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Volver

Volver

DRAMA: E, 2006
Regie: Pedro Almodóvar
Darsteller: Penélope Cruz, Carmen Maura

STORY:

Volver Raimunda (Penélope Cruz) lebt gemeinsam mit ihrer vierzehnjährigen Tocher Paula und in Madrid. Ihr Ehemann Paco liegt meist betrunken vor dem Fernseher. Eines Tages wird er in einer Blutlacke auf dem Küchenboden liegen. Beim Versuch, im Suff seine Tochter zu vergewaltigen, ist er ihr ins Messer gelaufen. Raimundas Schwester Sole ist geschieden. Die Eltern der beiden Schwestern sind bei einem Feuer ums Leben gekommen - doch eines Tages taucht die totgeglaubte Mutter wieder auf ...

KRITIK:

Volver
Es ist schon seltsam: So sehr ich die Filme von Pedro Almodóvar liebe, so schwer fällt es mir, diese ganz spezielle Atmosphäre, die seine Filme ausmachen, in Worte zu fassen. Versuchen wir es mal so: Volver ist eine Almodovar-typische Mixtur aus Melodram und Komödie, dunkel und schwermütig und voller südländischer Leichtigkeit und Lebensfreude zugleich.

Aber vielleicht sollte man über die optische Tiefenwirkung dieses Films gar nicht zu viele Worte verlieren. Sondern den Film einfach ansehen. Und zwar im Kino. Almodóvar's ganz spezielle Bildsprache, die elegante Kameraarbeit, die virtuose Inszenierung und nicht zuletzt die wunderbar stimmige Filmmusik kommt wohl nur auf der großen Leinwand voll zur Wirkung.

Volver Volver, so liest man es in jeder Kritik zu diesem Film, bedeutet "zurückkehren". In mehrfacher Hinsicht: Der Regisseur kehrt hier in seinen Heimatort La Mancha zurück. Ein Ort, in dem die Abwesenheit von Männern niemanden stört - kein Wunder, handelt es sich dabei ausschließlich um Taugenichte, Saufköpfe, Fremdgeher und Vergewaltiger. Der Film wird von starken Frauen getragen - allen voran von einer sensationellen Penélope Cruz. Und von Carmen Maura, die sich einst von Pedro Almodóvar im Streit getrennt hat und nun ebenfalls zurückkehrt - und zwar als Geist.

Volver ist, wen man so will, eine Spanish Ghost Story. Die es aber, so viel darf verraten werden, nicht nötig hat, das Übersinnliche zu bemühen. Aber seht selbst.

FAZIT:

Pedro Almodóvar überrascht mit einer Spanish Ghost Story: Ein wunderschönes, virtuos inszeniert und gespieltes Melodram um Liebe, Leben und Tod. Unbedingt ansehen (nicht nur wegen Penélope Cruz' oscar-reifen Augen-Make-Ups).

WERTUNG: 8 von 10 blutigen Küchenmessern
Dein Kommentar >>
Patrasch | 11.02.2007 18:26
den "Leichenschmaus" hätte ich auch erwartet... ;) netter Film 8/10
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Kataklysm | 10.08.2006 19:52
ACHTUNG SPOILER!:

Netter Film, jedoch nicht außergewöhnlich. Ich mochte vor allem die Art, wie er damit spielt, vorhersagbar bzw. nicht vorhersagbar zu sein: Während die HauptStoryLösung (Mutter tötete Liebhaberin) offensichtlich ist, nimmt man oft andere Dinge für ebenso offensichtlich an, z.b. vermutet man, dass das Filmteam nun die Leiche verspeisen wird, was aber nie passiert. Ebensowenig wird die Leiche an Land gespült, noch gibt es jemals etwas wirklich Übernatürliches. Gut gemacht!

6 von 10 Grab-putzenden Frauen.
harald | 11.08.2006 06:45
ja, die idee einer nicht-übernatürlichen geistergeschichte ist wirklich bemerkenswert. gerade in einem nach wie vor sehr katholischen, (aber)-gläubischen land.
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