikerbonus und keinen Punktabzug für Schund. Und wenn ich die - sorry, aber ich zitiere jetzt mal - Scheiße mag, sag ich das auch. Meine Wertung sagt also NICHTS über die tatsächliche oder vermeintliche objektive Qualität eines Films aus.
un(korrekt) | 24.10.2010 13:47
@harald: das rating ist doch an die rezension gebunden...es sind also mehr als nur zahlen, quasi die essenz der aussage an einer zahl festgemacht.
@marcel: ich zitiere auch mal "Ich habe zu viel gesehen, als das mich irgendein seelenloses Mainstreamteil noch ansatzweise interessiert, ...."...über 90 minuten mtv-spannerkamera mit dem focus auf titten und ärsche, dazu noch ein paar urzeitfische in springbreak laune haben also seele?
Marcel | 24.10.2010 16:02
Lieber unkorrekt, du verwechselt da immer noch was. Die Wertung in Zahlen ist ausschließlich meine ganz eigene. Wenn es auch die Quintessenz aus dem zuvor geschriebenen ist, kann dir der Text allerdings helfen, das zu differenzieren. Wenn du unsere wenig objektiven Abhandlungen über Sexploitationfilme durchliest, wirst du zwar verstehen, warum wir den einen oder anderen Film aus der tiefsten Gülle unterhaltsam finden, andererseits wirst du dich aber vielleicht auch heftigst schütteln, weil du ja nun verstehst, warum wir das so sehen. Eine Zahl kann so etwas niemals vermitteln.

Ich will nicht bestreiten, dass PIRANHAS 3D ein kommerzielles Produkt ist, in das ich mich inzwischen selten verirre, ich behaupte noch weniger, dass PIRANHAS 3D sich außerhalb niedersten Gülleniveau bewegt. Aber noch mal, wenn mir das Spaß macht, ist mir das Niveau egal. Und auch, ob es sich hierbei um Mainstream handelt. Ich bin mir aber nicht sicher, ob wir mit "seelenloses Mainstreamteil" dasselbe meinen. Tits 'n Ass, Splatter en masse und vor allem keine Spur von pc verbinde ich eigentlich nicht damit. Für mich ist PIRANHAS 3D irgendwo eine Fortsetzung von Sexploitation und Trash. Und sorry, damit kann ich was anfangen.
Nic | 25.10.2010 12:31
vielleicht sollte der "spaß" prinzipiell nicht in die punkte-wertung einfließen, sondern nur der "overall artistic value". wie lustig du persönlich etwas findest kannst du ja in den text einbauen. so kann der leser klar unterscheiden zwischen deiner präferenz und objektiver kritik ;)
Marcel | 25.10.2010 12:39
Das ist ja gerade der Knackpunkt. Ich bestreite, dass es eine objektive Wertung oder eine objektive Kritik gibt. Wir reden hier über Meinungen, die man mehr oder weniger gut begründen kann. Dass sich einige Menschen mit einem Filmverstand darauf geeinigt haben, dass CITIZEN KANE der beste Film aller Zeiten sei und PLAN 9 AUS DEM WELTALL der schlechteste, bedeutet nicht zwangsläufig, dass alle, die diese Meinung nicht teilen, kein Filmverständnis haben. Sondern nur eine andere Präferenz (und bei PLAN 9 Spaß an der Freud).

Und mal ernsthaft - wem hilft denn tatsächlich eine bierernste Abhandlung über PIRANHAS 3D? Warum sollte man an diesen Film Maßstäbe anlegen, die dieser gar nicht verfolgt?
Harald | 25.10.2010 12:55
@Nic: Was haltest du als IT-Profi von folgendem Update der Kommentarfunktion:

if (kommentarText.indexOf("Wertung") >= -1) {
alert ("Gähn! Bitte nicht schon wieder eine sinnlose Wertungsdiskussion! Danke, ganz lieb!");
return false;
}
Nic | 25.10.2010 12:56
sollte der film an niveau nichts bieten, fasse es kurz und seriös am anfang zusammen. danach kann die fanboy-kritik beginnen, mit endlosen vergleichen, gefundenen anspielungen, erinnerungen an die kindheit etc etc.
auf diese weise haben beide "parteien" etwas davon, dich gelesen zu haben ;)
Nic | 25.10.2010 12:59
@harald: wenn schon dann in PHP, nachdem du der kommentar funktion eine preview-kommentar-funktion hinzugefügt hast ;)
Federico | 27.10.2010 13:25
hm... nach diesem Gedanken ist Eurotrip besser als Taxi Driver. (ich habs gewusst)
>> antworten
toxic | 21.10.2010 13:10
Nice!
So mag ich meine Piranhas: schön grimmig und erbarmungslos endlos hungrig.
3D braucht dabei kein Mensch, kostet die Kinokarte gleich mal 11€. Aber auf alle Fälle besser als Jaws 3D, an den ich mich manchmal erinnert fühlte.
Hoffe, daß Teil 2 noch mehr splattert und das Gelaber und Gerette von Kindern und Hauptfiguren hinten ansteht... ya know what I mean
Und Greg Nicotero macht zur Zeit mit Abstand die besten Effekte, auch noch vor Tom Savini (zumindest nach Piranha), waren ja zum Teil schön handgemacht und fleischig, hmmm lecker.
Auch 8 von 10 mit Schiffsschrauben skalpierte Blondchen
Harald | 21.10.2010 13:20
na, das hört sich nett an. werd mich wohl auch demnächst ins piranha-becken stürzen müssen.
>> antworten
Nic | 31.08.2010 23:30
wird angesehn. blöd dass er ned im sommer zu uns kam..
HomeMovieCorner | 20.10.2010 13:04
Kannibalen-Piranhas? Die fressen ihre Artgenossen? ;-)

Aber die Kritik macht Lust auf einen "Gehirn-abschalten-und-genießen"-Filmabend.
Marcel | 20.10.2010 13:49
genau das tun sie.
ghostgod | 15.03.2011 09:45
Genau das und nichts anderes habe ich mir von dem Film versprochen. Splatter & Gore in seiner reinsten Form und in gehäuftem Maß. Lediglich die verhältnismäßig lange Anlaufzeit, in der es nur sehr verhalten splatterte, hätte man, vor allem angesichts der doch sehr kurzen Gesamtlaufzeit, kürzen können.
Trotz einiger recht humorvollen Szenen ist "Piranhas" kein Funsplatter! Dazu ist er einfach zu brutal!
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