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Predators

Predators

SCIFI-ACTION: USA, 2010
Regie: Nimrod Antal
Darsteller: Adrien Brody, Laurence Fishburne, Danny Trejo, Topher Grace, Alice Braga

STORY:

Eine Gruppe von Menschen (alle haben in der einen oder anderen Form etwas mit Gewalt zu tun) wachen im freien Fall über einem Dschungel auf. Dieser stellt sich als extraterrestrisches Jagdreservoir von ziemlich hässlichen Außerirdischen heraus.

KRITIK:

Ich weiß nicht, ob irgend jemand es für möglich gehalten hat, aber das Filmjahr 2010 kann noch tiefer sinken als bisher schon. Waren bis jetzt ein Großteil der Unterhaltungsfilme ziemlich enttäuschend, wird mit 'Predators' ein Totalausfall nachgereicht. Die Ankündigung an den Anfang zurückzukehren und ein Sequel zu Arnold Schwarzeneggers und John McTiernans, dem vermutlich besten lebenden Actionregisseur, Kulthit zu kreieren, das zu 'Predator' so stehen sollte, wie 'Aliens' zu 'Alien', sind mehr als lachhaft. Der Etikettenschwindel - lange Zeit wurde der Film so vermarktet als ob Roberto Rodriguez Regie führen würde - um so ärgerlicher.

Predators bietet in seiner ohnehin knappen Laufzeit keine einzige frische Idee. Und ist daher einfach nur eines: Stocklangweilig. Und das Traurigste ist das verschenkte Potential. Adrien Brody hat mich zwar mit seiner pseudoernsten Batman-Begins-Stimme irritiert, war aber trotzdem sehr überzeugend als Actionheld und sicher mit ein Grund sich das anzusehen. Dass (man kann schon fast sagen) alte Genre-Ikonen wie Danny Trejo oder Laurence Fishburne dabei waren, sorgte auch für vergnügliche Sekunden, zumindest solange bis sie ihre Münder aufmachten um die strunzdummen Dialoge aufzusagen.

Wen man sich vorstellt, was da möglich gewesen wäre. Menschliche Killer aus allen Erdteilen zusammen auf einem fremden Planeten, erstmals in ihrem Leben Beute und nicht Jäger, da kommen direkt LOST-Fantasien auf. Ich denke da an Rückblicke in deren Leben vor, die ihre Handlungsweisen und Charaktere beleuchten. Szenen, die mich tatsächlich dazu bringen könnten, etwas für diese Figuren zu empfinden.

Aber nein. Vollkommen unterentwickelte Charaktere in vollkommen ausgelutschten Handlungsabläufen, die nicht mit einander kommunizieren um die Spannung zu erhöhen. Wie oft will man uns das noch antun? Und warum hat dieser Film 7,2 auf der IMBD und 64% auf rottentomatoes? Sind die alle verrückt geworden?

Predators Bild 1
Predators Bild 2
Predators Bild 3
Predators Bild 4
FAZIT:

Öd, Öder, Predators. Im schwarzen Sommerloch des heurigen Kinos wurde der Tiefpunkt hiermit hoffentlich erreicht. Aber ich hatte auch einen erhebenden Moment während des Films. Jawohl, der Trailer von 'Inception'. Bitte, Chris Nolan, lass mich nicht im Stich! Sonst kehr ich den Blockbustern den Rücken und schaue mir nur noch Independent-Filme an.

WERTUNG: 2 von 10 quälenden Minuten der Langeweile
TEXT © Ralph Zlabinger
Dein Kommentar >>
Bernhard | 19.01.2011 00:10
Gesehen, und fand ihn eigentlich recht gut. Wie Harald fand ich vor allem die ersten 15, 30 Minuten sehr gut, der Rest war dann halt "ok". Hat mich gut unterhalten.

Mein Vorteil war vielleicht, dass ich ihn mir mit kaum noch vorhandenen Erwartungen angesehen habe und Ralph ihn halt mit hohen Erwartungen :)

Würde 6/10 vergeben ihn mir aber auch nicht nochmal ansehen und ihn ebenfalls bald vergessen haben.

Und ich bin ein Riesen-Fan vom Original-Predator :)
>> antworten
ron | 30.12.2010 11:36
Stimme 100% mit eurer Kritik überein. Habe noch nie
einen chlechteren Film im Kino selbst gesehen.
Tiefpunkt im Kinojahr 2010.
Harald | 30.12.2010 14:34
Ralph hat schon recht, da wurde jede Menge Potential verschenkt. Aber die ersten 15 Minuten, in denen sich die Typen im Urwald "orientieren" mussten, haben mich schon gepackt - aber auch nur, weil ich mich geweigert habe, die Inhaltsangabe zu lesen.
Alles in allem ein typischer Zwischenfall. Nicht wirklich so grottenschlecht, aber auch nicht wirklich bedeutend. Eigentlich schon wieder vergessen.
>> antworten
DerInquisitor! | 26.09.2010 19:41
Ma Ralph! Das war doch der beste Predatorstreifen seit langem! Ich habe ihn sehr genossen und würde ihn mir sogar nochmal ansehen. Es ist die perfekte Fortsetzung der Serie - Alien versus Predator werden natürlich ausgeblendet, die gibt es nicht. Noch zum Glück war er auch frei von jeglicher Überhäufung mit Möchtegernclichémoral und auch frei von Ängsten, Gewalt explizit und unterhaltend darzustellen (diese Probleme hatte AvP auf jeden Fall). Antal - und Rodriguez - haben da schon etwas Nettes geleistet. Aber, Ralph, wahrscheinlich ist es das Genre, das dir nicht zusagt. Ein bisschen dumpfe Gewaltaction hat noch niemandem geschadet und gerade hier wäre man wirklich fehl am Platz, wenn man sich etwas Intelektuelles erwartet. Es ist spannend und ES ROCKT! und mehr soll und will es nicht. Auspasta.

7 von 10 gewaltvollen Wirbelsäulenentfernungen

P.S.: IF IT BLEEDS WE CAN KILL IT!!!!
Ralph | 27.09.2010 10:50
Ich mag dumpfe Gewaltaction. Aber gut muss sie sein. Und Predators ist einfach nicht gut, zumindest in meinen Augen. Wirklich alles was in diesem Film zu sehen war, habe ich schon einmal besser, spannender, brutaler, origineller, spektakulärer, usw... woanders gesehen. Daher fand ich es öd. Aber ich muss zugeben, dass in jenem Teil meines Freundeskreises, dessen Film,geschmack ich ernst nehme, die Meinungen ebenfalls stark auseinander gehen. Ein Film, der polarisiert ;-)
DerInquisitor! | 27.09.2010 17:07
Oh ja! Anscheinend recht kontrovers in der kritischen Rezeption!
Aber ich muss ja zugeben, dass mir auch die ersten zwei Filme zugesagt haben - trotz der Machoaction oder gerade wegen dieser. Es ist halt nichts, das man ernst nehmen darf (Man könnte es vielleicht mit dem Anschauen von Filmen wie Machete, Planet Terror oder um einen Nicht-Rodriguez Film zu nennen z.B. Dog Soldiers vergleichen). In der Predatorserie geht es eben darum, dass ein Hero oder eine Gruppe von harten Leuten gegen so ein Vieh im Kampf um Leben und Tod bestehen muss. Wenn man diesen Aspekt wegließe, dann wäre es wie eine Alienfortsetzung ohne Sigourney. Wichtig ist halt, dass es recht stupide bleibt, die Charaktere grob gezeichnet werden und viel Munition draufgeht. Die einzige Variable bleibt demnach einfach der Rahmen, in dem die Schlachterei stattfindet. Und das wurde eigentlich ganz gut gelöst.
Im Endeffekt werde ich dir aber, sofern wir die genannten Eigenschaften in unserer Werteskala als minderwertig erachten, natürlich in gewisser Weise doch recht geben müssen. Es bleibt aber der perfekte Actionkracher für einen verkaterten Nachmittag.
>> antworten
Federico | 01.08.2010 17:59
Der original PREDATOR mit Arnie war schon überbewerteter - sorry - Scheißdreck. Mieserabel gespielt, dumme Geschichte und ein grässliches 80erAction-Machofest. Ich kann mir wirklich nicht erklären, wie dieses Viech zu dem Titel Kultcharakter des Sci-Fi-Genre gekommen ist. Diesen neuen Aufguss werde ich - anscheinend gerechtfertigt - meiden.
Chris | 10.08.2010 17:30
Der Original-PREDATOR Scheißdreck? Da muss ich aber vehement widersprechen. Gut, ich war noch sehr jung, als der herauskam und wir ihn endlich bei irgendeinem großen Bruder auf Video sehen konnten. Aber Mann, der Film hat mich so weggeblasen, dass ich noch am selben Tag in die Buchhandlung geradelt bin und mir das Buch zum Film, das damals im Bastei-Verlag erschienen ist, bestellt habe! Am nächsten Tag ging es -ich mag's vor Scham gar nicht schreiben- in den US-Shop und es wurde so ein doofer Tarnfleckcowboyhut gekauft. : )) Und die nächsten drei Wochen durften mich meine Freunde nur noch "Dutch" nennen...
Derart vorbelastet bin ich natürlich einer, der stolzer Besitzer der Century Cinedition des ersten, einzig wahren PREDATOR ist. Den Armeecowboyhut trage ich allerdings schon lange nicht mehr... : ))
thomas | 14.08.2010 20:34
Sehr richtig.
>> antworten
thomas | 26.07.2010 10:04
Naja ich kann Ralph nicht recht geben.Der ganze Film war leichte Kost hat mich aber 100 mal mehr Unterhalten als "Avatar"denn dieser Dschungel war eher mein Geschmack.Klar waren manche Charaktere wie der von "Fishbourne" eher lau.Der Schatten des Original Cast ist eben zu gross.Ich war aber froh das mir "Jason Statham" erspart blieb und kann nur jedem einen Kinobesuch ans Herz legen der auf Action ohne Hirn und übertriebenen "CGI" Wahnsinn steht.
>> antworten
der klinger | 18.07.2010 18:58
Wie kann man sich nur von einer Kritik vom Kinobesuch abhalten lassen. Wie peinlich ist das denn.

Endlich mal wieder ein richtiger Predator-Streifen. Good Work @ Rodriguez & Antal.
Andreas | 18.07.2010 21:21
das ist ja nicht irgendeine kritik, sondern eine vom ralph. was der sagt, stimmt - außer dass er immer viel zu gutmütig bewertet.
Nic | 18.07.2010 21:31
wenn das geld knapp is, überlegt man sich's mehrmals, und greift auf kritiken zurück. gibt ja auch noch die dvd-auswertung.. ;-)
Ralph | 19.07.2010 00:16
@Andres: Danke :-)

@Klinger: Geb dir schon recht, man sollte sich immer seine eigene Meinung bilden. ABER: Ich bin wirklich gutmütig bei Filmen. Predators war dafür umso zweifelloser eine Frechheit am Filmfreund. In diesem Fall möchte ich daher meinen Kommentar als Dienst an der Menschheit verstanden wissen, weil ich helfe die Allokation eines ohnehin knappen Budgets an wertvoller Lebenszeit und monetären Ressourcen sinnvoller zu gestalten. Ich hoffe ich kann dazu beitragen den volkswirtschaftlichen (und seelischen) Schaden, der durch dieses Machwerk entstehen könnte, gering zu halten.
>> antworten
Bernhard | 18.07.2010 14:06
Auf Inception warte ich übrigens auch schon ganz ungeduldig ...
Nic | 31.07.2010 09:16
ist so gut wie man erwartet, oder besser! ;)
>> antworten
Bernhard | 18.07.2010 14:05
Hm ... hatte irgendwie Hoffnung dass der nicht so schlecht wird nachdem er auch von vielen positive Kritiken bekommen hat.

Na gut, dann halt nicht im Kino sondern vielleicht mal aus der Videothek ...

Curse you, Ralph!
>> antworten
Abe Sada | 17.07.2010 20:05
Den Nagel auf den Kopf getroffen!!!
>> antworten
Nico | 17.07.2010 18:40
Aber, aber, aber, aber, aber... Nimrod Antal! Nimrod Antal! - Das hat doch was zu bedeuten, oder? Ein Namen, der mit Hoffnung zu tun hat... - ein jemand, der doch nicht SOETWAS fies verkackt... - ich werds hoffentlich nicht erleben!
Ralph | 17.07.2010 19:06
Ich hab weder Kontrol noch den Geldtransporterthriller gesehen. Aber ich hoffe in beiden Fällen hat er sich besser angestellt....
Chris | 17.07.2010 22:09
Ich für meinen Teil kenne nur KONTROLL von ihm. Das ist aber wirklich ein außergewöhnlicher und richtig guter Film. PREDATORS riecht aber ein bißchen nach Auftragsarbeit, oder?
>> antworten
Nic | 17.07.2010 16:33
waren aber nette aufnahmen dabei. also wer nicht in eclipse geht, schaut sich den an. selbes niveau :-p
Ralph | 17.07.2010 19:08
Ist Eclipse soo uninspiriert? Aber es kann schon sein. Zwischen 5/10 und 2/10 besteht eh nicht mehr viel Unterschied. Ist nur eine Frage der Laune....;)
Abe Sada | 18.07.2010 22:58
KLASSE KRITIK!!!
D-Mark | 29.07.2010 17:17
Hat irgendwer den Trailer gesehen? Schöne Verarsche! (Spoiler!!!!!!!!!!)
Im Trailer sind 15 Laser auf Brody gerichtet, im Film ist es aber nur einer. Ich finde das ist ne Riesensauerei und Betrug am Fan.
>> antworten


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