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GOOD MOVIES FOR BAD PEOPLE
Sucker Punch

Sucker Punch

FANTASY: CAN, 2011
Regie: Zack Snyder
Darsteller: Emily Browning, Abbie Cornish, Jena Malone, Vanessa Hudgens, Jamie Chung, Carla Gugino

STORY:

Die junge Babydoll wird von ihrem Stiefvater in eine Nervenheilanstalt eingewiesen. Um dem dort herrschenden Terrorregime des Anstaltsleiters zu entkommen flüchtet sich Babydoll in die Tiefen ihrer Fantasie.

KRITIK:

Es gibt unterschiedliche Arten von Filmen. Actionfilme, Thriller, Fantasyfilme, Dramen, Komödien. Ganz klar. Ebenso gibt es Filme, die auf unterschiedliche Art und Weise wirken. Es gibt Filme, die sich einem nicht sofort erschließen, die man analysieren muss, ein wenig Abstand gewinnen muss um ihrem Zauber zu erliegen. Es gibt Filme, die ihren Zuseher von Anfang an fesseln, deren wahre Magie sich jedoch erst mit fortgeschrittener Handlung zu erkennen gibt und den Kinogänger immer weiter in seinen Sessel drückt, die Augen gespannt auf die riesige Leinwand gerichtet.

Und schließlich gibt es auch jene Filme, die den Zuseher von Anfang an in ihren Bann ziehen, ganz egal mit welcher Erwartungshaltung man die Kinokarte löste, ihn packen, umklammern und selbst nachdem der Projektor die letzten Einzelbilder bereits auf die große Filmbühne gespiegelt hat, wird man von seinem Griff nicht erlöst, kann der Zauber nicht gebannt werden. Je nach Film möchte man das vielleicht auch gar nicht.

Nach den zwar atemberaubenden Trailern, die Cineasten in aller Welt schon seit geraumer Zeit nervös werden, das Wasser im Munde zusammen laufen ließen und die Hände schwitzig machten, letztlich aber nichts Genaueres als eine bildgewaltige Vorschau auf die zu erwartenden Effektgewitter boten, bleibt weiterhin die Frage offen: Um was für eine Art Film handelt es sich bei Zack Snyders SUCKER PUNCH? Welchem Genre gehört er an, was für eine Geschichte erzählt er uns, und vor allem, wie wirkt er sich auf den Zuseher, auf uns, seinen Konsumenten aus? Auf welche Art und Weise wirkt er? Was berührt er in uns, wie erreicht er uns? Was macht er mit uns, während wir seinem Zauber noch aktiv erlegen sind, was passiert wenn die letzte Klappe gefallen ist, der Abspann ausblendet, der Schein der Lampen den Kinosaal wieder in diffuses aber ausreichend helles Licht taucht?

Die passende Antwort zu finden, sie zu geben, ist einfach und schwierig zugleich. SUCKER PUNCH ist kein pures Effektgewitter, kein billiges Exploitationkino, keine simple Wichsvorlage, kein Traum für pubertierende Jungs - wie er mancherorts bezeichnet wurde. Klar, auch das ist SUCKER PUNCH, aber noch viel, viel mehr als das. Er ist Action- und Fantasyfilm, Thriller und Drama und manchmal, ja manchmal sogar Komödie. Er fesselt seinen Zuseher von der ersten Sekunde an, lässt seinen Zauber auf ihn los, drückt ihn in den Kinosessel und erhöht den Druck sanft aber stetig von Sequenz zu Sequenz, Szene zu Szene, von Einstellung zu Einstellung. Und dann, wenn der Abspann gelaufen ist, die letzen Firmenlogos die Leinwand ausgeleuchtet haben, man sich auf den Heimweg macht, durch die finstere Nacht auf abgelegenen Landstraßen. Ja, selbst dann wirkt sie noch, die Magie von SUCKER PUNCH.

Dann kommen die Gedanken zurück, versucht man den Kopf wieder mit ihnen zu füllen, der einem während der letzten 97 Minuten von der imposanten, poetischen und gewaltigen Bilderflut leersgespült wurde. Versucht man sich zu sammeln, das Gesehene zu verarbeiten, versucht man alles zu begreifen, zu fassen, die Augen und den Geist an die zurückgewonnenene Realität zu gewöhnen. Und während das Hochgefühl langsam abebbt, man sich fühlt wie ein Junkie dessen zuletzt eingeworfenes Mittel nach und nach an Wirkung verliert, dessen Trip sich dem Ende entgegen neigt, merkt man, dass man mehr braucht. Mehr von der Droge SUCKER PUNCH, dass man diesen Film nicht nur einmal in seinem Leben gesehen haben wird, nein, gesehen haben muss. Dass man sich der Magie des Films nicht entziehen konnte.

War Zack Snyders Remake zu George A. Romeros DAWN OF THE DEAD noch eine rohe Präsentation seines Könnens, sein zweistündiges Manowar-Video 300 noch eine kleine Fingerübung, so schuf er mit SUCKER PUNCH nun sein Opus Magnum. Mit einprägsamen, gefühlvollen Bildern erzählt er die Geschichte eines misshandelten Mädchens, das sich seiner Fantasie bediente um endlich frei zu sein, in deren Verlauf man sich nicht nur für die beeindruckenden und wahrlich bombastischen Bilder ihrer Fantasiewelt begeistern kann, nein, in deren Verlauf einem die Mädchen ans Herz wachsen, man mit ihnen leidet, feiert, stirbt.

Er entfacht ein wahres Gefühlschaos, schafft es einen zu deprimieren, zu hassen, und im nächsten Moment alles vergessen zu machen. Man wird fortgespült, ach was, förmlich fortgerissen von den fantastischsten und bombastischsten Fantasiewelten der letzten Jahre, der sich niemand entziehen kann, nicht einmal die Peiniger selbst, so scheint es.

Genau wie auch Babydoll entkommt man der deprimierenden Lethargie die einen wie die Irrenanstalt gefangen hält, für ein paar Minuten wenigstens, nur um dann ebenso unsanft wieder auf den Boden der Tatsachen in die schrecklich kalte und abstoßende Realität - so scheint es - zurückgerissen zu werden. Schon giert der Verstand nach dem nächsten Ritt in die atemberaubenden Welten von Babydolls Fantasie.

Die Effektgewitter die dabei auf den Zuseher, auf unsereins, einpreschen, auf unseren Verstand hämmern sind wahnsinnig und genial zugleich, atemberaubend, von gefährlicher Schönheit und poetischer Perfektion. Und obwohl man das ein oder andere Mal nicht mehr aus dem Blinzeln herauskommen mag, die Augen jeglichen Halt verlieren ob der puren Bilderflut gehetzt auf der Leinwand hin und herwandern, so wünschst man sich gar, dass der drogenrauschähnliche Zustand, den diese Bilder auslösen nie aufhören soll. Schon alleine um Babydoll einmal mehr für einige Minuten erlöst zu wissen, aus der kalten, gar abartigen Welt, in der sie ihr kümmerliches Dasein fristen muss.

Denn obwohl die wahrlich genialen Effekte das Kernstück SUCKER PUNCHs darstellen, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion nicht nur verwischen sondern gar sprengen, so steht hinter all dem auch noch eine Handlung, die zwar nicht durch bisher unerreichten Tiefgang glänzen kann, deren Sinn und Zweck es jedoch auch nicht ist, als bloßes Gerüst effektgewaltige Actionsequenz an effektgewaltige Actionsequenz zu reihen. Nein, diese Handlung nimmt uns mit auf eine tragische Reise in die dunkelsten Winkel der Hölle und die luftigsten Höhen des Himmels und auf welcher Reise wir schließlich Bande knüpfen mit Babydoll, Sweet Pea, Rocket, Blondie und Amber. Umso härter schlägt der grandios umgesetzte Schlusstwist zu, genau in die Magengrube und lässt uns, als Zuseher, mit einem ähnlich schwermütigem Gefühl zurück mit dem man den Film bereits begonnen hat. Und gierig. Gierig nach mehr. Mehr SUCKER PUNCH.

Sucker Punch Bild 1
Sucker Punch Bild 2
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Sucker Punch Bild 9
FAZIT:

SUCKER PUNCH. Ein Film wie ein Traum. Ein Drogenrausch. Bildgewaltig, poetisch, extravagant. Zack Snyders Opus Magnum. Jeglicher weiterer Worte erhaben.

WERTUNG: 10 von 10 lässigen Tanznummern.
Dein Kommentar >>
Bernhard | 26.02.2012 03:06
Naja ... hat mir gefallen, aber übermäßig toll war er jetzt nicht. Das Konzept war gut, die Umsetzung hinterlässt bei mir aber den Beigeschmack, dass viel, viel, viel mehr drin gewesen wäre. Vor allem die Kampfsequenzen wirken beliebig und belanglos und sorgen für die größten Längen im Film. Die Verwebung Traum und Wirklichkeit ist für mich auch zu oberflächlich gelöst.

Ein gutes Konzept mit viel Potential, das man visuell sehr gut, inhaltlich aber bestenfalls durchschnittlich auf die Leinwand gebracht hat.

6/10
>> antworten
Sebastian | 08.12.2011 20:33
Ein kleines Zitat von Oscar Wilde:
"Wenn sich die Kritiker streiten, so beweist dies, dass der Künstler
im Einklang mit sich ist."

Volltreffer bei diesem Film wage ich mal zu behaupten. Ich selbst
kann mich dem Autor nur anschließen. Kam aus dem Kino und war
total fasziniert, zudem gab es sogar Leute, die den Plot gegen Ende
nichtmehr verstanden haben. Ganz so einfach war es dann wohl
doch nicht wie manche behaupten ;)

Alles in allem: Jedem seine eigene Meinung, man kann ihn lieben,
man kann ihn hassen.
>> antworten
haesslund | 04.09.2011 22:07
verflucht genialer film! mit szenen bei denen man einfach nur freude empfindet!
>> antworten
Jög | 22.08.2011 00:57
Ich habe Sucker Punch heute auf BluRay gesehen und bin total beeindruckt, kann mich der Rezension voll anschließen. Seit Stunden denke ich über den Film nach. Der Schluss ist ein richtiger Punch in die Magengrube.
>> antworten
Erich | 29.07.2011 23:50
Ein Film, der mich zutiefst beeindruckt hat, der es schafft, einen aufzusaugen. Wie hypnotisiert versuchte ich, aus diesem Traum zu erwachen (was irgendwie erst dem Räuspern des Billiteurs gelang, als ich noch immer bei bereits schwarzer Leinwand im Kino herumsaß). Ich hasse im übrigen Computertricks und da hatte der ja einige, nicht immer einwandfreie zu bieten. Aber diesem Film verzeihe ich alles.
>> antworten
Tom | 08.07.2011 17:38
Wow, ich dachte nicht, dass mir jemand bei "Sucker Punch" noch aus der Seele sprechen würden. Inzwischen fühlte ich mich bereits als wäre ich der einzige, dem der Film gefallen hätte. Super Kritik Johannes, für mich triffst du den Nagel auf den Kopf.
Johannes | 09.07.2011 11:59
Ein Gleichgesinnter - ich kanns kaum fassen. :) Danke für das Lob. :)
Tom | 09.08.2011 18:14
Schon den Extended Cut gesehen? 17 Minuten länger in Form von längeren Actionsequenzen, und 2 neuen Szenen, von denen eine eine ziemlich geil inszenierte Musicalnummer ist :D
Johannes | 09.08.2011 22:16
Noch nicht; die Blu-ray ist zwar schon am Freitag gekommen, muss sich aber leider hinten anstellen. Ich bin auf jeden Fall gespannt. :)
>> antworten
AE | 26.06.2011 23:55
Also ich fand den Film echt total kitchig und das bei einem Regisseur, von dem man wesentlich mehr erwartet hätte können. Im Grunde passiert im Film ja dauernd nur das selbe. Ich hab nach der 3 Vision abgebrochen, da mir das Ende dann auch egal war.
Ich bin wirklich fan von bildgewaltigen Werken, aber bei soooviel Kitsch guck ich mir lieber Xena im Fernsehen an. Da is die Story wenigstens noch in Ordnung und man hat Abwechslung. Außerdem geht dieses dämliche 2. Weltkrieg-Deutsche-Abmuksen mal langsam echt auf den Senkel! Die haben wohl immernoch nicht verstanden, dass die Nazis verloren haben und jetzt keiner mehr stolz drauf ist. Aber deshalb den zerbombten Kölner Dom zu zeigen mit untoten Deutschen??? Das is echt unter der Gürtellinie. Aber damit nicht genug: Es wird auch noch ein armes kleiens hilfloses Drachenbaby massakriert. Ich habe mir so gewünscht das die Mutter die dummen Puten grillt. Leider nein, auch die Mutter wurde kaltblütig ermordet. Arme Tiere sag ich da nur. Vieleicht sollte Snyder als nächstes eine Dokumentarfilm drehen um von seiner Anti-Anti-Kriegs Episode runter zu kommen. 5 Sterne echt im Leben nicht!
Johannes | 27.06.2011 13:30
Die von dir erwähnte "Vision" spielt nicht im zweiten Weltkrieg, hat nichts mit Nazis zu tun und ist überdies keine Verunglimpfung Deutschlands sondern gängiges Sci-Fi- (bzw. Steampunk) Motiv.
Und CGI-Fabelwesen die auf der Leinwand getötet werden, würde ich nicht zwangsweise als "arme Tiere" bezeichnen. ;)
Harald | 27.06.2011 13:50
CGI-Tiersnuff ist ja wirklich ein Skandal ;-)
AE | 27.06.2011 14:45
Soso, ist das inzwischen also gängiges Steampunk. Die Deustchen haben es echt zu was gebracht. (Vor allem die deutsche Uniform, Helme und Waffen und der "möchtegern-zerbombte" Dom haben bestimmt nix mit Nazis zu tun.) Also mein Opa lebt noch. Ich frag mich wie lustig der solche Filme findet und den Steampunk. ;)
...Und ob die Ammis nen Ständer bekommen, wenn die einen Film sehen über ein Massengrab, dass sie bei Zivilisten angerichtet haben ( Da sind immerhin mehr Zivilisten gestorben als im ganzen Krieg zusammen.)
Mich würd auch mal interessieren, ob die Herr der Ringe macher eigentlich wissen, dass man ihnen die Orks&Goblins für den Film gelatzt hat - aber selbst wenn nicht, ist es ein ohnehin bis zum Exzess langgelutschtes Motiv, dass ich echt nicht mehr sehen will.
ALso das Baby war sowas von niedlich! Hat sich nichtmal gewehrt. Es kann doch auch nix dafür, dass man ihm Menschen zum Opfer darbietet....Und das um ihm dann zwei Plot-sinnlose Steine zu entreißen , wiederlich und grausam bis aufs letzte! mICh hat die Szene wirklich ergriffen.
1 Stern von mir für die geilen Irren, was aber absolut nirgens in den Kontext passt, weder in der Wiklichkeit noch in Zuckerpüppchens Fantasien - aber bei dem Film scheint ja sowieso keiner irgendwie Wert darauf gelegt zu haben, OB etwas zu etwas passt.
Johannes | 27.06.2011 17:11
Verstehe, jeder Deutsche in Uniform ist ein Nazi. Gut zu wissen.
Und wenn dich die Szene mit dem Drachenbaby ergriffen hat, bedeutet das, dass sie funktioniert. Was gibt's da zu meckern?
AE | 27.06.2011 18:28
Ja, laut Film sind das da alles Deutsche. Oder hab ich da eine schlechte Übersetzung gesehen.
Federico | 28.06.2011 00:55
Ich muss schon sagen... das waren schon sehr eigenartige Kommentare von dir, AE.
Joe | 24.08.2011 18:29
Wahrscheinlich ein 12jähriger, der provozieren will.
Hauke | 14.02.2014 20:13
Jetzt mal ehrlich: Im WKII hatten die Deutschen
Truppen garantiert Zeppeline und Doppeldecker
eingesetzt, weil sie ja überhaupt nicht schon
Düsenjäger und Bomber hatten. Was hast du gegen
Deutsche? "...Und ob die Ammis nen Ständer bekommen,
wenn die einen Film sehen über ein Massengrab, dass
sie bei Zivilisten angerichtet haben ( Da sind
immerhin mehr Zivilisten gestorben als im ganzen
Krieg zusammen.)"
Ja klar, sehr sinnvoll. Du weißt, dass das unmöglich
ist, oder? Denn eine Bombardierung Kölns war
Bestandteil des WKII, somit KANN das NICHT mehr als
der gesamte Krieg an Leben gekostet haben. Natürlich
war das Drachenkind niedlich. Deshalb wurde ja auch
innerhalb der Gruppe gezankt, ob man es wirklich tun
sollte, oder nicht (Extended /Bluray Version, alles
andere ist MIST).
Und wer zur Hölle sind die geilen Irren?

Außerdem: Ich lese öfters eure Rezensionen, manchmal
stimme ich zu, manchmal nicht, hier auf jeden Fall!
>> antworten
Federico | 24.06.2011 10:42
Also... das war ein ziemlicher Schmarrn.
Johannes | 24.06.2011 13:25
Und das von jemandem der The Assylum-Verbrechen als Filme und dann auch noch als gut bezeichnet.
Federico | 24.06.2011 15:12
Nicht gut, spaßig. Außerdem nehmen die sich nicht ernst. Und - ich hab auch mit CON AIR meinen Spaß, hab ich jetzt kein Recht auf französische Sozialdramen? Unqualifiziert, könnt ich zurückkeifen, wenn ich 12 wär. Außerdem sind die Asylumaten ja ein untalentiertes Pack, Snyder hingegen schafft es seine visuelle Originalität, die bei 300 noch uninteressant und bei WATCHMEN gut durchdacht war, hier so dermaßen zu verschwenden, dass es schon wieder egal ist, wie gut alles ausschaut (und ja - das tut es - zeitweise). Es nützt einfach nichts, wenn man Drachen, Steampunk-Nazis und Monstersamurai auf hübsche Kampfgören in Miniröcken hetzt, wenn das ganze absoult keine Relevanz und/oder Bezug zu der Geschichte hat. Die Roboter-Zugkampfszenen ist dann auch noch so dermaßen fade inszeniert, dass ich auf die Uhr geschaut und die Minuten gezählt habe, wie lang dieser Mist noch anhält. Snyder hat vll das Talent, ihm vorgesetzte Stoffe schön zu verpacken, er hat aber wahrscheinlich keine Ahnung von deren Bedeutung. SUCKER PUNCH selbst ist ein übel geschriebenes Werk, dass in noch so jeder Kleinigkeit die Überinszenierung und Ultraästhetik sucht, obwohl sie ohne Substanz so leer wirkt, wie die Pseudo-Message von Realitätsbeweltigung durch Fantasie. Ächz. Ach, und der angeblich so grandios umgesetzte Plottwist war, zumnidenst für mich, von Anfang an eine Option und sicher kein "Twist" - und von grandios kann auch keine Rede sein, da die "Wirkung" so oder so durch das zuvor fehlende Interesse schlichtweg nicht einsetzt. Eine um Welten bessere Variante ist da Gilliams BRAZIL, der die slebe Schlusspointe schon Jahre zuvor eingesetzt (und diese auch viel schöner eingebettet) hat.
Natürlich - letzten Endes sind das doch alles nur Geschmacksfragen und SUCKER PUNCH sieht ohne weiteres auch gut aus (auch, wenn die Musik ZU sehr in den Vordergrund gerückt wurde, da fragt man sich oft auch vergeblich, was der Blödsinn jetzt eigentlich soll) - aber Substanz kann dieses Effektgewitter ohne Herz auf keinen Fall ersetzen. Und bitte, meine Wertung: 4. Höchstens.
Federico | 24.06.2011 15:33
Ach und noch was: das betrifft zwar nicht die Kritik hier, aber trotzdem. Filmstarts.de schreibt nämlich von eine, "feministischen" Film. Ha. Ja. Genau. Bei der banal Schwarzweiß-Zeichnung der Machtverhältnisse in SUCKER PUNCH und der - beinahe mit Freuden inszenierten - Unterdrückung des weiblichen Geschlechts, MUSS der Film ja "feminstisch" (oder um Joe Wright nachzuplappern: spseudo-feministisch) sein, ist dabei aber nicht mindersexistisch als die Welt, der anprangert. Wenn die Figuren so austauschbar sind und - vor allem die Fantasyelemente - so undurchdacht und ohne Reflexion auf die "reale Welt" (real im Sinne der Filmwelt - wenn sich das Gezeigte nicht umbedingt auf "unsere" Welt verlagern lässt, hat das nichts zu bedeuten) zu übertragen sind, dann ist es im Endeffekt vollkommen egal, ob sich jetzt 300 Mannen oder 5 jungen Mädchen gegen wasauchimmer kämpfen, eine "Botschaft" in diesem Sinne, sollte er sich dann jedoch auch nicht drauf einbilden. Soviel Selbstreflexion muss sein.
Federico | 24.06.2011 15:36
Und sorry wegn der vielen Tipp und rechtschreibfehler - ich bin im stress ;)
>> antworten
Mausekoenig | 31.05.2011 15:33
vollkommen bescheuert der film :D
bisschen schade, dass die charaktere nicht wirklich ausschaffiert wurden. so hat es dem film ein wenig an tiefe gefeht. auch der zusammen hang zwischen babydolls träumen und der realität waren mir nicht klar genug. aber sonst ein netter film.
ach ja: nagel in kopf geschieht der blöden kuh recht! sie hat den baby drachen geschlachtet!!
>> antworten
Fritze | 29.04.2011 23:41
Mit der Qualität gehts bergab. Gabs früher nur einen schlechten Schreiberling kann man mittlerweile hier kaum noch eine brauchbare Kritik finden.
Harald | 30.04.2011 00:53
Das Schöne daran ist ja, dass sich auch die Qualität der Kommentare entsprechend anpasst. Alles wie aus einem Guss, quasi.
Johannes | 30.04.2011 14:22
Zum Glück gibt's ja noch brauchbare Kommentare...
Ralph | 02.05.2011 21:16
Lieber Fritze, ich kopier dir hier einen schönen
Satz aus der Wikipedia: " Durch die Nivellierung der
Filmpublizistik droht eine allgemein akzeptierte,
mittlere, normalisierte Kritik, ein etabliertes
Rezensionswesen, das sich fast automatisch
weiterschreibt, ohne sich jemals zu
problematisieren.“

Und soll ich dir was sagen? Das kannst du uns sicher
nicht vorwerfen.
Mausekoenig | 02.06.2011 22:48
also schlechte rezensionen find ich wirklich mal ne schräge sache :D
erstens sind die hier gut und zweitens kannst dir zu dem film deinen rezensionen ja auch sonst wo besorgen :D ist ja nicht so, dass das die einzige web-site ist, die den rezensiert hat.
>> antworten
Max | 27.04.2011 16:12
Hi, also für mich hat sich der Film eher angefühlt
wie ein zusammengesetztes Computerspiel. Hat bei mir
nicht gefruchtet obwohl ich eigentlich auf Filme
anderer Art stehe. Pan's Labyrinth jederzeit wieder,
Suckerpunch nicht mal nach 4 Bier. 2 von 10 Punkten.
>> antworten
Djan | 24.04.2011 13:48
Also Zack Snyders "Opus Magnum" ist dieses Werk ganz sicher nicht...War alles ganz schön in Szene gesetzt und der Soundtrack war auch gut(White Rabbit).
Aber da war Watchmen um Längen besser....
>> antworten
gg | 14.04.2011 16:23
beste filmkritik die ich bis jetzt gelesen habe.
selten einen film gesehen der die menschen in solche
kontroversen gestürzt hätte. außerdem bin ich
absolut süchtig nach dem soundtrack. düster, böse
und episch kommt er daher! ich denke auch das viele
menschen sich viel zu wenig mit dem auflösen der
eigentlichen story befassen. ich gebe gerne zu das
ich selbst mehr als eine stunde damit verbracht habe
mich durchs internet zu klicken bis ich alles
lückenfrei zusammenpuzzeln konnte. aber als sich
alles erschlossen hatte war ich um so begeisterter.
als ich aus dem film kam war ich mir wirklich nicht
sicher ob ich so eben den genialsten film aller
zeiten oder den schlechtesten gesehen hatte. (und
das als mädchen!) nach dem auflösen bin ich mir
sicher das es sich NICHT nur um trash, sondern um
ganz gewaltige filmkunst handelt. wieso seit ihr
denn alle so langweilig, nicht bereit für was neues.
wenn jemand 4 farbkleckse auf eine leinwand macht
beschreibt ihr das als kunst. aber dieses gewaltige
bild/ton/genre/story-gewitter ist euch zu viel?
ps: | 14.04.2011 16:25
bestes kommentar:
„Sucker Punch ist ein Film für alle und keinen. Kein
Film, der in irgendeiner Weise mit den Maßstäben des
realistischen Erzählens gemessen werden könnte.
Sondern Kino jenseits von Gut und Böse, ein
Überfilm, an dem nichts halb und halb ist, der sich
sub- und supratomar dem Rausch der Bilder ergeben
hat. In diesem Sinn: Kino pur. Zugleich ein
hochdifferenzierter, komplexer Kommentar zum
derzeitigen Blockbusterkino und allem, was da so
derzeit Erfolg hat. Ein Kommentar also zur Tendenz
zum Cyberfilm, die mit Matrix ihren Ausgang nahm;
zur Tendenz, Handlungen in irreale Räume zu
verlagern, und am Ende dem ganzen Film den Boden
unter den Füßen wegzuziehen: Inception, Shutter
Island, davor schon Memento, Avatar. Ein Kommentar
allerdings, der sich der reinsten Mittel des Kinos
bedient: Der Bilder. Des Fetischismus. Und der
Musik. Ein Stummfilm also gewissermaßen. Vor allem
und garantiert aber ein Film, wie man ihn noch nicht
gesehen hat.“
– Rüdiger Suchsland auf Telepolis
pss: | 14.04.2011 21:06
Wer Memento, Inception und Avatar in einem Atemzug nennt, hat
den Unterschied zwischen Effekt-Porno und intelligentem
Actionkino nicht verstanden.
Wie wäre es wieder mit ein bisschen optischem Understatement auf
der Leinwand, oder vorerst vielleicht auch nur der Einigung darauf,
desweiteren Orks, Drachen, Roboter, Samurai und friedliebende
deutsche Kampfmaschinen aus "Dampf und Zahnrädern" nicht in
ein und deselben Film zu stecken und das dann als cineastische
Sternstunde zu feiern?
gg | 14.04.2011 21:16
naja. dafür gibt es doch dann filme wie fish tank,
pina bausch usw. genauso wie es alle möglichen
holywood-schnulzen gibt, oder eben riesen schrott á
la cowboys and aliens... und hier wurde eben mal was
ganz neues kreiert. niemand kann behaupten so etwas
schon einmal gesehen zu haben. und darum geht es bei
kunst bekanntlich. lieber so etwas als american pie
8?
pss: | 14.04.2011 22:21
Weder habe ich behauptet mir anstatt dieses Films eine Fortsetzung
von American Pie zu wünschen, noch die Tatsache verneint, dass
hier in der Tat etwas so bisher noch nicht Gesehenes geschaffen
wurde. Mag auch sein, das wer auf einen Spannungsbogen
weitestgehend verzichten kann den Film durchaus unterhaltsam
findet. Neu ist die Idee hinter diesem Film sicherlich nicht, sie stellt
eine logische Weiterentwicklung des aus Videospielen hinreichend
bekannten Konzepts dar, bezüglich eines möglichst abgefahrenen
Designs geschichtliche Stereotypen mit SciFi-Elementen und
ideenlosem Tolkien-Abklatsch zu mischen und das ganze dann mit
möglichst viel virtueller Pyrotechnik in Gang zu bringen.
Ralph | 15.04.2011 18:25
*Hebt seine linke Augenbraue hoch und meint:* "Faszinierend."
>> antworten
Basti | 13.04.2011 00:14
Nicht dass ich seine früheren Filme schlecht fände, aber für dieses
fantasielose, jeglicher Ironie entbehrender und allen Regeln guten
story tellings ins Gesicht spuckende Machwerk sollte Zack Snyder
Berufsverbot auferlegt werden - nicht als Regisseur aber definitiv
als Drehbuchautor. Verstehe nicht warum Er für dieses
Kompendium optischer Sinnlosigkeiten auch noch gelobt wird.
Komme was da wolle, für mich auf jeden Fall sicherer Anwärter für
den schlechtesten Film des Jahres. Fängt schon mit dem dreisten
Abkupfern der Erzähl"struktur" an... Wenn ich sowas sehen will
schmeiß ich meine Xbox an, von Kino erwarte ich mehr. Wer diesem
Film Poesie bescheinigt hat für mich nicht mehr alle Nadeln an der
Tanne.
Johannes | 13.04.2011 13:15
Danke für die freundliche Beleidung.
Basti | 14.04.2011 20:49
Tschuldige Johannes,
war vielleicht etwas zuviel des Guten meinerseits.
>> antworten
Dennis | 11.04.2011 03:05
Stimme mit thomas überein, absolut unterirdischer film.
Hätt ich nach dem genialen trailer und den anderen Snyder filmen (die ich alle gut fand) nie erwartet.
Vor allem war der film so scheisse langweilig,daß
ich im kino fast eingepennt wäre.
Harald | 11.04.2011 07:38
einpennen geht ja noch, damit störst du niemanden. ich hatte verhaltensoriginelle kreaturen erlebt, die wutschnaubend ihre popcorn-eimer gen leinwand schleuderten.
Marcel | 11.04.2011 09:48
Ob's stört, kommt auf den Film an. Bei einer Vorstellung von DAS CABINETT DES DR CALIGARI in der Cinemathek hat mal jemand laut geschnarcht. Und da der Stummfilm tatsächlich stumm gezeigt wurde - also keine Musik, weder auf einer Tonspur noch live - war es das einzige Geräusch, das weithin vernehmbar war. Auch 'ne Erfahrung.
Hauke | 14.02.2014 20:23
Besonders 300 war auch wahre Kunst. Nicht. Die
Dialoge, die Leistung der Schauspieler, das alles
kannst du im Hades suchen. Nein Halt, in der Hölle,
das sind christliche Spartiaten!
>> antworten
Babsi | 08.04.2011 10:03
10/10 !!!!!!!!!!!!!!!
Go Ask Alice. | 09.04.2011 20:44
Also ich fand denn film toll!
9/10
>> antworten
Federico | 07.04.2011 13:56
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Kinoversion wegen MPAA Maßnahmen und einem zu vermeidenden R-Rating um ganze 18 Minuten gekürzt wurde. Also bezüglich Charakterenticklung und wasweißichwas (habe den Film leider noch nicht gesehen) kann sich ja noch einiges ändern - ähnlich wie beim WATCHMEN DC, der im Gegensatz zu der Kinoversion nicht ganz so zusammengeschustert sondern eher gegossen wirkt. :) Also Snyder nicht ganz so hart ran nehmen, schlechter als 300 kann's ja sowieso nicht werden.
Federico | 25.06.2011 10:31
Oder doch. Nehmt ihn hart ran.
>> antworten
Jo | 06.04.2011 07:06
10 von 10 Punkten? Hast du einen Gratis "BJ" zu deiner Kinovortsellung bekommen !?
Dem Film mangelt es komplett an Charakter Entwicklung noch Charaktertiefe. Der ganze Handlungsverlauf lässt einem komplett kalt und ist gespickt mit Plot Holes und vorhersehbaren Entwicklungen (vor allem der Schluss!!!).
Die Dramaturgie wird komplett ignoriert. Snyder hätte da viel mehr draus machen können, aber er hat sich einfach nur auf coole Optik konzentriert. Wenn er sich mehr an Filmen wie Heavenly Creatures orientiert hätte, wäre die Mischung zwischen Drama & Action/Fantasy vielleicht gelungen.
Fazit: Hoch qualitativer, teurer Mist!!!
Johannes | 06.04.2011 08:32
Komplett ignorierte Dramaturgie? Entschuldigung, dass ich lache, aber Sucker Punch verfügt sehr wohl über eine wohl entwickelte Dramaturgie. Darüber hinaus über eine sauber ausgeführte 3-Akt-Struktur. Dieses Prinzip mag nicht innovativ sein, funktioniert aber.
>> antworten
Jan | 05.04.2011 23:24
Ist ein sehenswerter Film, aber niemals "10 von 10 lässigen Tanznummern" wert.
Ich finde Visuell kann Sucker Punch auf jeden Fall überzeugen, auch der Soundtrack passt meiner Meinung nach sehr gut. Aber der ständige Wechsel zwischen den Fantasie-Welten ist mir zu hektisch gewesen. Außerdem sind die Charaktere zu simpel, besonders die Hauptfigur war mir nicht stark genug.
Die Story war mir auch zu dünn.
Ich würde 7/10 geben, aber auch nur weil die Actionszenen (und Soundtrack) so geil waren. Objektiv betrachtet kann man nur 5/10 geben.
>> antworten
thomas | 05.04.2011 20:29
Lieber Johannes ist das dein Ernst was du da schreibst oder soll das Zynismus sein?

Dieser Film war für mich das schlimmste seit Crank 1+2 Snyder soll Video Spiele machen und seine Finger von Filmen lassen. Mir schwante schon übles bei Sichtung des Trailers lies mich aber durch die Kritik hier zum Besuch dieses CGI Alptraums hinreisen. Ein Detail am Rande, da ich gestern mein Dasein in Braunau Fristen musste besuchte ich das dortige Kino und siehe da kein Teenie Publikum. Sondern lauter ältere Herren die mir nicht nach Cineasten aussahen vielleicht tu ich ihnen ja Unrecht aber komisch war es schon. Für mich sollen Filme echt aussehen und nicht wie ein Videospiel. Das sollte denn Regisseuren endlich klar werden. Ich verstehe wirklich nicht was toll an CGI Effekten sein soll. Da erkennt man von 20 Metern das es welche sind. Filme übten immer dann die meiste Faszination aus wenn sie die Fantasie echt erscheinen Liesen und nie wenn man denn Trick mit zugemachten Augen erkennen konnte.
thomas | 05.04.2011 21:04
Achja der Soundtrack war auch Furchtbar.Cover auf Cover für Fm4 Affine und Björk Brrrr....
Johannes | 05.04.2011 21:09
Das ist durchaus mein Ernst und hat nicht das geringste mit Zynismus zu tun. Im Übrigen bin ich auch ein großer Freund von Crank (weniger) und Crank 2 (viel mehr).
Die CGI-Effekte in Sucker Punch sind sehr schön, mit Liebe zum Detail gemacht und daneben auch überzeugend. Du scheinst dem 6 Millionen Dollar Mann die Augen geklaut zu haben, wenn du selbst mit zugemachten Augen erkennen möchtest, wo die CGI anfängt. Solltest du nicht Technik an sich meinen, sondern das was man sieht, dann sei dir gesagt, dass Riesensamurai mit Gatling-Guns so oder so unrealistisch sind. Der übertriebene CGI-Einsatz ist Teil der Filmästhetik.
Mag sein, dass dir Harryhausens Effekte mehr zusagen, aber eine bessere Illusion war das nicht.
Johannes | 05.04.2011 21:11
Der Soundtrack ist wunderschön und mit einer der Besten der letzten Jahre. Schöner passte die Musik selten in einen Film. Dass dir der Musikstil nicht gefällt, ist keine Argument gegen den Soundtrack.
Nic | 05.04.2011 22:40
die reaktionen kommen mir vor wie bei inception nur für made for teenage girls ;)
es steht und fällt mit dem verständnis des gesamtwerks inkl. zielgruppe
Tom | 06.04.2011 03:37
stimme mit thomas überein, auch was den ost angeht. der war grässlich. was ist toll daran, mittelmäßige cover versionen von totgespielten songs und klassikern für einen film zu verwenden. nochdazu songs, die andere filmemacher in berühmten szenen einsetzten. das ist an einfallslosigkeit und lahmheit kaum zu übertreffen. und das hat nichts mit musikgeschmack zu tun.
eindimensionale figuren, wenig bis gar kein charakteraufbau sowie ein einschläfernder, sich wiederholender plot. ich fühlte nicht eine sekunde für irgendeine der girls. dazu kam der zumindest für filmfreunde vorhersehbare twist (falls man das twist nennen kann). lahm. absolut lahm. und was machte scott glenn in diesem film - für diese möchtegern rauen one-liner hätte auch gary busey oder michelle "the dyke" rodriguez gereicht (sie war möglicherweise beschäftigt mit dem noch größeren "Meisterwerk" Battle L.A. - der noch schlechtere film zurzeit im kino - spart euer geld). das sahnehäubchen war jedoch das am ende lebensratschläge gebende voice-over. das kitschigste, was ich seit langem in einem film oder überhaupt gehört habe. sucker punch erinnert mehr an eine videospiel sequenz oder an ein überlanges musik video.
Nico | 07.04.2011 18:30
am besten einfach motschgern lassen die Leut, Johannes...
- lass ihnen ihren geschmack, die verwöhntheit und den
zynismus... - die sind alles schon erwachsen und
hauptsache, man kommt nicht mehr als Kind ins Kino um sich
überraschen und überwältigen zu lassen... sondern um die
arme zu verschränken und danach über sachen zu schimpfen,
von denen sie absolut genau wissen, wie es sich gehört...
ich find deine kritik cool! und ich weiß, was ich mit dem
film zu erwarten habe!
thomas | 07.04.2011 18:39
@Johannes
Anscheinend ist unser Geschmack bei Filmen wie Tag und Nacht und wir treffen uns erst wieder in der Dämmerung im Bambus Camp der geschändeten Frauen .Ray Harryhausen hat sicher mehr Charme als alle CGI der letzten Zeit das aber nur am Rande. Bei Hellboy gab’s ja auch Stop Motion Effekte in Verbindung mit CGI, und die sahen dadurch für mich am besten aus. Mich würden mehr Filme Reizen in denen CGI und animatronischen Effekten verwoben werden wie bei "Wo die wilden Kerle Wohnen“. Manche Leute sind anscheinend schon so durch das permanent Videogames zocken Gehirngewaschen dass sie gar keinen Wert mehr auf Authentizität von Effekten legen. Computer können leider keine Organischen Oberflächen erzeugen dadurch wirkt es immer Seelenlos .Blut, Feuer warum macht man sowas am Computer nur um ein Zugeständnis an die angebliche Zielgruppe der Gamer Generation zu machen. Die laden sich die Filme meistens eh irgendwo aus dem Netz herunter.

Zum Soundtrack noch, ich habe nichts gegen denn Still aber die Songs waren eher lau, für meinen Geschmack halt. Wenn es dir gefallen hat auch gut. Da sind wir aber schon beim nächsten Thema heutzutage sind die meisten Film scores nur mehr zu einem Lammen Beiwerk verkommen. Genauso Seelenlos wie CGI und hier schließt sich wieder der Kreis.
thomas | 07.04.2011 18:50
Ich will auch gar nicht die Kritik von Johannes schlecht reden. Wenn es im wirklich so gut gefallen hat wie er da schreibt dann Freue ich mich für ihn. Ich hatte solche Glücksmomente leider selten in den letzten Jahren.
Nic | 07.04.2011 23:12
von den autoren hier sollte niemand etwas posten bevor der film gesehn wurde - mit gutem beispiel vorangehen und so..
Harald | 08.04.2011 00:41
gesehen und für sehr interessant empfunden. die höchstwertung zücke ich zwar nicht, aber sie ist argumentierbar. was johannes auch ausführlich getan hat.
thomas | 08.04.2011 16:01
@Nic also mir kamm es so vor alls hätten alle Schreiber inklusive mir denn Film gesehen.
Tom | 12.04.2011 17:07
Nico@ das ist etwas, was ich überhaupt nicht leiden kann - wenn jemand "persönlich" wird. wir diskutieren hier über filme und jeder kann seine meinung abgeben. doch was weißt du über meinen (oder auch der anderen hier) filmgeschmack, filmwissen oder ob ich, ob ich nicht als "kind" ins kino gehe? wenn ja, dann tut das nichts zur sache, ob der film gut oder schlecht ist. oder lässt du dich von jedem film verzaubern, egal, ob gut oder schlecht, sobald du mit kindlichen erwartungen ins kino gehst? doch wohl nicht. behalte deine annahmen über andere leute bitte für dich und ich denke johannes kann seine meinung sehr gut selbst verteidigen.
Nico | 13.04.2011 18:44
uuuhhh... na, wenn du aus den paar Worten dich "persönlich"
angegriffen fühlst, gern geschehen! zum Rest, mein
ergebenes Schweigen, dein Schlips in Ehren!
Johannes | 13.04.2011 20:00
*muhar* epic.
Tom | 14.04.2011 19:42
sag mal, kannst du nicht lesen. und steh gefälligst zu deinen worten oder willst du jetzt leugnen, dass du ein kommentar über andere Leute anstelle des films abgegebn hast? kannst du deine meinung (fallst du eine hast) nicht besser äußern? das machen nur leute, die nicht wissen, wie man argumentiert.
Nico | 15.04.2011 22:34
ne, will ich nicht leugnen... :) - ich find dich
witzig!
Tom | 19.04.2011 22:04
und ich dich sehr traurig.
>> antworten
Greta | 05.04.2011 18:25
Bildgewaltig - da sag ich noch ok.
Ästhetisch - auf jeden Fall!
Aber die Geschichte ist wohl eher lahm, alles flache stereotype Charaktere. Und der Film erinnert in einem durch an zig andere Filme: Inglorious Basterds, Moulin Rouge, Kill Bill... und an manga-mäßige Phantasien kleiner Jungs. Kann man sich anschauen, wenn man eine seichte Unterhaltung möchte, in die man leicht reinkippt, ohne groß nachdenken zu müssen. Kriegt von mir 6/10 - aber nur weil der Soundtrack gut ist.
>> antworten
Nico | 03.04.2011 17:34
klingt schon mal super! Ich freu mich auf den Film!!!
>> antworten
Tom | 03.04.2011 16:20
1 Punkt für die netten Effekte und 1 für Oscar Isaac - macht 2/10. Als Film ein einziges Disaster.
>> antworten
Ralph | 03.04.2011 03:06
Ich glaub dir kein Wort;-)
Andreas | 03.04.2011 13:02
und ich glaub dem ralph
Johannes | 04.04.2011 13:13
Und ich glaub ihr wisst gar nicht wovon ihr da redet. ^^
Ralph | 04.04.2011 13:40
Das hast du vorerst mal recht. Vorerst. Aber neugierig bin ich geworden, das geb ich zu...
Johannes | 05.04.2011 13:38
*hehe* Sieh ihn dir an, dann können wir weitereden. Obwohl ich das Gefühl habe, dass du mir sagen wirst, du hättest mir besser nicht glauben sollen. Ist halt von Snyder und nicht von Godard, newa. :P
Harald | 05.04.2011 20:39
Snyder ist der Godard unter den Blockbuster-Regisseuren.
Johannes | 05.04.2011 21:12
*hehe*
Ich glaub für Ralph kanns nur einen geben.^^
Ralph | 06.04.2011 10:27
Genau erfasst Johannes :-).

Aber Harald, da du ja Godard nicht besonders magst, was heißt das dann für Snyder?
Harald | 06.04.2011 13:57
Bin mit dem Oeuvre nicht gut genug vertraut, um die Frage beantworten zu können. Gilt für Godard wie für Snyder.
>> antworten
Nic | 03.04.2011 01:15
hat sich seine 7/10 verdient.
den soundtrack im imax hören ist jedenfalls das geld wert ;-)
Stefan | 05.04.2011 22:22
ich muß johannes absolut recht geben. was zack snyder bei diesem film zu einem großen teil vorgeworfen bekommt, hab ich zumindest gegenteilig aufgefasst, als ich den film sah.
z.B. als kritik an der popkulturellen unterhaltungskultur und ihrem selbst geschaffenen bild von frauen. ich denke der film sollte so manchen film- und videospielefans den spiegel vorhalten bzw. zu denken geben, ob nicht irgendwo was schiefläuft, wenn man leichtbekleidete mädchen in schützengräben sieht und dies als unterhaltung toleriert bzw. als fett, krass usw. bezeichnet.
die visuelle umsetzung ist meisterhaft und wohl kaum ein anderer regisseur versteht es so gut, die geschichte stellenweise von so passenden songs bzw. deren texten ein stück weiter erzählen zu lassen.
ich geb 9/10 (der eventuell erscheiende dc braucht evtl. noch etwas luft nach oben :-)
nur meine meinung, die natürl. nicht jeder teilen muß.
Tobias | 14.04.2011 19:02
Habe den Film zwar noch nicht gesehen, aber soviel Intelligenz traue ich Zack Snyder definitiv nicht zu. Dem ist das bestimmt ernst damit. Er hat sich bei 300 schon beschwert sein Film werde unnötig intellektualisiert.
Georg | 19.04.2011 20:09
Der Film ist wirklich schwer zu bewerten. Je nachdem wie man ihn sehen möchte. Ich glaube aber nicht das die Mädels so leicht bekleidet sind damit man der Gesellschaft einen Spiegel vorhält. Bei 300 hat sich ja auch kein Mann gewundert warum nur " 8 packs " am Schlachtfeld stehen und das dann als Intellektuelle Gesellschaftskritik aufgefasst. Effektgewaltig, dramatisch und unheimlich bescheuert zugleich. Ist ja auch eine Kunst, macht aber in meinen Augen noch lange keinen perfekten Film aus. 1/10 ? 5/10 ? 10/10 ? ich denke bei keinen anderen Film gehen die meinungen derart ausseinander.
>> antworten


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