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The Nail Gun Massacre

The Nail Gun Massacre

TRASH: USA, 1985
Regie: Terry Lofton
Darsteller: Rocky Patterson, Michelle Meyer

STORY:

Irgendwo im Hinterland von Arizona wird auf einer Baustelle eine junge Frau vergewaltigt. Kurz darauf erschüttern grausame Morde die Gegend...

KRITIK:

Dass es die Mexikaner, wenn es um das Filmemachen geht, nicht wirklich drauf haben - salopp ausgedrückt - dürfte so bekannt sein wie die Vorliebe für Blut, Gedärm und nackte Frauen seitens italienischer 70er-Schmodderanten.

Aber auch jenseits der großen Grenze - ergo in den US of A - hat in den silbernern Tagen des Filmeschaffens so mancher sein Talent in den Wald geführt, erschossen und sich anschließend aufgemacht seine Ideen auf Zelluloid zu bannen.

The Nail Gun Massacre, deutscher Alternativtitel Blutgericht in Arizona - ein Schelm, wer Böses denkt -, ist ein Film der seine Existenz eben solchen Umständen verdankt. Schlecht ist das so gesehen nur von technischer Seite, wobei die Ambitionen von Regisseur Terry Lofton nicht zu übersehen sind: Das sollte wohl tatsächlich und ernsthaft mal ein richtiger Film werden.

Dabei wurde jedoch - glücklicherweise kann man da als B-Film-Freund sagen - alles falsch gemacht, was sich gerade so anbot - Ed Wood lässt grüßen.

Die wackelige Rape and Revenge-Story, wobei die Vergewaltigung von der zahmen Sorte ist - not much sleaze here - dient im Endeffekt nur noch der halbwegs - hust, hust - sinnvollen Aneinanderreihung der von Lofton - seines Zeichens Regisseur, Darsteller, SFX-Künstler und Drehbuchautor in Personalunion - den Umständen entsprechend doch recht ordentlich in Szene gesetzten Mordszenen.

Trotz aller Ungereimtheiten und Plotholes - besonders das doch eher unerwartete Ende sei hier angeführt - ist die - hust, hust - Handlung noch um einiges schlüssiger als die von Mikels 10 Violent Women - wobei das auch schon wieder zu einfach ist, um als wirklich aufrichtiges Kompliment durchzugehen.

Vorgetragen wird dieses Trashspektakel von allerlei Knallchargen, die es nicht schaffen würden ihre Rolle - soweit das die berühmte Drehbuchserviette zulässt - glaubwürdig darzustellen, würde ihr Leben davon abhängen. Die Dialoge tragen ihr übriges dazu bei - What are you, a cop?" wird da etwa der Sheriff munter gefragt - um The Nail Gun Massacre das Prädikat Bodensatz der seriösen Filmgeschichte zu verleihen.

Nicht umsonst hat das sympathische Berliner Label cmv Laservision dieses Werk in seine Trash Collection aufgenommen - in gewisser Weise ja so was wie in Gütesiegel.

Die Synchronisation sollte an dieser Stelle nicht vergessen werden, ist Garant für eine ganz große Extraportion Spaß - den ein oder anderen Kasten Bier intus vorausgesetzt - und bewegt sich irgendwo zwischen Sinnlos im Weltall und einem drittklassigen Softporno - wobei ich natürlich nur vom Hörensagen her weiß wie die klingen.

Zum Schutze des eigenen Verstandes sollte also im nüchternen Zustand, durchaus der leider schwerverständliche - da stark von Hintergrundgeräuschen überlagerte - Originalton aktiviert werden.

In diesem Sinne: "Glaubst du der Boogeymann wartet hier draußen um jemanden abzunageln?"

The Nail Gun Massacre Bild 1
The Nail Gun Massacre Bild 2
The Nail Gun Massacre Bild 3
The Nail Gun Massacre Bild 4
The Nail Gun Massacre Bild 5
The Nail Gun Massacre Bild 6
FAZIT:

Die Semi-Amateurproduktion The Nail Gun Massacre ist Trash pur, spannungsarm und sinnfrei aber ausgesprochen unterhaltsam und sehr blutig.

WERTUNG: 6 von 10 engsitzenden Blue Jeans
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