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Rien ne va plus - Roulette filmisch umgesetzt

Ganz egal, wie gut die Strategien oder taktischen Kniffe sind: Am Ende gewinnt immer die Bank! Doch obwohl die wenigstens Spieler jemals von einem hohen Gewinn zehren, üben Glücksspiele einen großen Reiz auf uns aus. Wie beim Lotto: Wir rechnen erst gar nicht mit dem alles verändernden Erfolg – freuen uns aber umso mehr, wenn wir doch einmal drei oder vier Richtige erwischt haben. 

Auch in der Filmbranche ist das moderne Glücksspiel ein gern gesehener Gast. Casinos haben seit jeher einen Ruf zwischen Zwielicht und grenzenlosem Nervenkitzel, vereinen Momente ungeahnter Begeisterung mit nicht enden wollenden Abstürzen. Wussten Sie beispielsweise, dass die Selbstmordrate in kaum einer Stadt so hoch ist wie in Las Vegas? Das ist kein Zufall! Wir erinnern an drei Klassiker, die Thema Roulette und Casino zum Thema haben. 

1. „Croupier - Das tödliche Spiel mit dem Glück“ (1998)

Das Glücksspiel kommt in vielen Formen und Facetten. Denn wer etwa beim Roulette Gewinn erzielen möchte, ist gar nicht darauf angewiesen, den Wüstenstaat Nevada zu bereisen. Auch hierzulande warten viele Spielbanken darauf, besucht zu werden. Das Spiel kann sogar online beginnen! 

Der Film „Croupier“ verzichtet auf glänzende Lichter und die prunkvollen Paläste, die in Las Vegas allgegenwärtig sind. Stattdessen spielt der Film im verregneten London. Bereits der Hauptcharakter macht deutlich, eigentlich mit dem Casino-Thema abgeschlossen zu haben. So verlässt sich der ehemalige Croupier Jack Manfred (Clive Owen) leider vergeblich auf die Arbeit als Schriftsteller. Da der Erfolg ausbleibt, führt ihn das Schicksal doch wieder zurück an seine alte Wirkungsstätte. 

Dort lässt die erste Inspiration für den erfolglosen Autor nicht lang auf sich warten. Jack lernt Jani (Alex Kingston) kennen, die so viel Geld verspielt hat, dass sie ihre einzige Lösung in einem Überfall auf das Casino findet. Ehe sich der Croupier versieht, befindet er sich mittendrin statt nur dabei – und weiß bald nicht mehr, wem er noch vertrauen kann. 

2. Casino (1995): Zwischen Genie und Wahnsinn

Martin Scorsese hat ein gutes Gespür für Gangster und epische Machtkämpfe. „Casino“ gilt längst als einer der besten Filme aller Zeiten und betrachtet das Glücksspiel, ähnlich wie „Der Croupier“, von einer anderen Perspektive. Im Fokus stehen zwar selbstverständlich auch Slots, Blackjack und Roulette. Doch primär erfahren Nutzer vom Aufstieg Frank Rosenthals, der im Charakter von Sam „Ace“ Rothstein (Robert De Niro) gleich mehrfach referenziert und aufbereitet wird. 

Rothstein ist ein kluger Bursche, ein Ass bei Buchmachern und ganz hervorragend darin, den Spielern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Kein Wunder also, dass er sich schnell zum Taktangeber im „Tangiers Casino“ aufschwingt. Die Welt, die ihn erwartet, geizt weder mit Reichtum noch Intrigen. Ob Mafia, durchdrehende Freunde oder Ehestreitigkeiten: Rothstein spielt ein gefährliches Spiel, das ultimativ in seinem Untergang gipfelt. 

Übrigens: Der Film ist nichts für zarte Gemüter, ging für seine Gewaltexzesse in die Geschichte ein und besitzt einen prominenten Platz in der Liste derjenigen Filmproduktionen, die am häufigsten auf das F-Wort setzen. In 178 Minuten fällt das Schimpfwort 422-mal, etwa zweieinhalb Mal pro Minute. 

3. Casablanca (1942): Erfolg mit Ansage

Was Roulette von anderen Glücksspielen unterscheidet, ist die Vielzahl von Strategien und Taktiken. Spieler sind angehalten, nach den Tipps von unter anderem D’Alembert, Martingale oder Paroli zu spielen, die vielleicht keine Gewinne garantieren, aber wenigstens die Verluste minimieren. Dazu gibt es weniger gern gesehene Herangehensweisen wie das Kesselgucken, bei dem vermeintliche Experten darauf spekulieren, dass das Rad bestimmte Zahlen häufiger gewinnen lässt. Um eine Betrügerei dieser Art geht es auch beim Liebesklassiker „Casablanca“, dem Film, der Humphrey Bogart und Ingrid Bergman zu internationalen Superstars werden ließ. 

Casablanca war für Flüchtlinge der Nazidiktatur der erste Schritt auf dem Weg in ein sicheres Leben, der über Lissabon schlussendlich in das rettende Südamerika führte. Doch es war keineswegs einfach, ein Transit-Visa zu erhalten. Es ließ sich entweder auf dem Schwarzmarkt erstehen oder ging, speziell für hübsche Frauen, mit sexueller Ausbeutung einher. Eine Möglichkeit, schnell an Geld zu kommen, stellte „Rick’s Café Americain“ dar, vor allem dessen berühmter Roulette-Tisch. Der zynische Rick (Bogart) gibt einem unglücklichen Spieler den Tipp, auf die 22 zu setzen. Und siehe da: Sein Leben veränderte sich auf einen Schlag!

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