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Silip - Daughters of Eve

Silip - Daughters of Eve

OT: Silip
EROTIK/DRAMA: PHILIPPINEN, 1986
Regie: Elwood Perez
Darsteller: Maria Isabel Lopez, Sarsi Emmanuelle, Mark Joseph, Pia Zabale

STORY:

Ein ärmliches Dorf zwischen Wüste und Meer in den Philippinen. Als drei grundverschiedene Frauen (die eine sehr gläubig und gehemmt, die andere mit der Erfahrung Manilas zwischen den Beinen etwas vulgär, aber selbstbewußt, die dritte dauergeil und eifersüchtig) denselben Mann begehren, führt dies zur Katastrophe… -

KRITIK:

SILIP - DAUGHTERS OF EVE ist das glatte Gegenteil jener schillernden und lebenslustigen Traumwelt, die uns das süd(ost)asiatische Kino mit seinen zahlreichen bunten und quietschfidelen Bollywood-Epen so gerne vorgegaukelt. Wo es bei Sharukh und co. gerne bei Tanz und Gesang im siebten Liebeshimmel endet, warten auf die Liebenden bei Perez zum Schluss Enthauptung, Steinigung und Massenvergewaltigung. Quasi eine formvollendete griechische Tragödie an einem idyllischen philippinischen Strand…

Während man in Bollywood ein Wangenküsschen bereits als pornographisch empfindet, schickt Perez die mit dem Miss-Titel geadelte damals schönste Frau Philippinens, Maria Izabel Lopez, ohne Wimpernzucken in den Hardcore - Nahkampf.

Aber fangen wir vorne an und bereits da wird es unangenehm, wenn gleich in der ersten Einstellung ein Büffel dem Altar der Filmkunst (oder der Provokation oder des unnötigen Tiersnuffs) geopfert wird. Was wohl nicht wenige dazu veranlassen könnte, eine solche Eröffnung per Stopptaste umgehend in die Schlussszene zu verwandeln.

Allerdings würden diese Leute in der Folgezeit ein ungemein kraftvoll inszeniertes und bebildertes Erotikdrama verpassen, welches die Unterdrückung der Frau in einer von Männern oder Religion dominierten Welt zum Thema hat. In SILIP werden die Dinge ohne falsche Zurückhaltung und für seine Herkunft unglaublich mutig gezeigt. Da liegt die Schönheit der Frau, die Ästhetik der Sexualität nahe an der religiösen Selbstgeißelung und männlichen Barbarei.

Die symbolhafte, intelligente Geschichte führt die Protagonisten erst zur Befreiung selbst auferlegter Zwänge und danach geradewegs in eine Tragödie, die hier in einem intensiven Finale voller Leid, Tod und Grausamkeit ihren Ausdruck findet.

Am Ende von SILIP stehen quälende Minuten, aber zuvor ist der Film auch eine Reise. Eine Reise zu einem exotischen, authentisch wirkenden Schauplatz mit Menschen, deren Ansichten, Bräuche und Sitten uns fremd sind, deren Sehnsüchte und Wünsche wir aber nur allzu gut kennen.

FAZIT:

Jenseits von Bollywood ist die Liebe nicht gleich Friede, Freude, Eierkuchen.
SILIP erzählt den Kampf zweier Frauen gegen ihre Unterdrückung in einem ärmlichen Dorf irgendwo zwischen Wüste und Meer in Philippinen. SILIP ist Erotik und Drama, Exotik und Bildgewalt. Ist quälend und grausam. Kurzum, ein Film mit Szenen, die man so schnell nicht vergisst…

WERTUNG: 8 von 10 Hände voller Salz
TEXT © Christian Ade
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