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The Queen of Black Magic

The Queen of Black Magic

OT: Ratu Ilmu Hitam
HORROR: Indonesien, 1979
Regie: Liliek Sudijo
Darsteller: Suzzanna, W.D. Mochtar, Alan Nuary, Sofia W.D.

STORY:

Seine Hochzeit hat sich Kohar, das reiche, arrogante, selbsternannte Gottesgeschenk an die Frauen sicherlich anders vorgestellt: Plötzlich wimmeln Maden im Hochzeitsbuffet, seine schöne, junge Gemahlin in spe fällt noch vor dem Ja-Wort garstigen Halluzinationen und dem Wahnsinn anheim und der flugs herbeigerufene Hexendoktor wird von einer unsichtbaren übernatürlichen Macht geplättet. Der letzte sterbende Fingerzeig geht gen Westen und dort wohnt - Murni. Und eben jener hat der niederträchtige Kohar erst vor kurzem unter Abgabe eines falschen Heiratsversprechens die Unschuld geraubt.

Für Kohar ist die Sachlage klar: Die verschmähte Murni ist eine Hexe und rächt sich nun, indem sie mittels schwarzer Magie einen dicken, teuflischen Strich durch seine Hochzeit mit der anderen Frau macht. So etwas würde der herzensguten Murni zwar nie in den Sinn kommen, doch Kohar lässt sich nicht von seinem Verdacht abbringen. Er lässt Murnis Elternhaus abbrennen und die Unschuldige eine Klippe hinunterwerfen. Die Schwerverletzte wird von einem Hexenmeister geborgen, gesund gepflegt und dann tatsächlich in den schwarzen Künsten unterwiesen. Racheschnaubend kehrt Murni in ihr Dorf zurück, um es Kohar und seinen Vasallen heimzuzahlen. Doch da naht auch ein Heiliger Mann, tapfer, gläubig und ebenfalls zauberkundig ...

KRITIK:

Jeder der einen Blick auf meine letzten fünf Reviews geworfen hat - es begann mit SATANICO PANDEMONIUM und hörte mit dem HEXENSABBAT auf...-, weiß, dass ein Exorzist bitternötig war. Sonst hätte ich bis zum Armageddon nur noch Rezensionen zu satanischen Horrorfilmen verfassen müssen. Mein Wunsch-Exorzist, Father Merrin, war leider schon tot, der Papst zu teuer, aber ein Theologiestudent, der mir noch einen Gefallen schuldig war, hat den Job auch erledigen können. Zwar brauche ich jetzt ein neues Fenster, aber Pazuzu ist gebannt.

Diesmal also kein Film über Satan, Schwefel und Salat, sondern einer über ... schwarze Magie!

Und zwar schwarze Magie aus dem fernen Indonesien! THE QUEEN OF BLACK MAGIC war seinerzeit 1979 einer der ersten Fernost-Horrorfilm-Exporte überhaupt. Und auch wenn man sich noch ganz beeindruckt von den Mitte der Siebzigern entstandenen BLACK MAGIC-Zeremonien der Shaw Brothers gibt und diesen in Sachen Ekel und Gore nacheifert, um auch den westlichen Gore & Schleimhounds zu gefallen; so ist und bleibt THE QUEEN OF BLACK MAGIC trotzdem ein Flick wie aus einer anderen Welt; wohl nur für jene cineastischen Globetrotter goutierbar, welche eine Schwäche für abseitige, exotische Kuriositäten mitbringen.

Freilich kann sich THE QUEEN OF BLACK MAGIC ernsthaft in kaum einem Aspekt mit den Genre- oder Exploitationgroßtaten dieser Welt messen. Die Geschichte ist himmelschreiend naiv. Der Sex beschränkt sich auf ein paar verschämte Blicke auf nackte, verlängerte Frauenrücken in weichzeichnerischer Verschwommenheit - und die laufen höchstens im Heimatland der QUEEN OF BLACK MAGIC Gefahr zu Steinen des Anstosses zu werden. Und selbstverständlich bricht der Trash mehr als einmal durch alle Dämme.

Und trotzdem ist der Film seine Zeit wert.  

Weil Sudijos Horrorfilmdebüt für westliche Augen außergewöhnliche Szenarien und Schauwerte birgt; selbst in seinen cheesigsten Filmminuten. Und somit ist eine Exotin wie die QUEEN OF BLACK MAGIC in meinen Augen sogar wesentlich interessanter als Hollywoods nächstes Remake-Opfer oder der nächste letzte Schrei in Sachen Torture Porn.

Wo kriegt ihr denn sonst in nur 90 Minuten eine indonesische Dorfhochzeit, platzende Eiterbeulen, Voodoo-Puppen, Liebeszauber, Impotenzflüche, eine superkitschige Bollywood-Lovestory sowie Ekelszenen mit echten Schlangen, Würmern, Bienen und Babys in fröhlicher Eintracht geboten? Eben.

Und vergessen wir nicht den Helden mit Gebetsteppich! Diese plakativ gläubige Figur war als Gegenpol wohl unentbehrlich, um den besagten Hauch einer nackten Darstellerin sowie den Gore, die Pusteln und die fliegenden Zombieköpfe an der gestrengen indonesischen Filmzensur vorbeigeschmuggelt zu bekommen.

Auch wenn die zweite Filmhälfte im Vergleich zur recht kurzweiligen und bizarren ersten Halbzeit phasenweise doch merklich lahmt; Hauptdarstellerin Suzzanna, im Übrigen die Barbara Steele Indonesiens, gibt dennoch immer alles und und W.D. Mochtar als Hexenmeister deibelt ebenfalls einwandfrei um seine Fluchpuppen herum, so dass der unbeeindruckt von der letztendlich vorherrschenden angeschnulzten Melodramatik in bester HELLRAISER eins-Manier zerplatzende Körper dann doch irgendwie einen versöhnlichen Abschluss bildet.

The Queen of Black Magic Bild 1
The Queen of Black Magic Bild 2
The Queen of Black Magic Bild 3
The Queen of Black Magic Bild 4
The Queen of Black Magic Bild 5
The Queen of Black Magic Bild 6
The Queen of Black Magic Bild 7
FAZIT:

Schwarze Magie, platzende Pusteln, fliegende Köpfe, Gebetsteppiche, Wurmzeug, eine uns keinen Kitsch ersparende Love Story und der obligatorische Showdown der Zauberer. So lautet Indonesiens cheesige, aber auch schleimig-blutige Antwort auf die BLACK MAGIC-Reihe der Shaw Brothers. Auch wenn sie von der in ihrem Heimatland legendären Suzzanna gespielt wird; genrebewegende Kunst bietet die QUEEN OF BLACK MAGIC erwartungsgemäß nicht. Doch ausgestattet mit dem vollen Exoten-Bonus und einigen WTFs, sollte dieses Werk zumindest den wagemutigen Film-Globetrottern einen Blick wert sein. Kurioser und aberwitziger als der nächste SAW-Klon ist die QUEEN nämlich allemal!
Erhältlich auf DVD bei Mondo Macabro.

WERTUNG: 6 von 10 Trampolinsprüngen bei Vollmond
TEXT © Christian Ade
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jol | 01.04.2017 01:55
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Harald | 20.01.2012 00:17
Ach, Indonesien. Mein viertliebstes Fernost-Film-Urlaubsland. In den 80ern sind von dort einige hübsche Schmankerln in die Videotheken geschwappt.
Siehe auch diese - zumindest für mich ;-) - höchst interessante Doku:
youtube.com/watch?v=wbsZp6OR0E8
Chris | 20.01.2012 05:47
Einen habe ich noch aus Indonesien: MYSTICS IN BALI. : )
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