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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Slither

Slither

HORRORKOMÖDIE: USA, 2005
Regie: James Gunn
Darsteller: Nathan Fillion, Elizabeth Banks, Michael Rooker

STORY:

Ein Meteorit hat unweit der verschlafenen Kleinstadt Wheely im Wald eingeschlagen. Mit unerwünschten Nebenwirkungen für deren Einwohner: Ein schleimiger Organismus infiziert die Bewohner von Wheely, die sich alsbald in krankenartige Zombie-Monster mit unstillbarem Appetit auf Fleisch verwandeln ...

KRITIK:

Slither, die lang ersehnte Horrorkomödie von Regisseur und Autor James Gunn, die im deutschen Sprachraum mit dem bemerkenswert dämlichen Titel "Voll auf den Schleim gegangen" vermarktet wird, hat ein Problem. Das Problem der zu hohen Erwartungshaltung nämlich, geweckt von Vorab-Kritiken, die den Film bereits in einer Linie mit Peter Jacksons Braindead oder der britischen Zombie-Parodie Shaun of the Dead sahen.

Derlei hochtrabende Vergleiche tun selten gut. In Wahrheit ist Slither eine spaßige, temporeich in Szene gesetzte Liebeserklärung an die Monsterfilme der Achtziger, die glücklicherweise nicht mit hübsch anzusehenden Schleim-Effkten geizt. The Fly, Tremors, aber auch Critters, Gremlins, The Toxic Avenger und wie sie alle heißen, lassen herzlich grüßen.

James Gunn ist ein Guter, keine Frage. Sein Handwerk hat der Regisseur in Lloyd Kaufmans Trashfilm-Produktionsstätte Troma gelernt. Für Tromeo and Juliet, vielleicht den besten Film des Hauses, schrieb James Gunn das Drehbuch. Und ich sollte endlich mal eine Kritik zu Tromeo and Juliet schreiben ...

Slither schlägt natürlich weit kommerziellere Töne an als die bisweilen arg trashigen Troma-Filme; Dennoch ist es dem Regisseur gelungen, einen sanften Hauch von Subversion in diese Mainstream-Produktion einzubringen: Hinterwäldlerische Rednecks und Republikaner bekommen ihren Schleim - pardon - ihr Fett genau so weg wie die kranke Religiösität und Bigotterie in God's own Country.

Der Film hat auch einen deutlichen sexuellen Subtext - wobei da natürlich die meisten Konzessionen an Mainstream-Vorgaben gemacht wurden. Mich amüsiert ja immer wieder, wie viel Aufwand in Hollywood-Filmen betrieben wird, Wasserdampf oder Badeschaum strategisch so geschickt zu platzieren, dass zwar nackte Haut, aber bloß keine Nippel ins Bild gerückt werden ...

Die DVD von Universal geizt nicht mit üppigen Extras, die mitunter witziger sind als der Film selbst. Vor allem Lloyd Kaufmans Video-Diary ist extrem amüsant - watch the wunderbare Schlusspointe!

Slither Bild 1
Slither Bild 2
Slither Bild 3
Slither Bild 4
Slither Bild 5
FAZIT:

Die Mainstream-Variante einer trashigen Splatter-Komödie. Schleimig, spaßig, sympathisch, aber fast schon ein wenig zu nett und lieblich. Oder anders gesagt: Wenn Haus der 1.000 Leichen der Rob Zombie unter den jüngeren amerikanischen Horrorkomödien war, dann ist Slither der Justin Timberlake. Hat eh auch seine Reize, aber ...

WERTUNG: 7 von 10 Nacktschnecken
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