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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Somersault

Somersault

DRAMA: AUS, 2004
Regie: Cate Shortland
Darsteller: Abbie Cornish, Sam Worthington, Lynette Curran

STORY:


Somersault Heidi (Abbie Cornish) ist 16 und lebt in einer australischen Kleinstadt. Sie ist jung und hübsch, doch diese von der Gesellschaft so hochgeschätzten Attribute machen sie allein nicht wirklich glücklich. Heidi ist auf der Suche nach Liebe und echten Gefühlen, doch bis jetzt fand sie in ihrem Leben nichts außer flüchtigen Sex. Als sie eines Tages von ihrer Mutter in flagranti mit deren Freund erwischt wird packt sie kurzhand ihren Rucksack und flüchtet in die australischen Berge. Dort angekommen geht sie am Abend in eine Bar und landet mit einem Burschen aus Sydney im Bett. Als sie am nächsten Morgen hofft, mit ihm und seinen Freunden mitfahren zu können, wird sie enttäuscht, denn er hat bereits eine Freundin, die in der australischen Hauptstadt auf ihn wartet. Heidi muss sich nun selbst zurecht finden und erhält Hilfe von der Hotelbesitzerin Irene (Lynette Curran), die ihr die Wohnung ihres Sohnes untervermietet.

Um Geld dafür zu bekommen sucht Heidi mit allen Mitteln einen Job und findet schlussendlich einen als Tankstellenkassiererin. Eines Tages lernt sie Joe (Sam Worthington) kennen und die beiden schlafen noch in der gleichen Nacht miteinander. Doch für Heidi ist es diesmal mehr. Joe hat jedoch Angst vor Nähe und wirklichen Gefühlen und obwohl er sie regelmäßig sieht, lässt er sich nie wirklich auf eine emotionale Ebene ein. Vielmehr wirft er ihr das gleiche vor: "Ganz nah bist du keinem, du lässt dich bloß ficken von allen." Durch die Enttäuschung wird Heidi mit sich selbst konfrontiert und muss lernen damit umzugehen.

KRITIK:


Somersault Dass vom anderen Ende der Welt immer wieder erstklassige Filme zu uns rüberschwappen dürfte ja längst kein Geheimnis mehr sein. Auch Cate Shortland, die sowohl Drehbuch schrieb, als auch für die Regie verantwortlich war, versteht ihr Handwerk und lieferte mit Somersault ein stimmungsvolles Drama.

Somersault (=Purzelbaum) ist ein gut gewählter Filmname, der kurz und prägnant für die Geschehnisse im Film steht. Heidi macht einen Purzelbaum ins Leben und wird mit so manchen Dingen des Erwachsenwerdens konfrontiert.

Somersault Besonders hervorzuheben sind bei dem Film die Farben und Stimmungen. Manche Bilder sind in ein leicht bläuliches Licht getaucht was eine gewisse Melancholie und Zartheit entstehen lässt. Das bewusste Einsetzten der Farben und Naturbilder lässt wunderschöne Stimmungen entstehen, welche die Handlung des Films gekonnt untermalen.

Absolut bemerkenswert ist auch die Hauptdarstellerin Abbie Cornish die mir ihren 22 Jahren schon als neue Nicole Kidman in Australien gefeiert wird. In einer Nebenrolle überzeugt Nathaniel Dean als etwas verblödeter Freund von Joe, der dem australophilen Publikum vielleicht noch aus Walking on Water in Erinnerung geblieben ist.

Leider entsteht während des Films stellenweise ein Gefühl, dass Cate Shortland der Story und manchen Darstellern ruhig mehr Tiefgang verpassen hätte können. Ich persönlich fand den Film sehr schön, nur hätte er auch fantastisch sein können wenn man nur ein bisschen mehr herausgeholt hätte. Meiner Meinung nach hätte Somersault ruhig ein wenig aufwühlender und intensiver sein können.

FAZIT:

Trotz des kleinen Mankos zu Recht mit Preisen ausgezeichnetes australisches Drama mit bemerkenswerten Schauspielern und tollen Bildern.

WERTUNG: 7 von 10 in den Spiegel gehauchten ich liebe dichs
Gastreview von Stefanie
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