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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Poseidon

Poseidon

ACTION: USA, 2006
Regie: Wolfgang Petersen
Darsteller: Kurt Russel, Josh Lucas, Richard Dreyfuss

STORY:


das luxusschiff poseidon wird von einer riesenwelle umgedreht, und stellt so das leben einiger passagiere buchstäblich auf den kopf, denn auf einmal müssen sie statt silvester zu feiern um ihr leben rennen um von dem sinkenden schiff zu entkommen.

KRITIK:

Poseidon wolfgang petersen hat ja mittlerweile durchaus erfahrung mit filmen die auf und unter wasser spielen. in poseidon, dem remake eines klassikers aus dem jahr 1972, verbindet er die elemente aus das boot (enge gänge und schiff unter wasser) mit denen aus der sturm (rieeeeesige welle), um es seinen protagonisten schwer zu machen den jahreswechsel auf dem luxusliner zu genießen. nachdem sich dieser nämlich (sehr effektvoll, laut und dramatisch) auf den rücken dreht herrscht an der decke des großen ballsaales vorerst chaos, in das der kapitän (der "quotenschwarze" andre braugher) ruhe zu bringen versucht. mit dem ergebnis, dass alle die auf ihn hören und sich dort einsperren kurze zeit später einen sehr nassen und unangenehmen tod sterben.

da dies aber nur einen sehr kurzen, und vor allem relativ ereignislosen film abgeben würde, versuchen einige passagiere entgegen den anordnungen durch die turbinenrohre im rumpf des schiffes aus dem stahlkolloss zu entfliehen.

Poseidon angeführt von kurt russel und josh lucas, mit unterstützung von unter anderem richard dreyfuss kämpft sich diese relativ bunte und doch demographisch beinahe repräsentative (wenn denn da die sache mit der hautfarbe nicht wäre) gruppe durch aufzüge, lüftungsschächte und gänge, immer auf der flucht vor wasser oder feuer (oder teilweise auch beidem gleichzeitig). dies ist überraschend spannend, wenn auch nicht sonderlich anspruchsvoll oder unvorhersehbar. leute sterben an den "richtigen" stellen im film, andere werden gerade noch vor dem tod gerettet, und am schluss finden sich die glücklichen übriggebliebenen in freiheit und den umständen entsprechender gesundheit wieder.

Poseidon der film ist alles andere als umwerfend, aber er gibt wenigstens nicht vor mehr zu sein als er ist. als "hollywood-blockbuster-katastrophen-film" funktioniert poseidon ausgezeichnet und selbst die natürlich vorhandenen szenen voll selbstaufgabe und pathos hinterlassen keinen wirklich sauren geschmack im mund. und richtig gut wird er dann, wen peterson die schon in das boot zur perfektion gebrachten klaustrophobischen momente umsetzt, nur leider macht das alles keinen wirklich guten film.

den schauspielern kann man dabei nicht wirklich etwas vorwerfen, es werden durch die bank solide leistungen gebracht, und die letzte kurt russel szene ist wirklich wunderbar gespielt.

ahja, beinahe einen extra-punkt hätte der film dafür bekommen, dass fergie von den blackeyed peas nur sehr kurz zu sehen ist, bevor sie stirbt, nachdem sie in dieser zeit aber singt habe ich mich dann doch dagegen entschieden...

FAZIT:

petersen zeigt wieder einmal wie man wasser und enge räume gut in szene setzt, aber mehr als solides hollywood-blockbuster-kino kommt leider nicht dabei heraus

WERTUNG: 6 von 10 fallenden dieselmotoren
Gastreview von Severin
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