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Syndromes and a Century

Syndromes and a Century

OT: Sang Sattawat
LOVESTORY: THAILAND, 2010
Regie: Apichatpong Weerasethakul
Darsteller: Arkanae Cherkam, Jaruchai Iamaram, Sakda Kaewbuadee, Sin Kaewpakpin

STORY:

Apichatpong Weerasethakul ließ sich zu diesem Streifen von der Liebesgeschichte seiner Eltern inspirieren, die sich in einem Krankenhaus kennen lernten. Der Film folgt zwei Erzählsträngen, die im Grunde genommen dasselbe erzählen, das aber an verschiedenen Orten (einmal ein Krankenhaus am Land, einmal eines in der Stadt) und wohl auch zu verschiedenen Zeiten. Es geht jeweils um eine junge Ärztin und einen jungen Arzt, der gerade anfängt im Krankenhaus zu arbeiten und sich in sie verliebt. Mit von der Partie ist außerdem ein Mönch, der gern alle Medkamente, die er nur irgendwie bekommen kann, an sich reißen und mitnehmen würde. Er bekommt ebenso eine ganz eigene Geschichte, die ihn mit dem Zahnarzt des Landkrankenhauses verbindet.

KRITIK:

Okay. So. Man sieht sich also einen Film an. Ein Zuschauer verlässt gegen Ende den Saal. Es drängt sich die vollkommen objektive Frage auf, warum. Der Film ist Apichatpong Weerasethakuls Vorgänger zu "Uncle Bonmee Who Can Recall His Past Lives" und ungewöhnlich. Von meinem Blickwinkel aus zumindest. Ich kann ihn nicht einordnen. Mein asiatisches Kinoverständnis beschränkt sich hauptsächlich auf Akira Kurosawa, Wong Kar-Wai, Kim Ki-duk, Edward Yang. Die üblichen also. Dabei würde ich gern mehr kennen. Wie etwa Weerasethakuls Lebenswerk.

Was mir trotzdem auffällt: Ich erkenne die Bedeutung hinter dem Film nicht. Er bringt mich stellenweise zum Schmunzeln, manchmal sogar zum Lachen. Dann wiederum Verwirrung. Viel Ambivalenz. Außerdem: Viele Standbilder. Wunderschöne Landschaften, die wirken als wären sie aus einer Tourismuskampagne entsprungen.

Und ja, mir ist es einfach immer noch wichtig, Filme auf gewisse Art und Weise zu verstehen. Auch diesen Film eines Regisseurs, dessen Namen ich mittlerweile sogar schon fast ohne nachzuschauen schreiben kann.

Diese Krankenhauskomödie, die von ihren stillen Momenten lebt und den vereinzelten komischen Erlebnissen, ist einer der leisesten und unaufgeregtesten Filme, die ich seit der letzten Viennale gesehen habe (Stichwort: Fish Tank!).

Syndromes and a Century Bild 1
Syndromes and a Century Bild 2
Syndromes and a Century Bild 3
Syndromes and a Century Bild 4
FAZIT:

Sehenswert? Auf jeden Fall! Nur hab ich mir wahrscheinlich zu viel erwartet - oder einfach etwas vollkommen anderes als das, was dann schlussendlich auf der Leinwand zu sehen war.

WERTUNG: 7 von 10 Ärzten, die Alkohol in Prothesen verstecken.
Gastreview von Anna
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