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Tai Chi Zero

Tai Chi Zero

OT: Tai Chi 0
STEAM-PUNK-EASTERN: China, 2012
Regie: Stephen Fung
Darsteller: Angelababy, Tony Leung Ka Fei, Mandy Lieu, Yuan Xiaochao, Wei-keung Lau (Andy Lau), Qi Shu, Siu-Lung Leung

STORY:

Der junge, etwas unterbelichtete und seltsame Söldner Yang hat einen Auswuchs auf der Stirn, der nach einem Schlag darauf ungeahnte Kampffertigkeiten frei setzt. Doch ein alter Arzt erkennt das Dilemma dieses Auswuchs, nämlich, dass sich dieses nach jedem Schlag dunkler verfärbt und so in baldiger Zeit zum Tod führen wird. Darum rät er dem jungen Mann, in ein abgelegenes Dorf zu reisen, wo er inneres Kung-Fu lernen kann, was ihn am Leben halten könnte. Das Problem bei dieser ursprünglichen Form des Tai Chi ist, dass es von den Dorfbewohnern als Geheimnis gehütet wird, das sie nicht an Fremde weitergeben. Trotzdem lässt sich Yang nicht entmutigen, reist zu diesem Dorf und lässt sich von nahezu allen DörflerInnen, egal ob alt oder jung, schwer verprügeln. Doch während Yang stur auf ein Lernen dieses Kung Fu besteht, wird das Dorf von seltsamen Maschinen bedroht.

KRITIK:

Willkommen in den Welten des Steam-Punk nach chinesischer Couleur. Ein professioneller Kollege von Filmstarts.de hat seine Besprechung mit den Worten eröffnet, dass TAI CHI ZERO nach langer Zeit endlich mal wieder ein überbordender Eastern-Spaß ist, der noch dazu so einige neue Stückchen spielt. Dem möchte ich mal zustimmen. Spaß macht dieser Film. Und gleich vorweg: Es ist der erste Teil eines Zweiteilers, dessen zweiter Teil TAI CHI HERO heißt und uns sicher auch bald heimsucht.

Als erstes würde mir zu diesem Film einfallen: Bunt. Dann schräg und letztendlich: Sowas habe ich noch nie gesehen. Damit meine ich nicht die zugegeben tollen Kampfszenen, denn die gab es in dieser professionellen Art schon öfters. Eher schon das Thema Steam-Punk, welches bislang filmisch noch nicht so häufig vorgekommen ist, sieht man mal von einer Sequenz aus SUCKER PUNCH oder dem mäßig gelungenen WILD WILD WEST ab, aber auch das ist nicht das wirklich Neue.

Neu in dieser Form ist dieser absolute, scheinbar selbstverständliche Mix aus Stummfilm, Computerspielverfilmung und Comic- und Zeichentrick-Passagen, alles in effektivem 3D, welches man auch gut in 2D genießen kann. Dann gäbe es da noch epische Schlachten, seltsame Kampfstile, noch seltsameren Humor und mystisch-chinesische Weisheiten. Und das alles in einem Film. Klar, Handlung ist eher naja, Charakterentwicklungen finden nicht statt und die Gastauftritte diverser asiatischer Action-Stars, beginnend mit Überlebenden aus den 1960ern bis zur heutigen Peking-Oper-Absolventin mögen ein Zuckerl sein, aber sonst. Nein, hier macht es definitiv der Mix.

Unbedingt möchte ich auch noch die Sicht der Extras ans Herz legen. Denn die gehören hier definitiv zum Gesamtwerk dazu.

Eine strange Erfahrung, die man ab 17.5.2013 auf DVD, BR und 3D-BR genießen kann.

Tai Chi Zero Bild 1
Tai Chi Zero Bild 2
Tai Chi Zero Bild 3
Tai Chi Zero Bild 4
Tai Chi Zero Bild 5
FAZIT:

Ein Film, in dem man schneller gefangen ist, als man Tai Chi sagen kann. Ohne wirkliche Spitzenklasse spielt er vorerst in einer Liga für sich, die Popcorn-Kino neu definieren könnte. Die Zukunft wird es beweisen. Oder auch nicht. Jedenfalls sollte man auch auf alle Fälle die Extras ansehen, denn die haben auch ganz neue Qualitäten. Oder auf den zweiten Teil warten.

WERTUNG: 7 von 10 massiv verletzenden Kürbissen
TEXT © Erich H.
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