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Searching for Sugar Man

Searching for Sugar Man

DOKUMENTARFILM: GB/SWE, 2012
Regie: Malik Bendjelloul
Darsteller:

STORY:

Anfang der Siebziger Jahre nimmt Sixto Rodriguez, ein junger Singer-Songwriter aus Detroit, zwei LPs auf. Trotz beachtlichen Talents bleibt der Erfolg aus. Rodriguez hängt seine Musiker-Karriere an den Nagel und schlägt sich als Bauarbeiter durch. Und dann passiert das Unfassbare: Quasi hinter seinen Rücken werden seine Platten in Südafrika millionenfach verkauft. Ohne jemals davon zu erfahren, ist Rodriguez in Südafrika DER Superstar der Seventies, in einer Linie mit den Beatles, den Stones und Jimi Hendrix. Doch genaueres weiß man nicht. Rodriguez bleibt ein Phantom. Er soll gestorben sein. Über seinen Tod zirkulieren die ärgsten Gerüchte. Dieser Film geht den Gerüchten auf den Grund und fördert eine Überraschung zu Tage ...

KRITIK:

"Was für eine Geschichte!"
Hamburger Abendblatt

"
Mitreißend und ausgesprochen sehenswert."
Berliner Zeitung  

"so spannend wie ein Krimi, so rührend wie ein Märchen. Hinreißend."
Der Tagesspiegel

"so bewegend, dass man es mit eigenen Augen gesehen haben muss."
Cinema 

"zu schön, um wahr zu sein. [...] eine Geschichte wie die von Rodriguez gibt es wohl kein zweites Mal."
Welt am Sonntag 

"Vielleicht die beste, ganz sicher die absurdeste Schnurre, die das an guten Geschichten nicht arme Illusionstheater Pop zu bieten hat"
Spex 

"ein schönes Pop-Märchen mit Songs, die weltweit Klassiker sein könnten."
Spiegel Online

Ich mach das normalerweise nicht. Aber hier kann man die Zitate aus der Presseaussendung des Verleihs 1:1 übernehmen. Sie haben alle recht.

SEARCHING FOR SUGAR MAN ist wohl die erstaunlichste Doku, die 2012 ihren Weg in unsere Lichtspieltheater gefunden hat. Was für eine unfassbare Lebensgeschichte. Was für ein spannender und mitreißender Film.

Der schwedische TV-Filmemacher Malik Bendjelloul hat die Lebensgeschichte von Rodriguez, der ja lediglich als Phantom, als Mythos durch die Popgeschichte geisterte, recherchiert. Hat Orte besucht, an denen er aufgetreten ist, hat Weggefährten und Produzenten interviewt. Hat versucht herauszufinden, wohin das viele Geld geflossen ist, das hinter Rodriguez' Rücken verdient wurde.

Er reiste nach Südafrika. Ließ sich Archivmaterial zeigen. Rodriguez, so erfährt man, hat ohne sein Wissen den Soundtrack zur Anti-Apartheid-Bewegung geliefert. Der Mann, so wird klar, war ein Working Class Hero im Brechtschen Sinne: Ein politisch bewusster Arbeiter, dem Bildung am Herzen lag, der seinen Kindern den Wert von Kunst und Kultur nahebrachte.

Dass die Suche nach Rodriguez mit einem Happy End enden würde, war klar. Ich denke, ich kann mir die Spoiler-Warnung sparen, wenn ich verrate, dass der Musiker schließlich aufgespürt wird. Die Szenen, in denen Rodriguez Mitte der Neunziger auf eine umjubelte Südafrika-Tournee aufbricht, sind auch der euphorisierende Höhepunkt dieses schönen, mitreißenden und auf unpathetische Weise berührenden Musik-Films.

Searching for Sugar Man Bild 1
Searching for Sugar Man Bild 2
Searching for Sugar Man Bild 3
Searching for Sugar Man Bild 4
Searching for Sugar Man Bild 5
FAZIT:

Stell dir vor, du bist weltberühmt, und weißt nichts davon. Die Musik-Doku "Searching for Sugar Man" heftet sich an die Fährten eines Phantoms namens Rodriguez, dessen Platten in Südafrika millionenfach verkauft wurden, ohne dass der Künstler je davon erfahren hat. Unfassbare Lebensgeschichte, grandioser, spannender Film.
Zu sehen im Gartenbaukino.

WERTUNG: 8 von 10 von Zensoren eigenhändig zerkratze Vinyl-Platten
Dein Kommentar >>
Andreas | 12.01.2013 02:09
nette mtv-icon-style-wohlfühl-musik-doku. sehens- und vor allem hörenswert!

7 von 10 drogen auf dem silbernem magischem schiff
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