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So sehr beeinflussen TV und Kino das Gaming

Die Videospiel-Industrie ist längst zu einem Schwergewicht der Unterhaltungsindustrie geworden, die sich auch hinter großen Hollywood-Produktionen nicht mehr zu verstecken braucht. Selbst die Budgets der großen Videogames übertreffen längst jene auch von großen Actionfilm-Produktionen. Der Einfluss des Films auf die Gaming-Welt ist jedoch unbestritten.

Alles hat bereits in den späten 70er Jahren begonnen. Als damals George Lucas' Star Wars Premiere feierte, konnte noch kaum jemand ahnen, wie sehr diese Science Fiction Saga die Unterhaltungsindustrie prägen würde. Und selbst auf einen der Videospiele-Klassiker schlechthin hatte Star Wars entscheidenden Einfluss: Denn der Spieledesigner von Space Invaders, einem der ersten Arcade-Shootern überhaupt, verwandelte sein Game erst aufgrund des Erfolges von Star Wars in einen Shooter, bei dem Aliens beschossen werden.

Der Erfolg sowohl von Star Wars als auch von Space Invaders ist Geschichte. Und zugleich war dies ein Startschuss für eine sich gegenseitig immer wieder befruchtende Wechselbeziehung zwischen Film und Video-Game. In den 80er Jahren tauchte so etwa erstmals Indiana Jones auf den damals noch eher zu bescheidener Grafik fähigen PCs auf, und begeisterte Millionen von Gamern der ersten Generation als Rätsel und Rollenspiel. Und selbst mit der überaus erfolgreichen Lara Croft aus der Tomb Raider Videospielserie hallt die Legende der Indiana Jones Filme deutlich nach.

Und dies zog sich hin bis in die Gegenwart: So erscheint beispielsweise Lost Planet 3 in Kürze – eine eindeutige Reminiszenz an die Alien-Saga von Ridley Scott bzw. deren Fortsetzung Aliens von James Cameron. Man kann also im Grunde sagen, dass Filmproduzenten wie James Cameron, Steven Spielberg und George Lucas ebenso entscheidend für die Games-Gestaltung waren, wie die eigentlichen Spielemacher, wie etwa Shigeru Miyamoto oder Peter Molyneux.

Selbstverständlich geht es aber auch umgekehrt: So gab es natürlich längst gleich mehrere Teile von Tomb Raider im Kino. Und auch die Resident Evil Zombie-Apokalypse haben nach den Erfolgen auf Videospielkonsolen und PCs Millionen von Fans im Kino gesehen. Die Gründe für das langsame Verschwimmen dieser Grenzen sind klar: Denn die Zielgruppen sind mehr oder weniger dieselben. Was beim Gaming in Form des interaktiven Story-Tellings funktioniert, d as wird wahrscheinlich auch im linearen Kino klappen.

Ein weiteres spannendes Beispiel hat einmal mehr Steven Spielberg gebracht. Mit Ready Player One brachte Spielberg im vergangenen Jahr eine Verschmelzung der Videospiele-Welt mit der Wirklichkeit, so wie es wohl schon bald Realität wird, ins Kino: Mit Virtual Reality Welten, die sich kaum noch von der Realität unterscheiden lassen.

Diese Entwicklung macht natürlich auch nicht vor den großen Blockbustern halt: So gibt es bereits eine ganze Reihe von Videospielen, die auf der Star Wars Reihe beruhen. Ein weiteres Beispiel sind die Superhelden von Marvel. So gibt es selbstverständlich die Spielvarianten von Batman, wie auch von Spider-Man. Wenngleich der Erfolg auch nicht immer auf beide Formen der Unterhaltung übertragbar ist. Der ein oder andere Flop hat sich selbstverständlich bereits ergeben. Auch andere Spiele sollen, so vernimmt man zumindest gerüchteweise, schon bald eine Film-Adaption erhalten: So etwa Red Dead Redemption 2, eine Open-World Western-Simulation. Besonders interessant: Hier wird gar gepokert, was man sonst nur aus dem Online Casino wie bei Casumo kennt.

Insgesamt ist dies eine spannende Entwicklung, die wohl auch in den kommenden Jahren noch einige Annäherungen bringen wird. So wird in Hollywood bereits an Lösungen gearbeitet, wie sich Virtual Reality in die Filmwelt integrieren lässt. Das Spannende dabei: Der Zuseher taucht direkt in die Welt ein, in der sich die Filmhelden befinden. Das Trennende, die Kinoleinwand, wird in ihrer Zweidimensionalität überwunden, und weicht einer Welt, in der man sich frei umsehen und vielleicht sogar bewegen wird können. Was in dieser Hinsicht bereits mehr oder weniger gut mit der Oculus Rift oder der HTC Vive in Form von Games umgesetzt wird, könnte nicht zuletzt auch in Hollywood eine ähnliche Revolution auslösen, wie es seinerzeit der Ton und Farbfilm getan hat. Bis dahin werden aber wohl noch einige Jahre vergehen.

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