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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Sixteen Candles

Sixteen Candles

KOMÖDIE: USA, 1984
Regie: John Hughes
Darsteller: Molly Ringwald, Justin Henry, Anthony Michael Hall, Michael Schoeffling

STORY:

Das ist wahrlich nicht Samanthas Tag. Ihre Familie vergisst ihren 16ten Geburtstag, an dem sie zu allem Überfluss auch noch nicht einmal älter aussieht. Und während sie für den beliebtesten Junge der Schule schwärmt, macht ihr der nicht gerade beliebte Freshman The Geek avancen...

KRITIK:

BETHANY: Jersey’s pretty far from McHenry - may I ask what brought you here?
JAY: Some fuck named John Hughes.
BETHANY: Sixteen Candles John Hughes?
JAY: So you know the guy too? That fucking guy...
Made this flick called Sixteen Candles. Not bad - there’s tits in it, but no bush. But Ebert over here don’t give a shit about that, ‘cuz he’s, like, in love with this John Hughes guy. G oes out and rents all his movies: fucking 'Breakfast Club', about these stupid kids that actually show up for detention; fucking 'Weird Science', where this broad wants to take her gear off and get down, but oh, no, she don’t because it’s a PG movie; and 'Pretty in Pink', which I can’t watch with tubby over here anymore, ‘cuz every time it gets to the part where the redhead hooks up with her dream guy, he starts sobbing lika a little girl with skinned knee and shit. And there’s nothing worse thant watching a fucking fat man weep...


Könnte es eine schönere Zusammenfassung und Ehrung John Hughes' Werke geben als dieser Dialog aus Kevin Smiths Dogma - ich denke nicht.

John Hughes ist der Vater der Teenie-Komödie. Bereits über ein Jahrzehnt bevor Genrebeiträge wie American Pie enorme Erfolge an den Kinokassen feierten, verarschte - ums mal salopp auszudrücken - Hughes bereits die Geeks dieser Welt, in dem er ihnen vorgaukelte am Ende würde der charmante Verlierer doch das hübsche Mädchen bekommen - grausam, wenn mich wer fragt.

Mit Sixteen Candles nahm all dies seinen Lauf. Hughes der zuvor bereits an den Drehbüchern zu "Hilfe, die Amis kommen" und "Die schrillen Vier auf Achse" mitschrieb, gab er nun mit seinem Regiedebüt zugleich den Auftakt zu einer Reihe weitere Filme des so genannten Bratpacks, mit Molly Ringwald und Anthony Michael Hall - hier in seiner Paraderolle als Geek - sowie der "Molly Ringwald-Trilogie", zu der neben "Das darf man nur als Erwachsener" - so der überaus gewiefte deutsche Titel -, auch "The Breakfast Club" und "Pretty in Pink" gehören. Später folgten noch "Ferris macht blau" sowie "L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn" - den ich, und das möchte ich an dieser Stelle anmerken, überaus schätze.

Ringwald, die damals - und wahrscheinlich auch heute noch - mit Sicherheit der Grund für manchen feuchten Jugendtraum gewesen sein dürfte, passt die Rolle des taffen, "missverstandenen" Mittelstufe-Mädchens wie auf den Leib geschneidert.

Die trotzige, gar schnippische Art steht im krassen Gegensatz zu ihrem einnehmenden Wesen, und macht ihren doch ganz eigenen Charme aus - dabei bleibt dem Zuschauer gar nichts anderes übrig als mitzuleiden, sich aber genauso mitzufreuen.

Anthony Michael Hall lässt keinen Zweifel daran, warum ihn die Rolle des liebenswürdigen und etwas bemitleidenswerten Geeks von nebenan die gesamten 80er über begleitete.

Auch wenn sein Spiel in Sixteen Candles noch ein wenig zu überdreht ist, wirkt The Geek doch stets sympathisch, irgendwie vertraut.Und auch wenn Michael Schoefflings Charakter insgesamt eher flach bleibt, so umgibt ihn doch die Aura einer gewissen Melancholie, was Jake zumindest nicht wie den 08/15 High-School Liebling erscheinen lässt.Als nettes Gimmick am Rande gibt es einen - kaum anders aussehenden - John Cusack in seiner zweiten Filmrolle überhaupt zu sehen.

Der Inszenierung Hughes' merkt man hingegen teilweise deutlich an, dass es sich um sein Debüt als Regisseur handelt.Einige wenige Szenen erscheinen zusammenhanglos oder lassen Atmosphäre missen. Die Handlungslinie um Long Duk Dong, den chinesischen Austauschschüler, bedient derweil die Humorsparte des Slapstick, beinhaltet durchaus auch zündende Gags, wirkt jedoch ein ums andere Mal zu überdreht, gar peinlich - was vor allem auch an der eher bescheidenen Vorstellung Gedde Watanabes liegt.

John Hughes' Gespür für Timing - welches seine späteren Werke auszeichnet und sie mit zu den besten und wichtigsten Genrevertretern macht - kristallisiert sich im Gros der Szenen bereits heraus. Auch die dramaturgisch wichtigen, non-komischen Szenen funktionieren ausgezeichnet. Vom herzerweichenden Happy End ganz zu schweigen - womit wir wieder bei der zuvor genannten Geekverarsche angekommen wären.

Die DVD von Universal mit - wie von einem Majorlabel kaum anderes zu erwarten - keinerlei Extras, bietet wenigstens ein recht ansehnlich gestaltetes Menü und den Film für kleines Geld in mehreren Sprachen.Gerade letzteres ist besonders wichtig, zerstört die unsägliche deutsche Synchro doch einiges an Atmosphäre. Außerdem verharmlost sie nicht nur den Originaltext aufs lächerlichste, wie bei Hughes Filmen leider üblich- so existieren von L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn inzwischen zwei Varianten -, sondern wurde auch ohne jegliches Gespür für Timing oder die passenden Stimmen heruntergeleiert.

Von Godfrey Ho - Best Entertainment-Niveau ist das zwar zum Glück noch weit entfernt, dennoch empfehle ich - und ich hätte wirklich nie gedacht, dass ich das mal schreiben würde - sofern denn möglich die Goutierung des englischen Originaltons.

Sixteen Candles Bild 1
Sixteen Candles Bild 2
Sixteen Candles Bild 3
Sixteen Candles Bild 4
Sixteen Candles Bild 5
Sixteen Candles Bild 6
FAZIT:

Mit Sixteen Candles ist John Hughes, dem Schöpfer und Vater der Teenie Komödie ein anständiges Regiedebüt gelungen. Trotz kleinerer Schwächen erkennt man bereits deutlich Hughes Talent und bekommt eine Vorschau auf seine weiterführende Filmographie.Ignoriert man einige Fauxpas bekommt man eine schöne, unterhaltsame und auch wahre Komödie über das Erwachsenwerden, die viele Genrevertreter blass aussehen lässt.

Zum Einstieg in seine Werke ist Weird Science (aka L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn) vielleicht eher geeignet, auslassen darf man Sixteen Candles als wichtigen Film für das Genre dennoch auf gar keinen Fall.

WERTUNG: 7 von 10 Female extraterrestrials - mit vier Brüsten.
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